Mein erstes islamisches Freitagsgebet

Einmal in die soziale Sphäre gewechselt, wollen die Abenteuer nicht abreissen. Zum Ende der ersten Schulwoche, die ich als Schulbegleiter mitmachen durfte, waren Gottesdienste für die Kids dran. In vier Geschmacksrichtungen: Katholisch, pro­testantisch, ethisch und islamisch. Nicht im Angebot: Eine jüdische Feier, aber dafür gab es wahrscheinlich nicht mehr genügend Kinder, weil deren Vorfahren in meinem Land von den beschissenen Vorbildern der heutigen AfD nahezu ausgerottet worden sind. Zu Andachts- und Aufsichtszwecken war mein Platz heute in der Aula zum islamischen Freitags- und Schulanfangsgebet. Wie läuft sowas ab?

Die nette, mediterran wirkende Islamlehrerin schärft den Kindern ein, dass alle Religionen gleich gut sind und irgendwie denselben Gott adressieren, nur auf unterschiedliche Weise, dann wird ein wenig gesungen, dann kommt der bis dahin geduldig wartende Imam in die Mitte, trägt eine Koransure auf arabisch vor, wünscht den Kindern auf türkisch viel Glück und Erfolg im neuen Schuljahr, was die Islamlehrerin ins Deutsche übersetzt, dann gibts Süssigkeiten, etwas von Hadsch-Pilgern gespendetes Wasser aus Mekka (fragt mal zum Vergleich irgendwelche Katholiken, ob sie ihr im Vatikan ergattertes Weihwasser für fremde Schulkinder spenden würden) und einen Filzstift für jedes Kind, dann gehen alle nach Hause.

Wenn das die Islamisierung ist, von der man grade so viel hört, bin ich cool damit.

Blumenbild oben von pixel2013 cc0

6 Kommentare

  1. Sehe ich total wie du, Fritz!
    Ich habe mich eben gefragt wie viele Juden damals und heute in Deutschland leben und erinnerte mich an folgendes „Quiz“ von Thomas Fischer:

    Drei Fragen für Quizfreunde:

    (1) Wie viele Juden lebten 1933 in Deutschland: a) 50.000; b) 500.000; c) 5 Mio.; d) 12 Millionen?

    (2) Wie viele Juden leben heute in Deutschland? a) 9.000; b) 90.000; c) 900.000; d) 9 Millionen?

    (3) Bitte ordnen sie die in Deutschland lebenden Anhänger folgender Religionen nach ihrer der Anzahl: a) Hindus, b) Juden, c.) Buddhisten, d) Zeugen Jehovas!

    Juden 1933: 500.000.
    Juden 2017: 90.000.
    a) Buddhisten; b) Hindus; c) Zeugen Jehovas; d) Juden.

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  2. […] Mein erstes islamisches Freitagsgebet https://11k2.wordpress.com/2018/09/14/mein-erstes-islamisches-freitagsgebet/amp/ […]

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  3. Jeder der Gottesdienste für Kinder in der Schule befürwortet ist ein Zivilisations- und Fortschrittsverweigerer. Und zum Text, mediterran wirkend heisst ohne Kopftuch, oder wie soll ich mir das vorstellen?
    Oder was ist mediterran wirkend für Dich? Die ist klar, dass sie im mediterranen Umfeld (Italien, Sizilien, Griechenland) für Muslime normalerweise nur Verachtung übrig haben?

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  4. Ist echt witzig, genau die religiöse Anbiederung und Unterwerfung der einst fortschrittlich orientierten Menschen wird mich dazu verleiten, ohne Rücksicht auf alle anderen Themen die Partei zu wählen, die sich dem Wahnsinn entgegenstellt. Dass Du mit dem Kleinen da hin musst kann ich verstehen, dass Du dir das schön redest dass sie mit so nem Kram Zeit verschwenden verstehe ich nicht, dass Du offen mit einer Islamisierung des Schulsystems sympathisiert macht dich unwählbar.

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  5. Und zu der Frage mit dem Weihwasser und dem Spenden: Ich glaube, dass vernünftige Menschen und auch die Mehrheit der Katholiken es strikt ablehnen, altes mitgebrachtes Stinkwasser aus dem Mittleren Osten an Kinder zu verfüttern. Was soll das? Muss man sowas in der Schulzeit machen? Hat dein Kleiner was gelernt dabei?

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    • Moin Rüstiger Rentner,

      auch wenn Deine Formulierung nicht sehr sachlich daherkommt: bei dem „Weihwasser“ muß ich Dir klar zustimmen. Ich hab anno 1987 in der Osttürkei mal von dem Zeuch getrunken, aus Höflichkeit und Respekt. Mit der ganzen Familie. Das Zeuch wurde in einem Plastikkanister aus Mekka beigekarrt.

      Ergebnis: übelste Magen-Darm-Probleme, bei Allen. Meine Mam mußte sogar ins Krankenhaus. Ich hatte 2 Wochen lang die Sch…erei wie nie zuvor (und auch nie mehr danach). Strafe Allah’s? Weil wir alle nicht dran glauben?

      Gruß

      Thomas

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