Mal unter uns: Was ist da los mit diesem Corona?

Was in Deutschland im Jahr 2020 am meisten diskutiert wird, ist die Covid-19-Krankheit mit ihren Auswirkungen. Durch die notwendigen Hygienemassnahmen wie Abstand halten und das Tragen von einfachen Mundnasenschutzmasken fühlen sich viele Menschen in unserem Land verunsichert und eingeschränkt. Wir alle sehnen uns zurück zu einem Leben, das mehr Gemeinschaft, mehr Lebensfreude und weniger Angst vor einem unsichtbaren Virus enthielt. Manche von uns lassen sich deswegen von Propaganda aus dunklen Quellen noch weiter verunsichern und richten ihren Ärger gegen die Überbringer der schlechten Nachrichten, die Ärzte, Wissenschaftler, Vertreter der Öffentlichkeit. Das ist einerseits verständlich, bewirkt andererseits aber das Gegenteil dessen, das wir alle wollen.

Wenn wir so tun, als ob die Gefahr nicht wirklich wäre, führt das zu noch mehr Ansteckungen, Kranken, Toten. Den Propagandisten ist es egal, wenn Menschen sterben, ihr Interesse ist es, die Gesellschaft zu spalten, unseren Zusammenhalt zu schwächen. Aber uns ist es nicht egal, wenn Freunde, Verwandte, Kollegen an dieser tückischen neuen Krankheit sterben und wir uns um unsere Familie und Bekannten Sorgen machen müssen. Wir haben genau einen Weg, um glimpflich aus dieser Situation rauszukommen: Wir helfen uns gegenseitig, wir lassen einander nicht im Stich. Wir bleiben tapfer und halten die Hygiene ein, bis genügend Impfstoffe lieferbar sind, so dass mehr als zwei Drittel der Bevölkerung geschützt sind – dann ist die Epidemie eingedämmt. Das kann schon im nächsten Jahr 2021 gelingen. Aber nur, wenn wir zusammenhalten und keine Panik aufkommen lassen. Dann allerdings ist das Leben nur teilweise wieder, „wie es früher war“.

Weil dann neue Probleme bedrohlich vor uns stehen, die wir bisher verdrängt haben. Jedenfalls die meisten von uns. Was wir uns nicht so richtig vorstellen wollen, ist die rasante Erwärmung der Erde, die schon in wenigen Jahrzehnten Teile der Welt unbewohnbar für Menschen machen wird; Wüsten breiten sich aus, Küstenländer werden überschwemmt, Hitzewellen vertreiben Menschen und Tiere in kühlere Teile unseres Planeten. Wir wollen nicht dafür verantwortlich sein, wenn unsere Enkel in einem klimabedingten Weltkrieg leben müssen. Also gilt es, heute zu handeln und alle Verbrennung von fossilen Brennstoffen, alle CO2-erzeugende Produktion sowie die klimaschädliche Überproduktion von Fleisch durch weniger gefährliches zu ersetzen. Die Technik dafür ist heute schon vorhanden, wir müssen nur gemeinsam beschliessen, sie einzusetzen.

Wenn wir die Idee einer gemeinsamen Lösung grosser Probleme ernst nehmen, dürfen wir auch nicht verdrängen, dass unsere Gesellschaft zunehmend gespaltet wird, in sehr arme und sehr reiche Leute. Der Mittelstand wird immer kleiner, der Alltag für alle ausser einigen Wenigen Jahr für Jahr ein klein wenig härter. Auch das können wir ändern, indem wir Regeln aufstellen, die Gerechtigkeit schaffen und niemanden im Stich lassen. Das alte Vorurteil, nur der solle essen, der auch arbeitet, ist schon lange vom Tisch. Unser Wohlstand wird nicht durch menschliche Leistung erreicht, sondern durch Maschinen, die alles menschliche Handeln vielfach multiplizieren und so erst unsere Zivilisation mit aller Bequemlichkeit ermöglichen. Dieser Fortschritt muss uns allen nützen, nicht nur einigen wenigen, und nicht auf Kosten unseres Planeten. Aber heute kümmern wir uns erstmal darum, die Nerven zu behalten, in den düsteren Zeiten von Covid-19, die hoffentlich bald vorbei sind. Also. Reden wir miteinander. Helfen wir uns gegenseitig. Was sagt ihr? pic von mir, cc by sa

2 Kommentare

  1. Ja, das stimme ich uneingeschränkt zu! Danke Fritz

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  2. Ich habe schon einen Freund durch Covid-19 verloren. Nicht durch eine Ansteckung, sondern durch Beeinflussung.
    Die Sozialen Folgen sind heftig für mich.

    Alles was du ansprichst sehe ich auch so. Der Text ist etwas unkritisch. Denn ich kritisiere, dass man noch immmer den Hammer braucht. Über einen Monat einen Zusand zu verhängen ärgert mich, selbst wenn ich es richtig finde. Aber ich folge der Berichterstattung nicht so genau. Es ist wie mit Trump damals. Als der Präsident wurde, war auch klar, dass es irgendwann vorbei sein wird.

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