Pornografische Gedanken am Arbeitsplatz

Alex Lilly hat auf ihrem aktuellen Album 2% Milk den Track “Pornographic Mind” dabei. Über sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz, die für Frauen ein Riesenproblem darstellt und für uns Männer in der Regel kaum wahrnehmbar bleibt. Weil wir ja grundsätzlich davon ausgehen, dass das alles so ok ist, was wir sagen und tun. Wobei ich ernsthaft hoffe, dass mir das auch gelingt. Manchmal hat man(n) ja eine Kollegin, die man(n) so heiss findet, dass der The Rock Test garantiert schief gehn würde. Ausser, man(n) schafft es wirklich, sich zu benehmen. Zu all dem hat Alex eine bittersüsse Synthiepopnummer geschrieben, die mir musikalisch zwar zu süss ist (zuwenig Distortion, Blut und Verzweiflung), deren Inhalt (mit Präsentation) ich aber feiern kann. Applaus! flood via mefi

2 Kommentare

  1. “ … und für uns Männer in der Regel kaum wahrnehmbar bleibt. Weil wir ja grundsätzlich davon ausgehen, dass das alles so ok ist, was wir sagen und tun. “

    Mir gefällt das nicht so wie es da steht.
    Allgemein hast du ja recht, die auf der Opferseite haben doch immer recht!
    Aber ich denke nicht, dass du ein Mensch bist, der durch (linksfeministische) Einflüsse zu noch mehr Selbstreflexion gelangen muss.
    Es gibt diese „alten weißen Männer“ die es bräuchten, die wird das aber so nie erreichen.
    Mir fällt dieses an die eigene Nase fassen schwer, weil ich dadurch einen Generalverdacht spüre. Es ist wie zu unrecht einer strafrechtlichen oder moralischen Tat verdächtigt zu werden. Das ist nicht angenehm seine Unschuld immer wieder neu beweisen und durchdenken zu müssen. Irgendwann schaut der Abgrund in einen, wenn man lange genug hinein schaut.

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    • Mh, missversteh mich bitte nicht. Ich versuche in meinem eigenen Leben meine Werte umzusetzen, wie Freiheit, Gerechtigkeit, Gleichheit, Gemeinschaft. Das hierzulande immer noch existierende Patriarchat bringt allerdings ein Ungleichgewicht und ich will dem entgegen wirken. Wie in anderen Formen der Diskriminierung (Antisemitismus, Antiislamismus usw) fühle ich mich nur dann schuldig, wenn ich selber etwas verursacht habe. Deswegen kann ich mich selbst und meine Geschlechtsgenossen trotzdem immer wieder ermahnen, das Richtige zu tun, uns korrekt zu verhalten, nicht in die Freiheit anderer (hier: Frauen) einzugreifen.

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