Wie das Internet der Dinge zur elektronischen Pest-Epidemie wird

Dass immer mehr Geräte auf mehr oder minder heimliche Weise untereinander vernetzt sind, bekommen wir im Alltag kaum noch mit. Schon gar nicht, wenn sie gar nicht aussehen wie Computer, und wenn sie auch kein WLAN oder Bluetooth benutzen. Israelische und kanadische Computerwissenschaftler haben daher in eigenen Versuchen nachgewiesen, wie gefährlich das unkontrollierte, unsichere Internet Of Things wirklich ist, und die Ergebnisse unter dem Titel „IoT Goes Nuclear: Creating a ZigBee Chain Reaction“ veröffentlicht. Weiterlesen

Nie wieder Unkraut jäten: Tertill

Joe Jones hat vor 15 Jahren den Roomba erfunden, einen autonomen Staubsauger für Leute ohne Türschwellen, Haustiere und Sachen, die auf dem Boden liegen. Seither muss niemand mehr in seiner Wohnung Staub saugen. Ausser man ver­wendet lieber einen weit billigeren, effektiveren, konventionellen Staubsauger, und räumt gleichzeitig ein wenig auf. Was ebenfalls nicht schadet. Jetzt hat er einen ähnlichen Haushaltsrobot für den Garten erfunden (Rasenmäherrobots gibt es schon): Tertill. Weiterlesen

Planet der Zahlen

Present&Correct verkauft diese vier Taschenrechner aus den Siebziger Jahren und mit Batterien für je 30 Brexit-Pfund. Da ich meine (aus den Siebzigern) noch habe, lasse ich euch gerne den Vortritt. Weiterlesen

Mit Gayporn gegen den Islamischen Staat

Eine anynome Hackergruppe um den (anonymen) Account „WauchalaGhost“ hat sich in den letzten 18 Monaten darum gekümmert, bisher über 200 Twitteraccounts des Daesh zu knacken, die martialischen Profilbilder durch knutschende, nackte Jungs zu ersetzen und unter den gekaperten Accounts Links zu weiteren Gayporn-Seiten zu posten. Die Folge: Weiterlesen

Hacker wollen deinen Kühlschrank zerstören: BrickerBot

Das „Internet Of Things“ (IoT) ist eine der aktuellen grossen Verkaufsmaschen: Alles muss vernetzt und via Internet erreichbar sein. Dein Thermostat, Kühlschrank, Fernseher, deine Alarmanlage mit Videokamera, jederzeit vom Smartphone aus steuerbar. Das nennt man dann „smart“, ist es aber nicht, weil die Sicherheit dieser Internet-Dinge noch miserabler ist als die eines PCs mit Windows XP darauf. Nicht nur kann jeder Anfänger und Aushilfsagent auf solche Geräte zugreifen, auch einfache Skripte treiben die Dinge-im-Internet zu Herden zusammen und führen damit bislang ungekannt riesige Distributed-Denial-Of-Service-Angriffe aus. Weiterlesen

Warum man im Weltraum besser keine Floppy Disks verwendet

Weder dort noch sonstwo. Auch wenn mein geliebter, für immer in meinem Alte-Medien-Mausoleum ruhender allererster Computer Atari 1040 ST nur eine 360 Kilobyte Floppy als Massenspeicher hatte (Festplatten waren erst später), bin ich froh, dass es das alles nicht mehr wirklich gibt. Floppys, Zipdisks, CDs, DVDs. Selbst USB-Sticks liegen einem kleinen Digitalgoldfischglas auf meinem Schreibtisch und blubbern selbstgenügsam vor sich hin. Nur die Compact Cassette vermisse ich ein wenig. Selbst in der kruden Version einer Datasette, wie für den Alesis Drumcomputer, mit dem ich um 90 rum auf Tour war. Ansonsten: Tschüs, physische Speichermedien. War schön mit euch. gif87a via boingboing

