Schöne neue Taxi-Welt, ohne Jobs

Früher haben wir gerne Witze gemacht und Geisteswissenschaften als Taxi­fahrer­studium gedisst. Nicht mehr lange. Im Video oben sehen wir ein selbstfahrendes Waymo-Taxi, aus dem Google (bzw Alphabet) Konzern, in dem man fröhlich, unbe­schwert und billiger als bisher (weil kein Fahrer bezahlt werden muss) ans Ziel kommt. Und alle Einnahmen gehen an einen einzigen Konzern. Oder zwei, oder drei. Es gibt in Deutschland derzeit rund 60.000 Taxis, die in Schichten fahren und deswegen bis zu 300.000 Arbeitsplätze für Menschen mit überschaubar praxisnaher Berufsausbildung bereitstellen können. Diese Arbeitsplätze fallen dann weg, ebenso wie die zusätzlichen in der Taxizentrale am Telefon, und die in der Buchhaltung in mittelständischen Taxibetrieben. Also locker eine halbe Million, die in 10 Jahren auf ein Grundeinkommen angewiesen sein wird. Schöne neue Welt, was?

4 Kommentare

  1. Nun ja – ich befürchte, wir werden wohl eher erleben, daß sich Politik und Gesellschaft einreden werden, alle diese Betroffenen seien ja problemlos zu Altenpflegern oder IT – Spezialisten umzuschulen, wenn man ihnen nur den nötigen Druck machte …

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    • Und selber bezahlen können sie diese Umschulungen dann selbstverständlich auch noch.
      Wäre ja noch schöner wenn die Wirtschaft für Ausbildungskosten aufkommen soll!
      Für was sonst gibt es denn Dosen/Flaschenpfand?

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  2. Sehe das wie Tom.

    Das die Taxifahrer und viele andere Jobs wegfallen sollte nicht das Problem werden. Wird es natürlich schon für die ersten par Jahre, „bis das Fass überschwappt“.

    Aber worauf ich hinaus will, ist, dass die freie Zeit viele Menschen überfordern wird. Und dazu noch das geringere Einkommen.

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  3. In vielen Bereichen wird das der Fall werden das die Automatik übernimmt, aber garantiert nicht bei der Personenbeförderung.

    Das ist ja auch warum „UBER“ und andere Fahrdienstleister in Deutschland erfolgreich und relativ leicht verboten werden konnten.

    Das Personenbeförderungsgesetz setzt sehr strenge Auflagen in Hinblick auf den Transport von Personen und diese Anforderungen kann solch eine Software/Hardwarekombination niemals erfüllen.
    Z.B. was ist wenn ein Notfall eintritt: einsetzende Geburt, Herzinfarkt, ein Betrunkener verliert das Bewusstsein etc.
    Es muss immer ein Person vorhanden sein die z.B. Erste Hilfe leisten kann. Das ist oftmals entscheidend und entscheidet sehr oft über Leben und Tod, Gesundheit oder Invalidität.

    Jeder der beruflich Personen befördert muss eine erweitere Erste Hilfe Ausbildung durchlaufen (und immer wieder auffrischen) so das im Fall der Eventualität ein eingreifen möglich ist.

    Nochmals: Genau das war es was das Verbot von „UBER“ u.ä. Diensten so einfach machte.

    Spaghettimonster sei Dank das Deutschland mit das Strengste Personenbeförderungsgesetze hat.

    Und eine Mehrheit um diese Gesetze ändern zu können wird niemals zustande kommen alleine schon aufgrunddessen weil es innerhalb der Bevölkerung niemals eine breite Akzeptanz dafür geben wird.
    Da hängt einfach zuviel mit dran, aber eben nicht nur wirtschaftlich.

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