Die Mieten explodieren: Geldwäsche

Die US-Autorin Constance Edwards fasst sehr plausibel und plakativ zusammen, was wir alle schon länger fühlen: Dass die aktuelle, seit Jahren anhaltende Explosion von Mieten und Immobilienpreisen exakt einen Grund hat: Geldwäsche. Vor allem Geldwäsche aus illegalen Ölexporten, also Erdöl, das aus boykottierten Staaten wie Iran, Russland, Venezuela herausgeschmuggelt wird – ein Business, dass unfassbare Profite abwirft. Allerdings müssen diese illegalen Umsätze erst einmal in legales Geld umgewandelt werden, und dazu eignen sich Immobilienfonds am besten. Diese kaufen freiwerdende Wohnblocks und Apartmenthäuser en Gros auf, zu Mondpreisen, falls nötig.

Geld spielt keine Rolle, wenn viel zu viel davon da ist. Tatsächlich lässt sich derselbe Vorgang auch im alten, langweiligen Deutschland beobachten. Der heutige Ministerpräsident von Bayern, Markus Söder, war 2012 als damaliger Finanzminister des Bundeslandes verantwortlich für den Verkauf von 33.000 Wohnungen an die private Investorengruppe Patrizia zu einem Paketpreis von 882 Millionen Euro. Folge: Mietsteigerungen von 100 % und mehr. Die Gerüchte um russisches Oligarchengeld als Grundlage für den Deal reichten nicht für eine offizielle Untersuchung der Angelegenheit aus. Warum nicht? Wahrscheinlich weil die Öffentlichkeit mehr Angst vor der Islamisierung hat als vor Wohnungslosigkeit. Eine Angst, die sich übrigens mit extrem niedrigen Investitionen schüren lässt, da sie vor allem von Webseiten ohne klare Finanzierung und russische Trollfabriken befeuert wird. via boingboing, pic Au Vneiitals cc0

1 Kommentar

  1. Ein Punkt kommt noch dazu… Als Vermieter darf ich lt. Finanzamt nicht unter ca. 80% der „ortsüblichen Vergleichsmiete lt. Mietspiegel“ gehen. Sonst nimmt das FA an, dass ich nicht alle Mieteinnahmen angebe/versteuere.

    Der Mietspiegel wird über die Neuvermietungen der letzten 3-5 Jahre berechnet. Ergo steigen die (Vergleichs-)Mieten immer und – da günstige Altverträge nicht berücksichtigt werden – auch recht schnell.

    Im konkreten Fall könnte ich zwar kostendeckend mit einem kleinen Gewinn vermieten, läge dann aber bei 68% der ortsüblichen VM und bekomme Ärger mit dem FA. Bekloppte Welt.

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