Die Robokalypse und die Entschuldigung dafür, im Voraus

Der Objektkünstler Filipe Vilas-Boas lässt einen Industrieroboter Papierbögen mit „Ich darf keine Menschen verletzen“ vollschreiben, als Strafe für zukünftige Verstösse gegen die Asimov’schen Robotergesetze. Die unweigerlich eintreten werden, wenn – wie angekündigt – autonom fahrende Autos lieber Kinder überrollen als ihre Passagiere zu verletzen, Drohnen selbsttätig Leute ermorden oder auch nur weniger Ausgebildete in der Ersten Welt verhungern werden, weil Roboter alle Jobs über­nehmen. Danke an Filipe für diese Deutlichkeit.

Das TeraByte in Keksgrösse

Mehr Platz benötigt ein mobiles, stabil verpacktes TeraByte heute nicht. Das WD MyPassport SSD (auf dem Bild links neben der Brille) ist 4,5 mal 9 cm gross, enthält (klar, als SSD) keine beweglichen Teile und übersteht Stürze aus zwei Metern Höhe. Um die 400 Euro. Natürlich ist dieselbe Kapazität als herkommliche 2,5inch Harddisk für 80 zu haben. Aber eben nicht so klein.

Drahtlose Musik, nur mit Überlegung

Ansonsten finde ich wireless Speaker nämlich eher eigenartig: Entweder du hast eine handtaschen-kompatible Bluetooth-Quäke mit Batterie, oder deine wireless Home-Stereo-Speaker haben zumindest ein Stromkabel, weil kleine Batterien ab einer gewissen Grösse und Lautstärke keinen Sinn mehr machen. Die irgendwie ikea-lautigen Speaker von Urbanears (Baggen und Stammen) sehen zumindest wohnlich aus, mit ihrem Rundum-Sofabezug. Und haben das erwähnte Stromkabel für die Versorgung des eingebauten Amps. Wirklich Sinn ergeben solche Teile aber erst, wenn sie mobil angesteuert werden: Weiterlesen

Flippy, die leckere Robokalypse

Zuerst waren Robots (oder vorprogrammierte Montagearme) das Ende der Fliess­bandarbeit. Dann sorgten Robots (oder Bürocomputer) dafür, dass eine Sach­bearbeiterin den Job von 100 erledigen konnte. Und Robots (oder künstliche Intelligenz) machten Broker und Trader arbeitslos, weil sie effektiver an der Börse spekulieren können. Hier zeigt Miso Robotics den Burgerbratbot Flippy, der alle Fleisch- und Veggiebratlinge perfekt umdreht und an die Brötchenstation abliefert. Und damit drei Mindestlöhner ersetzt, zu deutlich geringeren Kosten. Weiterlesen

Blockchain für Containerschiffe

Informations-Leviathan IBM und Fracht-Gigant Maersk bauen gerade zusammen ein Verwaltungssystem für Frachtcontainer. Auf der Basis von Blockchain und Hyper­ledger Fabric der Linux Foundation, also ziemlich verschlüsselt und ziemlich sicher. Nachdem viele Millionen Container über den Globus unterwegs sind und eine Frachtreise bis zu 200 Kommunikationsvorgänge bei 30 Einrichtungen erfordern kann, würde das für 2017 angekündigte System den internationalen Handel auf jeden Fall sicherer, schneller, billiger machen. Und Millionen Arbeitsplätze in der gesamten Logistikbranche vernichten. via gcaptain, pic maersk

Facebook Advertising: Money for Nothing

Der britische Werbeindustrie-Insider Mark Duffy stellte gerade die Fakten zur Werbe­plattform Facebook zusammen. Selbst wenn man die allgemeine Schwäche der Werbewirtschaft abzieht, nämlich Verkaufsumsätze nur zu versprechen, und nicht garantieren zu können, sei Facebook hier ein besonders unzuverlässiger Partner. Nicht nur blieben die genauen Nutzerzahlen der Werbeeinblendungen auf dem Social Network Geschäftsgeheimnis des Zuckerberg-Konzerns – auch die wenigen messbaren Zahlen erwiesen sich bei Nachprüfung durch Dritte (wie zB Nielsen Ratings) als nicht haltbar. Weiterlesen

