CSU, die Grossmutter des Rechtspopulismus

Ja, die Kombination aus Corona, Lieferkettenversagen, russischem Überfall auf die Ukraine und ungebremstem Turbokapitalismus kippt gerade Millionen Bundes-bürger:innen in die Armut. Obdachlosigkeit, nicht mehr dreimal täglich was Vernünftiges essen können, keine kulturelle Teilhabe ausser „Gratisdownloads“ über öffentliches Wlan. Und was schlägt Stefan Müller, Parlamentarischer Geschäftsführer der CSU im Bundestag, als Lösung vor? Die Rundfunkgebühr für drei Monate aussetzen, und dafür einen Teil des Programms streichen. Welchen, dass solle „Die Politik“ entscheiden. Womit Herr Müller zeigt, dass er nicht nur dreckigen, demokratiefernen Populismus mag (Abschaffen des ÖRR ist eine zentrale Forderung unserer Rechtsaussenparteien), sondern auch gar keine Ahnung hat, wer über das Programm der öffentlich-rechtlichen entscheidet. Nicht „Die Politik“, Herr Müller. Wir sind hier nicht in Russland, Herr Müller. Und wo ist der deutsche Journalistenverband DJV, wenn man ihn braucht? On spot. Der DJV-Bundesvorsitzende Frank Überall antwortet hier treffend: „Genauso gut kann man auch drei Monate Gratiseinkauf im Supermarkt fordern.“ Oder die Einführung eines garantierten Grundeinkommens von 1200 Euro pro Person und Monat. Das würde auch gehen. FAZ, pic blende12 cc0

Kommentar schreiben

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..