Was soll die Mobilitätswende? Weniger tote Radfahrerinnen, Fussgänger, weniger kranke Kinder.

Das Wort kennen wir noch: „Fahrradstadt 2020“. Eigentlich ist es kein Wort, sondern ein Witz. Oder die typische heisse Luft der CSU vor den letzten Wahlen. Auf den Augsburger Strassen sterben weiter Menschen. Wie in anderen Städten. Immer werden die Todesopfer und Verletzten durch Autofahrer verursacht. Manchmal können die Lenker der KFZ nicht wirklich was dafür. Manchmal ist die Verkehrssituation so unübersichtlich, dass ein schwerer Unfall vorprogrammiert ist. Was sollen wir tun?

In Helsinki sind im letzten Jahr keine Fussgänger mehr getötet worden. Ist das nicht toll? Wollen wir das nicht auch? Wie kriegen wir das hin? Die finnische Metropole (650.000 Einwohner) führte 2018 eine Höchstgeschwindigkeit innerorts von 30 km/h ein (ausser Schnell- und Haupstrassen). Bingo. Das kostet nichts und bringt viel. Es verringert übrigens auch die Abgase beträchtlich, die immer noch einen Hauptgrund für Lungen- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen stellen, gerade bei Kindern. Was machen wir noch? Sichere Radwege, selbst wenn die Autos dann weniger Platz haben, zum Fahren und zum Parken. Überhaupt müssen wir endlich die Abhängigkeit vom PKW verringern. Wenn du am Stadtrand oder in den Suburbs wohnst, kannst du ohne Auto fast nicht leben. Und hatte ich erwähnt, dass grosse PKW (SUVs) bis zu 25mal so viel Schadstoffe ausstossen wie gesetzlich zulässig? Wenn man unter Alltagsbedingungen nachmisst? Also muss ein viel dichteres Netz an öffentlichem Nahverkehr her. Und er muss für Benutzer kostenfrei sein (Die 40 Millionen € aus Fahrscheinverkäufen kriegen wir im Milliardenhaushalt der Stadt auch woanders unter). Wie in Tallinn und anderswo. Mehr Fussgängerverkehr steigert übrigens den Umsatz von Einzelhandel und Gastronomie, wie an mehreren Beispielen zu sehen war. Erst, wenn es einfacher und billiger ist, öffentliche Verkehrsmittel oder das Fahrrad zu nutzen, wird unsere Stadt sicherer und lebenswerter. Aber das muss der Stadtrat beschliessen.

Deswegen will ich dich deine Stimme am 15. März zur Kommunalwahl 2020. Eine für meine favourite Partei Die Linke, eine für den OB-Kandidaten meines Vertrauens Fred Hintermayr, 3 für mich als Stadtrat, Listenplatz 8 der Linken.

Hier habe ich erklärt, warum du Die Linke wählen möchtest, und hier, was wir gegen die Mietexplosion tun können (nämlich wählen). Das Pic ist von yorgunum und cc0

1 Kommentar

  1. Ich nutze gezwungenermaßen ein EBike seit Sommer 2019 und möchte auch gar nicht mehr anders auf die Arbeit fahren. Selbst bei Regen macht das gewissermaßen noch Spaß, wenn auch weniger. Bei warmen Temperaturen ist es natürlich angenehmer. Aber ich habe schon überlegt was ich mit dem vielen gesparten Geld mache und da scheint mir ein Porsche derzeit die beste Wahl. Fahre nur einmal im Monat einkaufen, auch sonst brauche ich nicht mehr viel herumgurken. Da kann mir Austoß und Verbrauch nahezug egal sein.

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