Freelancer 2020

Das legendäre Spacegame Freelancer war jahrelang verschwunden, aber man kann es wieder legal herunterladen, installieren und spielen. Eigentlich ist es seit Anfang 2017 frei, weil Microsoft kein kommerzielles Interesse mehr daran hatte und es aufgab. Angekündigt 1999 durch „Wing Commander“ Chris Roberts und sein Digital Anvil Entwicklerstudio, wurde es nach seiner Veröffentlichung im Jahr 2003 zum Kulthit, verkaufte aber keine grossen Stückzahlen. Die Grafik des Spiels ist eher typisch für die 90er und kann mit Konkurrenzprodukten aus unserem neuen Jahr­hundert nicht mithalten. Aber die leicht zugängliche Maussteuerung, das auffallend gute Sounddesign und die Doppelpackung als Solokampagne plus Multiplayer haben eine Fangemeinde geschaffen, die bis heute an Mods und Servern schraubt. Wer Spacegames mag, sollte sich das kostenlose Game holen, und zwar so:

Der Download der Vollversion Freelancer.iso wiegt unter einem halben GigaByte und liegt zum Beispiel auf myabandonware. Die iso-Datei wird im Rechte-Maustaste-Menü als Laufwerk behandelt und das Game ganz normal installiert, als ob eine CD vorhanden wäre. Zum Spielen muss allerdings zuerst die CD-Abfrage ausgeschaltet werden. Dazu enthält der Download ausser der freelancer.iso auch eine gepackte Datei „Crack.rar“, die nach dem Auspacken eine Freelancer.exe enthält. Diese wird über die bereits installierte Freelancer.exe drüberkopiert. Dann ist die CD-Abfrage weg und das Game spielbereit. Allerdings ist der offizielle Patch 1.1 dringend empfohlen, den gibts unter anderem auf moddb. Zusätzlich sind Berge von Mods zu haben.

Ab hier kann man die klischeebeladene, aber unterhaltsame Solokampagne (Steht die halbjapanische LSF-Pilotin Junko Zane auf den knurrigen Avatar des Spielers oder nicht?) durchspielen, oder statt dessen das Game als Sandbox benutzen, um alleine oder mit Freunden ein eigenes Mini-Weltraum-MMO mit maximal 128 Spielern zu haben. Dazu liegt im installierten Spieleordner die FLServer.exe bereit, Start durch Doppelklick oder eine eigene Verknüpfung auf dem Desktop. Allerdings funktioniert das Benutzen eines eigenen Servers nicht immer. Weil Freelancer eben schon so alt ist und kein ipv6, sondern nur das alte ipv4 kann. Wenn im Spiel nach dem Klick auf Multiplayer der Server eine Adresse mit Zahlen, Buchstaben und Doppelpunkten dazwischen zeigt, gibt der Server eine ipv6 Adresse an und man kann sich nicht einloggen. Also Server schliessen, neu starten und hoffen, dass er diesmal eine Adresse mit Zahlen und einfachen Punkten dazwischen, also ipv4 ausgibt. Die lässt sich aufrufen und das Game anschliessend ohne die Story und die dazu gehörigen Anfangs-Einschränkungen spielen.

Ja, es ist sogar möglich, die Sternsysteme als Händler zu bereisen. Dazu ist es aber sinnvoll, die verschiedenen Fraktionen freundlich oder neutral zu stimmen, indem man zu Anfang seiner Sandbox-Karriere ausschliesslich auf die von allen anderen ge­hassten Xenos schiesst und vor den anderen flieht, bis sich die Stimmung normalisiert hat. Die Dialoge mit NPCs in den Raumstationen und -häfen bleiben auch im Multi­playermodus, der Pilot (es gibt nur diesen Trent) mit seinen Erfolgen wird ebenfalls gespeichert. Ja, und man erkennt auch in diesem Star-Citizen-Vorläufer, dass Roberts zwar ein genialer Spieleentwickler, aber ein miserabler Spielefertigentwickler ist. Für eine Entspannungsrunde im virtuellen All, etwa wenn der Star-Citizen-Server mal down ist, passt der Space-Oldie Freelancer aber auf jeden Fall. Space Ho!

1 Kommentar

  1. Ich habe das Game früher geliebt.

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