Rechtzeitig zu Halloween: Kerzenzombies, handbemalt

Der Kalifornier Stexe fertigt schon seit einer Weile hübsche Monsterfiguren an und verkauft sie in seinem Etsy-Shop. Jetzt hat er diese ganz herzigen und hand­be­mal­ten Zombies zum Anzünden, die nach drei Stunden flammendem Zerfall nur eine Blutlache und ein paar verschmorte Gedärme übriglassen. Aus Wachs natürlich. „Rechtzeitig zu Halloween: Kerzenzombies, handbemalt“ weiterlesen

Elite Dangerous 2, mit Rabatt

Was, eine Fortsetzung zum Weltraum-Epos von Frontier Development? Nein, nur mein zweiter Besuch in dieser MMO-Galaxie. Ich war da letztes Jahr viel unterwegs. wechselte dann zurück auf Eve und Rebel Galaxy und No Man’s Sky und war nach zuviel Boardgaming-Ähnlichkeiten von zuletzt Star Traders Frontiers wieder an etwas mehr Action und 3D interessiert. Nur fühlte ich mich irgendwie ermüdet von den Resten meines früheren Lebens in der von Menschen bewohnten Sphäre, der Bubble, von den vielen besuchten Systemen und Stationen, meiner Flotte zwischen Viper, Cobra, Diamondbacks, Type 6 und Asp Explorer und den ganzen angesparten Millionen. Also klickte ich nach kurzem Überlegen auf „Profil löschen“ und startete von neuem in einer Sidewinder und mit lausigen 1000 Cr auf dem Konto. „Elite Dangerous 2, mit Rabatt“ weiterlesen

Rocknroll wird weiblich, oder zumindest gleich

Eine Studie im Auftrag des Gitarrenherstellers Fender in Britannien und den USA fand, dass 50 % der Gitarren inzwischen an Frauen verkauft werden. Das klingt zumindest nicht mehr nach Männerdomäne. Nachdem die Weltbevölkerung zu knapp mehr als 50 % weiblich ist, sollten auch entsprechend viele Politikerinnen, Unternehmerinnen, Astronautinnen und eben Gitarristinnen dabei sein. consequenceofsound, pic Brett Sayles ccO

Unsere Liebe Frau von der Popkultur

Die französische Objektkünstlerin Soasig Chamaillard verarbeitet den antiken und mittelalterlichen Popkulturmythos der Jungfrau Maria, mütterliche Mittlerin zwischen dem allmächtigen Partriarchen im Himmel und dem Fussvolk auf Erden (also uns). Eigentlich der sympathische, da heidnische Teil des Christentums. In den Marien­statuen Chamaillards begegnet uns die gesamte aktuelle Popkultur und beleuchtet so tatsächlich die bohrenden Fragestellungen: Wozu brauchen wir eine leid- und gnadenvolle Mittlerin zum Unerreichbaren? Können wir nicht selbst irgendwann erwachsen werden? Wieviel Opium braucht so ein Volk eigentlich? „Unsere Liebe Frau von der Popkultur“ weiterlesen

Rechtsextreme Propaganda im Auftrag der Milliardäre

Der österreichische Falter hat in leicht verständlicher Weise analysiert und be­schrieben, wie sich milliardenschwere Interessengruppe Medienhäuser kaufen oder neu bauen, um damit Propaganda für ultrarechte Politik zu produzieren. Die ge­wählten Hassvertreter revanchieren sich dann mit Abbau von Sozialstaat, Arbeit­nehmerrechten und Steuern (für Reiche), wie man heute schon in Ungarn, Öster­reich oder den USA sehen kann. Lest selbst: Falter.

Antisemitismus bekämpfen leicht gemacht

Nach dem bislang grössten antisemitischen Terror-Anschlag auf US-ameri­kani­schem Boden, mit 11 Toten (darunter drei bewaffnete Polizeibeamte) und zahl­reichen Verletzten, reagierte US-Präsident Trump souverän (nach Eigenansicht), indem er die Schuld am Ausmass der Bluttat durch den Trump-Wähler und Juden­hasser Robert Bowers der jüdischen Gemeinde zuschob: „Wenn sie eine bewaffnete Wache im Inneren [der Synagoge in Pittsburg] gehabt hätten, wäre der Angreifer vielleicht sofort gestoppt worden“. Ja, natürlich möchten die Totalitären, dass alle sich bewaffnen und auf einander schiessen. Aus einem Bürgerkrieg heraus lässt sich eine Diktatur am leichtesten installieren, das wissen natürlich auch Trump und seine Hintermänner. Und Juden werden von gewissenlosen Drecksäcken schon immer bevorzugt zum Opfer gemacht, auch hier nichts neues. Wir anderen, Nicht-Antisemiten und Nicht-Faschisten, haben übrigens diesmal ebenfalls die Ver­antwortung dafür, die Gewalt zu stoppen. boingboing, splinter, pic joseph cc by nc sa

