Auf zur Corona-Demo

Ja, man kann schon mal die Nerven verlieren. Das kann passieren. Wir möchten das schöne Leben zurück. Das ist aber grade nicht im Angebot, wir müssen noch länger Geduld haben, eben bis genügend Leute geimpft sind, dann ist der Alptraum vorbei. Tatsächlich erscheinen uns viele Regelungen rund um die Pandemie bizarr:

Millionen verlieren ihre Existenz, Kinder wachsen in Isolation auf, man darf nicht mal einen Apfelkuchen alleine im Freien essen. Andererseits verstehen wir alle, dass wir alle Kontakte reduzieren müssen. Was wir nicht verstehen, ist, dass in unseren nationalen Fleischfabriken (Deutschland ist global drittgrösster Fleischexporteur) ein Corona-Ausbruch nach dem anderen passiert und ganze Landkreise in den verschärften Lockdown zwingt – und nichts dagegen getan wird. Auch nicht bei anderen, vergleichbaren Grossbetrieben. Und wenn doch einmal der zuständige Zoll eine Kontrolle durchführt, findet er illegale, nicht angemeldete und versicherte Leiharbeiter aus Osteuropa, die für wenige Euro pro Stunde im Akkord tote Tiere zerteilen. Folgen? Keine. Wir müssen uns der Realität stellen: Deutschland wird heute in gefährlich grossem Umfang von Lobbyinteressen regiert. Unsere Regierungsorgane wägen daher Konzerninteressen gegen das öffentliche Wohl ab, und die Allgemeinheit zieht dabei immer wieder das kürzere Hölzchen. Darüber müssen wir uns nicht wundern, schliesslich ist die stärkste Partei hierzulande die Union CDU/CSU, die eine solche Lobbypolitik aktiv vorantreibt (und dabei einen Korruptionsskandal nach dem anderen produziert). Wenn man sich kurz Zeit nimmt und Abstimmungsergebnisse der Parlamente nachliest, sieht man ausserdem, dass die angebliche Alternative AfD in der klaren Mehrzahl der Fälle für diese Lobbypolitk stimmt, und sich ansonsten daneben benimmt, um authentisch zu wirken. Das eigentlich bizarre ist, dass die Menschen in unserem Land (und in allen anderen Ländern) unter der zunehmenden Ausbeutung (die Einkommensschere geht jedes Jahr weiter auf) und der fehlenden Solidaität leiden, dann aber gegen Hygienemassnahmen protestieren, was ganz im Sinn der Profiteure ist. Denen ist es egal, ob wir am Arbeitsplatz sterben. Uns nicht. pic zdf

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