Star Traders Frontiers: Wie in alten Zeiten, nur besser

Überraschungstreffer: Eine Roleplay-Handelssimulation mit Raumschiffen und Retro-Charme bis zum Abwinken, also ein würdiger Nachfolger von Start Control 2, hat einfach gefehlt. Seit dem ersten August gibts „Star Traders: Frontiers“, ein 2D-SciFi-Game mit einer lange vermissten Spieltiefe. Zu Anfang ist die Masse der Optionen verwirrend, aber nach ein paar Versuchen und Fehlversuchen öffnet sich eine Galaxis voller Wunder. Die eigene Figur des Captains kann aus einer Vielzahl von Gesichtern, Uniformen, Fähigkeiten, Schrullen und Berufen wählen, ebenso die Offiziere und die Mannschaft. Das Startkapital an Roleplaying-Punkten verteilt sich dabei auf den Captain, seine Vorzüge und das Schiff. Aber das ist erst der Anfang.

Schon bei Beginn öffnet sich die erste Hintergrundstory, wenig später die zweite, die man beachten kann, aber nicht muss, ebenso wie die vielen Side-Stories und die persönlichen Fehden der Fraktionen und ihrer NPC-Vertreter in einer Galaxis, weit weg von hier. Wenn man sich auf das Leben als Sternenhändler konzentrieren möchte, sind ein grosses stabiles Schiff, gute Beziehungen zu den einflussreichen Politikern, Prinzessinnen und Schmugglern, und das passende Set an Fähigkeiten der Schiffsbesatzung wichtig. Ein Leben als Pirat ist nicht ohne Feindschaft zu führen, ein grösserer, kampfstärkerer Kreuzer und verbesserte Bewaffung der Bodencrew wären hier Zwischenziel. Die vielen Stories zu verfolgen und in Dialogen und Streifzügen, Raumschlachten sowie Schiessereien am Boden weiter zu kommen, setzt eine Kombination von alledem voraus.

Das eigentlich Aufregende an Start Traders: Frontiers ist das lange vermisste Retro-Fieber, und die wirklich gelungene Wiedererweckung eines bereits tot geglaubten Spielegenres, der RP-Adventure-Scifi-Handelssimulation. Der Suchtfaktor ist dabei immens, weil sich in der prozedural generierten Galaxis immer neue Karrieren ausprobieren lassen.

Das Entwicklerstudio Trese Brothers hatte bereits in fünf Games für iOS, Android und PC bereits Erfahrungen mit Genremix gesammelt, STF wurde per Kickstarter finan­ziert und erlebt in der dritten Woche nach Veröffentlichung immer noch laufende Patches, die neue Grafik, Spielelemente und Bugfixes bringen, sowie Wünsche der Community umsetzen oder zumindest auf die To-Do-Liste der Entwickler setzen – so viel Kommunikation mit den Developern erlebt man als Gamer selten. Wertung: Fünf von fünf möglichen Neutronensternen. 14,99 auf steam

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