EU findet weiter Datenschutzprobleme bei Windows 10

Die Artikel-29-Datenschutzgruppe der Europäischen Union, zusammengesetzt aus Vertretern der 28 nationalen Datenschutzbehörden, ermittelt weiter gegen Microsoft Windows 10, wegen offenbarer Verstösse gegen europäisches Datenschutzrecht. Selbst nach Überarbeitung durch Microsoft sei nicht klar, so die EU-Beauftragten, welche Informationen der Windows-Nutzer ohne deren Wissen zu Microsoft über­mittelt würden und wie die Daten dort behandelt werden. Bei einer Nutzung des Betriebssystems ohne Einschränkungen gelangen alle Passwörter, Texte, Webseiten­besuche an den Konzern. Eine Stellungnahme seitens Microsoft liegt nicht vor. Die rechtliche Situation könnte sich hier also zuspitzen. reuters via schneier

Überleben auf zwei Rädern: Lumos LED-Fahrradhelm

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Als Radfahrer hat man eine erhöhte Chance, im Verkehr ums Leben zu kommen. Vor allem nachts, und immer dann, wenn man nicht aussieht wie ein Auto. Bessere Chancen auf das Erreichen (und Geniessen) des Rentenalters verspricht Lumos, ein ’smarter‘ Fahrradhelm mit über 60 integrierten LEDs und einiger Elektronik. Ein Blinkerschalter am Fahrradlenker (pic und Video unten) lässt deutliche gelbe Pfeile am Kopf blinken, und der eingebaute, automatische Beschleunigungs- und Verzögerungssensor macht die Helmrückseite zum roten Bremslicht, sobald man die Geschwindigkeit aktiv verringert. Weiterlesen

Ghostery gehört jetzt Burda

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Der Werbungs- und Tracking-Blocker Ghostery (hab ich auch schon verwendet) gehört seit heute zum Browser-Startup Cliqz, und dieses wiederum gehört dem Burda-Verlag, der auch solche Perlen des deutschen Journalismus wie den Focus herausgibt (die offizielle Parteizeitung der AfD). Damit bekommt also eines der grossen deutschen Hindernisse für die Netzneutralität und Offenheit des Internet alle deine Webseitenaufrufe nach Hause geschickt. Weiterlesen

Facebook, schuld an Fake News?

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Im Prinzip ja. Ich hab das für euch mal auseinandergesetzt. Hier ist mein Artikel dazu (mit Lösungsweg) auf der telepolis.

So macht man Video-Fake-News

Fakenews, gefälschte künstliche Aufreger, gehen können demnächst auch per Video zu uns kommen. Dieser Beitrag dient nur der Erinnerung, die Forschungspapiere für Video- und Audio-Simulation sind bereits Ende 2016 veröffentlicht worden. Eine gemeinsame Forschungsgruppe der Stanford U und der Uni Erlangen-Nürnberg stellte im November ein Video auf Youtube (siehe oben), das anschaulich zeigt, wie man aus einem Bild eines bekannten Politikers oder Schauspielers mit Hilfe eines gewöhnlichen Notebooks, einer Webcam und der Face2FAce-Software in Echtzeit ein 4K-Video herstellen kann, das die Grimassen oder Gesichtsausdrücke des Hackers auf die Zielperson überträgt. Parallel dazu präsentierte Adobe den neue „Photoshop für Stimmen“, VoCo (siehe Video unten). Weiterlesen

