Ghostery gehört jetzt Burda

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Der Werbungs- und Tracking-Blocker Ghostery (hab ich auch schon verwendet) gehört seit heute zum Browser-Startup Cliqz, und dieses wiederum gehört dem Burda-Verlag, der auch solche Perlen des deutschen Journalismus wie den Focus herausgibt (die offizielle Parteizeitung der AfD). Damit bekommt also eines der grossen deutschen Hindernisse für die Netzneutralität und Offenheit des Internet alle deine Webseitenaufrufe nach Hause geschickt. Weiterlesen

Facebook, schuld an Fake News?

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Im Prinzip ja. Ich hab das für euch mal auseinandergesetzt. Hier ist mein Artikel dazu (mit Lösungsweg) auf der telepolis.

So macht man Video-Fake-News

Fakenews, gefälschte künstliche Aufreger, gehen können demnächst auch per Video zu uns kommen. Dieser Beitrag dient nur der Erinnerung, die Forschungspapiere für Video- und Audio-Simulation sind bereits Ende 2016 veröffentlicht worden. Eine gemeinsame Forschungsgruppe der Stanford U und der Uni Erlangen-Nürnberg stellte im November ein Video auf Youtube (siehe oben), das anschaulich zeigt, wie man aus einem Bild eines bekannten Politikers oder Schauspielers mit Hilfe eines gewöhnlichen Notebooks, einer Webcam und der Face2FAce-Software in Echtzeit ein 4K-Video herstellen kann, das die Grimassen oder Gesichtsausdrücke des Hackers auf die Zielperson überträgt. Parallel dazu präsentierte Adobe den neue „Photoshop für Stimmen“, VoCo (siehe Video unten). Weiterlesen

Der Chrome Browser gehört jetzt der Unterhaltungsindustrie

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Seit dem letzten Update für Chrome und Chromium (ja, auch die „freie“ Version ist betroffen) ist das eingebaute DRM („Kopierschutz) Widevine nicht mehr abschaltbar. Das bedeutet, dass der Chrome Browser zu einem Internet-TV-Gerät geworden ist, bei welchem die Anbieter bestimmen, was du sehen darfst und was nicht. Zusätzlich stellt das fest integrierte DRM ein juristisches Problem für Security Fachleute dar: Diese können nun nicht mehr uneingeschränkt über Probleme des Browsers be­rich­ten, ohne deswegen in Gefahr zu kommen. Glücklicherweise gibt es Alternativen wie den von einem unabhängigen Team produzierten und weiterentwickelten Firefox. Disclaimer: Auch dieses Blog wird unter Verwendung von Firefox recherchiert und publiziert. slashdot, boingboing

Das Ende der Kinderarbeit (und der Globalisierung)

Aber noch nicht dieses Jahr. Sewbo ist ein Startup aus dem US-Silicon-Belt an der Westküste, das Roboter entwickelt (bzw die passende Software für kommerziell erhältliche Industrieroboter, der hier verwendete Typ kostet derzeit um 30.000 Euro), die nach der Auto-Industrie auch die Textil-Industrie automatisieren sollen. Bisher führt da kein Weg hin, weil Stoffe eben nicht steif und starr sind wie Stahl und Plastik, sondern weich und knittrig, und eine Menge an Echtzeit-Prozessorleistung benötigen, und dazu ziemlich viele geschickte Finger. Der Trick, den Jonathan Zornow und seine Mit-Programmierer bei Sewbo ausgedacht haben, ist simpel: Weiterlesen

Hübscheste Tastatur seit langem: Lofree

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Warum sieht die gerade angekündigte Lofree-Tastatur so kuschlig aus? Weil sie runde Tasten hat, wie eine antike Schreibmaschine. Die späteren, mittelalterlichen Schreibmaschinen hatten nämlich bereits eckige Tasten, im vergeblichen Versuch, irgendwie moderner zu wirken. Das Tastenlayout ist von Apple abgekuckt, das legofarbene, hintergrundbeleuchtete Keyboard hat also leider keinen Nummern­block. Und wird für alle möglichen Betriebssysteme angekündigt, nur nicht für Linux. Also ist es nix für mich. Eher so fürs iPhone Office. Preise und Liefertermin stehen noch nicht fest, dass sollte sich aber im Lauf der nächsten Wochen und Monate klären. Bis dahin ist das Teilchen aber trotzdem hübsch. Weiterlesen

Linux macht glücklich

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Gestern hab ich, nebenzu, während noch andere, wichtige Dinge zu erledigen waren, meinen mittlerweile ordentlich vergreisten Hell-Laptop (das D im Firmen­namen hatte ich gleich zu Anfang in ein H umgeklebt) von Ubuntu 12.04, das ich im Frühjahr 13 parallel zum vorhandenen Windows 7 installiert hatte, erst auf 14.04 und dann auf 16.04 (geht nur in zwei Schritten) upgegradet. Also ein Betriebssystem von 2012 durch eines von 2014 und dann eines von 2016 ersetzt, und dabei nur gelegent­lich auf „[x] Ja, überschreib die alte Version dieser Datei durch die neue“ geklickt. Ohne irgendwas zu löschen oder zu formatieren, so dass alle Dateien und Passwörter etc erhalten bleiben. Ergebnis: Das Gerät läuft störungsfrei und im Ganzen besser als vorher. Mach das mal mit Windows, etwa von Vista auf 8.1 und dann auf 10, und du siehst wahrscheinlich einen brennenden Computer vor dir. Oder die Polizei steht vor der Tür, weil irgendwo was in die Luft geflogen ist und deine IP-Adresse zufällig auf dem Boden lag. Zumindest dauert es mehrere Tage, benötigt mehr als einhundert Neustarts mit angestrengtem Nachinstallieren von Treibern sowie Herumstochern in der Registry, und bestätigt dich in der Überzeugung, dass Computer ohne Alkohol nicht zu ertragen seien. Was aber eben nur für Windows gilt. Und nach fast vier Jahren Dual-Boot-Daseins mit Ubuntu Linux zum Arbeiten und Kommunizieren, und Windows nur für Spiele, verstehe ich so irgendwie gar nicht mehr, wieso nicht alle, die ihren Computer für Internet und gelegentliche Text- und Bildbearbeitung nutzen (also das typische Consumer-Profil), lieber Linux (wie eben das besonders benutzerfreundliche Ubuntu) benutzen. Keine Viren, kein Ärger mit Treibern und Geräten, alles geht von selber. Könnt ihr ja ausprobieren…