Deutschland, deine Nazis

Soweit sind wir schon. Wie weit? Ich nehme gerne an Diskussionen teil. Am liebsten mag ich solche, bei welchen man am Ende immer noch unterschiedlicher Meinung ist, aber die jeweils andere und den jeweils anderen respektiert und bestehen lässt. Da verläuft für mich die Kurve der Meinungsfreiheit am steilsten. Natürlich mag ich es auch, online und auf den bekannten sozialen Plattformen meine eigene Meinung auszudrücken. Ich finde, das soll man auch. Wenn ich allerdings Dinge sage wie „Der Islam gehört zu Deutschland, Nazis nicht“, passiert folgendes:

Etwa 10 bis 20 Leute fühlen sich vom Begriff Nazi angesprochen und versuchen, mich mit holprigen Anmerkungen über meinen angenommenen Geisteszustand oder durch sexuelle Expletive zu beleidigen. Oder sagen etwas ganz anderes, fakten­armes, was nur sehr entfernt mit dem Thema zu tun hat, und versuchen erst anschliessend, mich zu beleidigen. Ja, ok, es gibt eben Leute, die sich von der aktuellen Propagandawelle der autoritär orientierten Medien mitreissen lassen. Das sind aber, auf den Bundesdurchschnitt umgerechnet, sehr wenige. Was mich allerdings wundert, ist, dass die massive Mehrheit so tut, als würde sie das alles nichts angehen. Als wäre der freiheitlich demokratische Rechtsstaat (so heisst das Ding) ein Konsumobjekt, auf welches man einen durch die Verfassung garantierten Anspruch hat. Und sonst nichts tun muss. Nur ist das nicht so. Gerade in unserem Land, in dem wir wohnen, ist das schon mal ausprobiert worden, und es ging entsetzlich schief. Mit ungefähr soviel Toten wie Frankreich heute Einwohner hat. Und sehr vielen zerstörten Städten und Seelen. Das Problem sind nicht die paar Ich-Bin-Ja-Kein-Nazi-Aber-Schwätzer. Sondern die Ich-Hab-Doch-Genug-Andere-Probleme-Feiglinge. Aber dieselbe Situation haben wir auch beim nahen Klimazusammenbruch und vergleichbarem. Ja, ok. Ich geh dann mal online und schreib nette Bemerkungen über den Islam, oder über Afrikaner, die durch unsere Wirtschaftskriege zum Auswandern gezwungen werden, oder darüber, dass „die Mondlandung“ gar nicht gefälscht sein kann, weil es nämlich nicht eine war, sondern sechs (bemannte), und weil man den dort zurück gelassenen Müll (incl. Mondauto) auf unserem Erdtrabanten bis heute sehen kann. Das ist dann wenigstens unterhaltsam. Sweet Nazi Tears. Das schöne Kartoffelbild ist von Ilona und cc0

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