Der Chrome Browser gehört jetzt der Unterhaltungsindustrie

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Seit dem letzten Update für Chrome und Chromium (ja, auch die „freie“ Version ist betroffen) ist das eingebaute DRM („Kopierschutz) Widevine nicht mehr abschaltbar. Das bedeutet, dass der Chrome Browser zu einem Internet-TV-Gerät geworden ist, bei welchem die Anbieter bestimmen, was du sehen darfst und was nicht. Zusätzlich stellt das fest integrierte DRM ein juristisches Problem für Security Fachleute dar: Diese können nun nicht mehr uneingeschränkt über Probleme des Browsers be­rich­ten, ohne deswegen in Gefahr zu kommen. Glücklicherweise gibt es Alternativen wie den von einem unabhängigen Team produzierten und weiterentwickelten Firefox. Disclaimer: Auch dieses Blog wird unter Verwendung von Firefox recherchiert und publiziert. slashdot, boingboing

Das Ende der Kinderarbeit (und der Globalisierung)

Aber noch nicht dieses Jahr. Sewbo ist ein Startup aus dem US-Silicon-Belt an der Westküste, das Roboter entwickelt (bzw die passende Software für kommerziell erhältliche Industrieroboter, der hier verwendete Typ kostet derzeit um 30.000 Euro), die nach der Auto-Industrie auch die Textil-Industrie automatisieren sollen. Bisher führt da kein Weg hin, weil Stoffe eben nicht steif und starr sind wie Stahl und Plastik, sondern weich und knittrig, und eine Menge an Echtzeit-Prozessorleistung benötigen, und dazu ziemlich viele geschickte Finger. Der Trick, den Jonathan Zornow und seine Mit-Programmierer bei Sewbo ausgedacht haben, ist simpel: Weiterlesen

Hübscheste Tastatur seit langem: Lofree

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Warum sieht die gerade angekündigte Lofree-Tastatur so kuschlig aus? Weil sie runde Tasten hat, wie eine antike Schreibmaschine. Die späteren, mittelalterlichen Schreibmaschinen hatten nämlich bereits eckige Tasten, im vergeblichen Versuch, irgendwie moderner zu wirken. Das Tastenlayout ist von Apple abgekuckt, das legofarbene, hintergrundbeleuchtete Keyboard hat also leider keinen Nummern­block. Und wird für alle möglichen Betriebssysteme angekündigt, nur nicht für Linux. Also ist es nix für mich. Eher so fürs iPhone Office. Preise und Liefertermin stehen noch nicht fest, dass sollte sich aber im Lauf der nächsten Wochen und Monate klären. Bis dahin ist das Teilchen aber trotzdem hübsch. Weiterlesen

Linux macht glücklich

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Gestern hab ich, nebenzu, während noch andere, wichtige Dinge zu erledigen waren, meinen mittlerweile ordentlich vergreisten Hell-Laptop (das D im Firmen­namen hatte ich gleich zu Anfang in ein H umgeklebt) von Ubuntu 12.04, das ich im Frühjahr 13 parallel zum vorhandenen Windows 7 installiert hatte, erst auf 14.04 und dann auf 16.04 (geht nur in zwei Schritten) upgegradet. Also ein Betriebssystem von 2012 durch eines von 2014 und dann eines von 2016 ersetzt, und dabei nur gelegent­lich auf „[x] Ja, überschreib die alte Version dieser Datei durch die neue“ geklickt. Ohne irgendwas zu löschen oder zu formatieren, so dass alle Dateien und Passwörter etc erhalten bleiben. Ergebnis: Das Gerät läuft störungsfrei und im Ganzen besser als vorher. Mach das mal mit Windows, etwa von Vista auf 8.1 und dann auf 10, und du siehst wahrscheinlich einen brennenden Computer vor dir. Oder die Polizei steht vor der Tür, weil irgendwo was in die Luft geflogen ist und deine IP-Adresse zufällig auf dem Boden lag. Zumindest dauert es mehrere Tage, benötigt mehr als einhundert Neustarts mit angestrengtem Nachinstallieren von Treibern sowie Herumstochern in der Registry, und bestätigt dich in der Überzeugung, dass Computer ohne Alkohol nicht zu ertragen seien. Was aber eben nur für Windows gilt. Und nach fast vier Jahren Dual-Boot-Daseins mit Ubuntu Linux zum Arbeiten und Kommunizieren, und Windows nur für Spiele, verstehe ich so irgendwie gar nicht mehr, wieso nicht alle, die ihren Computer für Internet und gelegentliche Text- und Bildbearbeitung nutzen (also das typische Consumer-Profil), lieber Linux (wie eben das besonders benutzerfreundliche Ubuntu) benutzen. Keine Viren, kein Ärger mit Treibern und Geräten, alles geht von selber. Könnt ihr ja ausprobieren…