Wenn Demokratie plötzlich Sinn macht

Wir kennen das: Alle vier Jahre Bundestagswahl, alle fünf (oder vier) Landtagswahl, alle sechs (je nachdem) Jahre Kommunalwahl. Und immer Plakate, und Parteien, und nichts ändert sich. Wenn Wahlen etwas verändern könnten, wären sie schon längst verboten, sagt der Volksmund, und nimmt dabei eine Perspektive ein, die noch aus der Kaiserzeit stammt: Die da oben, wir hier unten, und was kann man als Einzelner schon ausrichten. Also geht man erst gar nicht hin, dann hat man sich wenigstens nicht falsch entschieden (doch, hat man), oder man wählt irgendwas mit tollen Versprechungen, das fühlt sich wenigstens gut an, oder man verlagert sein schlechtes Gefühl auf andere: Die Franzosen, die Amis, die Russen, die Juden, die Moslems, die Ausländer sind schuld und man selber nicht. Easy. „Wenn Demokratie plötzlich Sinn macht“ weiterlesen

Halt, stehenbleiben, Robozei!

Das ist ein experimenteller Parkour-Robot von Boston Dynamics (gehört inzwischen dem japanischen Hitech-Konzern Softbank) aus dem Jahr 2018 (also jetzt). Spult mal bis 2020 oder 2025 vor, dann rennt die Robozei hinter jedem her, der beim Anblick des dann aktuellen Regimes schon mal die Stirn gerunzelt hat. Die heutigen Polizisten (von 2018) sind dann übrigens arbeitslos. Beides nicht lustig. boingboing

Katzenfoto der Woche

Kein Grund zu Meckern hier. Bei euch so? Mein nicht ganz so teuflischer Plan, nen völlig neuen Job anzufangen, mit anderem Tagesrhythmus, anderen Heraus­forderungen, um damit aus der posttraumatischen Laune rauszukommen, scheint aufzugehen. Irgendwo hier in der Altbauwohnung steht noch ein Riesenkarton mir Lebenszielen rum. Ich habs nicht eilig damit, eigentlich hab ich genug Zeit damit verbraucht, in diesem Karton Ordnung zu schaffen. Bringt aber nichts. Jeder neue Tag ist einzigartig und ich bin grade beinahe glücklich darüber. War auch schon länger nicht mehr. Der Rest kann mich mal. Und das schöne Katzenbild ist von edmondlafoto und cc0.

Wie man den Mindestlohn auf 12 Euro 98 anhebt

Hierzulande beträgt der gesetzliche Mindestlohn 8,84 Euro pro Stunde. Brutto. Da gehen noch Steuer, Krankenversicherung und Sozialbeiträge weg. So dass ein*e Mindestlohnarbeiter*in nur Centbeträge mehr rauskriegt als bei Hartz 4 plus Wohn­geld. In den USA (nicht in Deutschland) wird der Versandmegakonzern Amazon seinen Mitarbeiter*innen ab November 15 Dollar oder umgerechnet 12,98 Euro bezahlen. Wie kriegt man das hin? Streiks und Öffentlichkeit. Dass es in den USA Politiker wie Bernie Sanders gibt, schadet dabei nicht, aber gute Leute gibt es in Europa auch. Ach, da fällt mir ein: Am 14. Oktober, also in zwei Wochen, finden im dunklen Bayern Landtagswahlen statt, und die Linke steht in Umfragen bei 5 %. Wird knapp. Aber ok, dann wählen wir eben die, um der CSU (die hart gegen Mindestlohn und Frauenrechte gekämpft hat) so richtig eine mitzugeben. npr, pic vom Amazon-Regenwald David Riaño Cortés cc0