Eid Mubarak

Eid Mubarak heisst in der arabischen Sprache nichts anderes als „Frohes Fest“, aktuell zum Ende der Ramadan Fastenzeit, die bei Moslems mehr oder weniger genau eingehalten wird. Eigentlich mag ich keine Religionen. Gar keine. Und ich glaube, dass die Welt ohne Religionen besser dran wäre. Aber ich glaube auch, dass Menschen das unveräusserliche Recht haben, zu glauben, was immer sie wollen. Solange sie damit nicht zu sehr rumnerven. Warum dann Eid al-Fitr Mubarak von meiner Seite?

Weil das für mich heute ein Akt der Solidarität ist, mit derjenigen Gruppe, die in meinem Land am zweitschlimmsten von gewalttätiger Diskriminierung betroffen ist: Alle paar Wochen wird in meinem Land jemand ermordet, weil man sie oder ihn für muslimisch hält. Seit vielen Jahren, einer alten, finsteren, deutschen, xenophoben Tradition folgend. Die am allermeisten von Diskiminierung betroffene Gruppe sind übrigens Frauen, auf die jeden Tag ein Mordversuch durch ihren Partner oder Expartner verübt wird. Wobei nur knapp die Hälfte der Mordversuche zum Tod der Opfer führt, rund 150 Frauen. Eigentlich sollten gerade die Deutschen (zu welchen ich zähle) wissen, dass gewalttätige Diskriminierung gerne mal bis zum Genozid führt. Deswegen müssen wir für den Frieden einstehen. Deswegen: Eid Mubarak.

pic john1cse cc0

2 Kommentare

  1. „…dass die Welt ohne Religionen besser dran wäre…“

    Ich nenn mal ’ne Ausnahme: Religionen, bei denen die Götter existieren (Sonne, Mond, Wind, Regen, bestimmte Tiere und Pflanzen u.s.w. als nicht-allwissende Götter -> Naturreligionen), damit kann ich was anfangen. Das ist wenigstens keine Einbildung, die existieren nachweislich. Es ist eigentlich nur ’ne andere Benennung von Dingen, mit denen sich bei uns die Wissenschaft befaßt.

    Irgendwelche Götter, die keiner sehen kann, gehören aber abgeschafft. Weil verar***en kann ich mich selber, dazu brauch ich keinen Wirrglauben. Da reichen 4-5 Schobbe.

    Gruß

    Thomas

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  2. […] ganze religiöse Getue schnuppe ist. Andererseits fühle ich mich ermuntert, wie schon neulich zum Fastenbrechen am Ende des Ramadan, allen Moslems einen schönen Tag und weiterhin viel Vergnügen zu wünschen. […]

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