Apple und der Penis: Lost in translation

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Ein bischen Schadenfreude kommt immer gut: Das neue iPhone 7 wird natürlich auch in China angeboten. Die Chinesen im südlichen Teil des Industriegürtels, um Hongkong und Guangzhou (Kanton), sprechen den kantonesischen Dialekt. Das Wort für „7“ ist „tsat“, das in der Umgangssprache dieser Region (die mehr Einwohner hat als Deutschland) auch „Penis“ bedeutet. Oder „blöd“, wie in „uncool“. Deswegen lesen dort alle die Apple-Werbekampagne „this is 7“ als „Das ist Penis“ oder „Das ist uncool“. Da hatten die globalen Werbestrategen des führenden Elektrokonzerns wohl grade einen kurzfristigen Koks-Engpass, oder? sfist

Dating als Dienstleistung

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Machen wir uns nichts vor: Tinder und die ganze Dating-App-Fauna sind nichts für uns maximal durchschnittliche, sozial unterentwickelte, kontaktunschlüssige Freizeitnerds. Kostet ne Menge Zeit und Energie, man muss Entscheidungen treffen und vorher noch ein akzeptables Foto von sich und ein lustiges Profil dazu hinkriegen. Zum Glück gibt es Services zu diesen Apps, die alle diese Probleme lösen. Tolles Profil, scharfes Foto, 100% passende Parter(innen). Weiterlesen

Sicherheitslücke in Xiaomi-Smartphones

xiaomiphones

Der niederländische Informatiker Thijs Broenink hat in seinem Xiaomi Mi4 ein werksseitig installiertes Android-App entdeckt, das einmal täglich ungefragt Informationen zum Hersteller schickt, andere Versionen von Apps aufs Handy lädt, und überhaupt Root-Zugriff hat. In anderen Worten: Mit dem Telefon machen kann, was es will. Hier gibt es also ein Sicherheitsproblem mit der Android-Version, die von Xiaomi verwendet wird; das Problem betrifft alle Modelle des Herstellers. Um sich davor zu schützen, müsste man zumindest den Zugriff auf alle Xiaomi-nahen Domains sperren, oder das Betriebssystem in einer unverfälschten Version installieren. Auch wenn die Sicherheitslücke aktuell für diese Marke nachgewiesen wurde, muss man den Verdacht auf ähnliche Securityprobleme bei anderen Smartphones erst noch ausräumen. pic xiaomi

Schöner rechnen, so alle 5 Jahre

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Der Zustand war schon länger kein haltbarer mehr: Die Front-USB-Ports liessen kein Signal mehr durch (nur noch Strom), so dass ich zum Anschliessen und Auslesen von Gadgets das rückseitige Panel inmitten der tückischen Staubwanderdünen aufsuchen musste (a.k.a. Dangerseeker). Der gerade so eben zweikernige Athlon 245 Stromsparchip (nahezu leistungsfrei) hatte mittlerweile Mühe beim Webseiten­scrollen und der dazu gehörige, nach heutigen Massstäben mikroskopische 19Zoll-Monitor mit traditionsorientiertem 4:3-Seitenverhältnis strahlte vor allem schlechte Laune aus. Letzte Woche Beschlussfassung, tags drauf Bestellung bei einem vertrauenswürdigen Computerteileversender, heute morgen klingelt der Postbote. Weiterlesen

