Die Zorn Gottes im Siete Mesas Dschungel

Das Beste an dieser Expedition war natürlich, dass Klaus Kinski (Friede sei mit ihm) nicht dabei war. Als mir nämlich neulich zugetragen wurde, dass Eingeborene des Siete Mesas Dschungels südlich meiner verschlafenen Heimatstadt bis zum heutigen Tag Legenden vom Wrack der „Zorn Gottes“ erzählen, einem verwunschenen Fluss­dampfer, dessen Schicksal mit einem bis zur Besinnungslosigkeit betrunkenen Kapitän und einer Mannschaft am Rande des Wahnsinns verknüpft sei, beschloss ich, der Sache auf den Grund zu gehen.

Geleitet von den Angaben der ortskundigen Urwaldbewohner (von welchen mir keiner auf meiner Reise folgen wollte) fand ich Spuren des Unglücksschiffes an den Ufern namenloser Gewässer der Siete Mesas. Hier sind meine Fotografien, zum Beweis, dass diese Legende einen wahren Kern hat. Hinweise auf den Verbleib der unglücklichen Besatzung fanden sich nicht. Mögen ihre Seelen endlich Ruhe finden.

Hält man das Ohr ganz nahe an das Wrack, so meint man unter dem Rauschen der Wellen den Klang eines alten Akkordeons, das Klirren von Rumflaschen und die rauhen Kehlen der Seeleute zu hören.

Der tückische Treibsand rund um das verwunschene Wrack verhindert, dass selbst unerschrockene Forscher an Bord klettern können.

pics von mir cc by sa

1 Kommentar

  1. Liebe diesen Artikel, danke!

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