Warum Männer früher sterben

Statistisch gesehen haben Männer auf der ganzen Welt eine geringere Lebens­erwartung als Frauen. Woran kann das nur liegen? Reddit-Citizen u/draypresct hat sich die Mühe gemacht, die Unfallstatistiken seines Heimatlandes, den US of A, in eine anschauliche kleine Grafik umzusetzen. Wir sehen mit Erstaunen, dass tödliche Unfälle unter Kindern geschlechtsneutral sind, während männliche Teenager zunehmend öfter plötzlich zu Tode kommen, und die volle Mortilität im Unfallsektor erst Mitte 20 erreicht wird. Dann verunglücken Männer etwa drei mal so oft final als Frauen. Was passiert hier? Werden Männer mit zunehmendem Alter einfach blöder und laufen im Tran öfter vor den Bus?

Oder werden sie einfach erst in ihren Twens zu… Männern, und müssen dann ständig weiter Scheisse bauen, um Männer zu bleiben, oder für solche gehalten zu werden? Das halte ich für wahrscheinlicher. Und das ist auch ein weiterer Grund dafür (gleich nach meinem Hass gegen jede Ungerechtigkeit), dass ich seit vielen Jahren Feminist bin. Also Gegner von Rollenerwartungen. Oder dem Vermischen von plötzlichen Hormonausschüttungen beim Anblick potentieller Sexual­hand­lungs­parter*innen mit der Realität. In letzterer nämlich und meiner bescheidenen Lebens­erfahrung nach wird die Chance von anhaltenden Hormonausschüttungen keineswegs durch Zurschaustellung massiver Dummheit gesteigert, sondern eher dadurch, dass man glaubhaft darlegen kann, kein Vollpfosten zu sein. Weswegen das heutzutage so benannte „toxische Männerbild“ sehr zum Jammer seiner Anhänger in der Regel zum Ausbleiben besonderer Hormonereignisse führt. Aber das ist eine Frage persönlicher Präferenzen: Lieber dumme Risiken eingehen, in der Hoffnung, für einen reproduktionswerten, maskulinen Mann gehalten zu werden, oder lieber emanzipiert mehr Spass haben und dabei länger leben. Disclaimer: Ich will hier niemandem etwas vorschreiben. Ich stelle hier nur meine eigene Meinung dar, auch wenn ich dabei den Roflkopter dabei von ferne leise säuseln hören kann.

reddit via boingboing

3 Kommentare

  1. Gibt’s solche Statistiken auch für die Tierwelt? Es wäre zu vermuten, daß das evolutionstechnische Gründe hat.

    Bei den Wildvölkern, mit denen ich mich zur Zeit befasse, ist zu beobachten, daß die Jagd beispielsweise den Männern vorbehalten ist, auch bei denen, in denen die Frauen den Ton angeben. Bei anderen Primaten weiß ich es leider nicht.

    Bekannt ist immerhin, daß Männer mehr Kraft haben, während Frauen mehr Ausdauer haben, ähnliche Lebensweisen vorausgesetzt. Unterschiede sind ja offensichtlich und von der Evolution sicher nicht ohne Grund eingeführt. Hier irgendwas bewerten zu wollen, halte ich für … *räusper* schwierig.

    Als Feminist würde ich mich im Übrigen keineswegs bezeichnen.

    Gruß

    Thomas

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    • Wildvölker, Wildbienen… du weisst schon, dass unsere Zivilisation ihre eigenen Regeln aufstellt? Und dass Statistiken abseits aller Evolutionsallegorien bestehen?

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      • Ich weiß, daß unsere Zivilisation gerade unsere Lebensgrundlage am zerstören ist, die „Wilden“ haben das Problem nicht (wenn sie in Ruhe gelassen werden), weswegen ich „wild“ positiv konnotiere. Ganz im Gegensatz zur Zivilisation, in der das i.d.R. abwertend gemeint ist. Aber das kommt jetzt vom Thema ab. Du schreibst ja schon selbst, daß Dein Text als Provokation gemeint ist. Hat bisher so nicht funktioniert, außer mir hat keiner reagiert ;)

        Gruß

        Thomas

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