Das meistverkaufte Produkt der Welt

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Seit Januar 2007 hat Apple eine Milliarde iPhones abgesetzt. Das Teil ist damit das meistvertickte Produkt der Welt (Produkt wie in „Ware mit Markennamen“). Von allen Harry-Potter-Folgen wurden insgesamt 450 Millionen, von allen Generationen der Playstation 382, vom Rubiks Cube 350 Millionen unter die Leute gebracht, der Käfer ging 21,5 Mio. mal weg. Das iPhone ist damit der grösste Erfolg der industriellen Zivilisation aus massengefertigten Konsumgütern und gleichzeitig ihr Ende, weil es in die nächste Ära gehört: Es ist keine Kraft- sondern eine Informationsmaschine. asymco, pic Matthew Yohe cc by sa

Facebook sieht dir beim Einkaufen zu

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Demnächst. Mit dem neuen Local Awareness Ad Feature erfährt der Daten­handels­konzern, in welchem Shop du dich grade in Person aufhältst, und vergleicht das mit der Werbung, die du zuvor gesehen hast. Gibt es eine Übereinstimmung, dann gilt das für das Social Network und seine Anzeigenkunden als Erfolg. Für uns gilt es eher als weitere totale Überwachung, in diesem Fall unseres Konsumverhaltens. Und wenn Facebook das hinkriegt, kann Google das schon lange, und Apple auch bald, und vielleicht irgendwann sogar Microsoft. Was kann man tun? Den Apps alle Berechtigungen, vor allem Location-Zugriff entziehen, Bluetooth und Wlan aus, Facebook garnicht oder nur via Browser nutzen. Viel Spass in der schönen neuen Welt. via gizmodo, pic Spencer E Holtaway cc by nd

Smarte Fernseh-Erpressung mit Android-Malware

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Es ist soweit: TV-Hersteller setzen das an sich bereits problematisch zusammen­geschusterte Android-Handy-Betriebsystem auf „Smart TV“ Geräten ein, und es kommt wie es kommen muss. Weil die Dinger gerne mal unkontrolliert ins Internet gehen, verbreitet sich derzeit munter die FLocker-Malware, sperrt den Bildschirm und verlangt Lösegeld. Ja, man kann die Malware vom PC aus löschen, ja, es gibt wirksame Anti-Viren-Software im Google Play Shop und ja, das geschieht euch allen total recht. trendmicro, pic: beispielpic

Der Startup-Generator

dayit

Endlich. Wolltet ihr nicht auch immer schon in kurzer Zeit reich werden, mit einem Startup, das irgendeinen Cloudservice anbietet, von dem niemand weiss, was es eigentlich macht? Das Problem dabei war, dass ihr es auch nicht wisst? Kein Problem! Der Startup-Generator hat Tausende von digital-esoterischen Business-Ideen griffbereit, alle cloud-based und crowd-sourced und im aktuellen scroll-dir-einen-Wolf-look. Im Ernst: Grossartiger satirischer Beitrag zum grassierenden Startup-Fieber. via superpunch

Wie die NSA die US-amerikanische Wirtschaft zerstörte

John McAfee, in Würde gealterter Hacker, Gründer des gleichnamigen Antiviren­softwareherstellers (siehe Video unten), Ehrendoktor, Yogalehrer und aktuell Bewerber zum Präsidentschaftskandidaten der libertären Partei der USA (siehe Video oben), erklärte in einem Beitrag im Business Insider vom letzten Freitag in klaren Worten, wo das Problem mit Backdoors liegt. Diese von Programmierern in den Programmcode eingeschleusten Hintertüren ermöglichen es Dritten, etwa Geheimdiensten, Datenübertragungen belauschen zu könnnen, auch gerade wenn diese rechtlich dazu nicht in der Position sind. Dieses illegale Belauschen funktioniert also nur, wenn die betreffende Organisation einen Programmierer in die Softwarefirma einschleusen konnte, der dann heimlich entsprechende Massnahmen durchführt. Der eigentliche Nachteil: Weiterlesen