Keine Party heute, aber Level 60 Celebration (Tools, Cheats, Speedrun)

Geschafft. Danke für den Applaus, danke. Ja, es ist wahr. Ich habe heute Level 60 erreicht. Was uns nicht umbringt, gibt uns Exp, nicht wahr? Ich geb‘s zu: Es war nicht immer leicht. Ihr fragt euch sicher: Bei Cthulhu und allen älteren Göttern, wie hat er das gemacht? Ich will euch im Folgenden einige meiner Tricks verraten, muss euch aber warnen: Nichts davon ist geeignet, ungeübte Adepten und Novizen irgendwo hin zu bringen als in unbeschreibliche Gefahren. Ok? Ich hab‘s gesagt. Don‘t blame me. Weiterlesen

Der Couchkartoffelpersönlichkeitstest

Wenn man zuviel Zeit hat. So im Lockdown. Diesen Test fand ich unterhaltsam: Erst sich selber einschätzen, dann Charaktere aus den Lieblingsfilmen/Serien. Dann als Ergebnis eine Übereinstimmung kriegen. In meinem Fall: Hoban Washburne (Firefly + Serenity). Klar wollen wir alle immer die Helden sein, die Jon Snows, und nicht die Tyrion Lannisters. Aber dazu bringen wir nicht immer den nötigen Bierernst auf, oder? Wie isses bei euch? openpsychometrics, via mefi, kottke

Musik, die mich geprägt hat

In Krisenzeiten wie dieser läuft doch angeblich das ganze Leben an einem vorbei, und spielt einem die wichtigsten Platten seiner eigenen Musikkarriere vor. Ich weiss nicht, ob das wirklich so ist, aber das hier sind die beiden Scheiben, die mich als Musiker am meisten geprägt haben. Oben die erste LP von This Heat (1979), eine der extremsten prog/experimentalen Bands des New Wave, und unten die erste Godflesh (1988), die für mich ebenfalls alles veränderte. Musikalisch. Nicht nur innerhalb von Metal. Triggerwarnung: Beides keine Popmusik.

Staythefuckathome und mach was

Der abgeschlossene, grosse Schicksalsroman. Die Aquarellkarriere. Die Steuer­er­klärungen für 18 und 19. Das Office-Workout. Irgendwas mit der Zeit anfangen, mit den Quarantäneferien ohne Beach und Party. Ja, schon. In meinem Fall sind dann eben solche erweiterten Hausarbeiten dran, wie das Nachfüllen der Altbau-Etagenheizung und Entlüften der Heizkörper. Auf dem Küchentisch: 1 Nachfüll­schlauch (rot), 1 Wasserpumpenzange (schwarz), 1 Reduzierstück, damit man den Schlauch an den Wasserhahn an der Küchenspüle anschliessen kann (die andere Seite geht an den verschliessbaren Einfüllstutzen neben dem Kühlschrank), 1 Heiz­körperentlüftungsschlüssel (winzig, in der Bildmitte neben dem Reduzierstück). War ne Aktion von ner halben Stunde, jetzt läuft die Heizung wieder und die Heizkörper tun, was sie sollen. Und was macht ihr so mit eurer freien Zeit (wenn ihr welche habt)?

Warum ich bei der Kommunalwahl mitmache

Ausgerechnet Kommunalwahl? Ist das nicht langweilig und sinnlos? Nein, verdammt, im Gegenteil. In Stadt-, Kreis- und Gemeinderäten werden viele wichtige Dinge entschieden. Über die wir eigentlich alle mitentscheiden wollen. Wenn man dazu nicht so viel Papier wälzen müsste, weswegen wir das an Politiker delegieren. Die andere Möglichkeit ist, sich selber zur Wahl zu stellen. Im März. In meinem Fall auf Listenplatz 8, für Die Linke Augsburg. Falls jemand jetzt fragt: Weiterlesen

Halal 2020

Yay. Es ist 2020. Wir leben in der Zukunft, endgültig. Obwohl, halt: Ich lebe in der der Zukunft. Meiner eigenen. So wie im Bild oben, nur nicht ganz so aufregend. Leute dagegen, die im aktuellen Millennium geboren sind, leben in ihrer Gegenwart. Aber wie wir alle seh ich die Welt aus meinen eigenen Augen. Und sie sieht einerseits fantastisch aus, und andererseits grauenhaft. Weiterlesen

15 Jahre Afra

Ich hab noch nie in meinem Leben, nach meiner Kindheit, irgendwo so lange gewohnt wie hier. Afra, altes Haus! Was für eine pralle Zeit! Glückliche, grauenhafte, interessante Jahre. Wer weiss – vielleicht bin ich in 15 Jahren immer noch hier. Wer mit mir darauf trinken will: Morgen im Hai. Cheers!

11k2 ist !!1elf

Heute. Vor 11 Jahren. Das kleine Blog hatte am 23.8.08 seinen first post. Das war ein wilder, interplanetarer Flug. Der wird auch weiter gehen, keine Sorge, aber ich werde noch länger nur alle paar Tage posten, und nicht wie anfangs 10 oder 11 Beiträge pro Tag. Mein Leben ist einfach anders. Weniger cyber-, mehr im meatspace. Was ich neulich schon sagte: Der grösste Unterschied zwischen meiner Blogtätigkeit vor 11 Jahren und heute ist nicht mein Part, sondern das Internet selbst. Weiterlesen

Wenn die Sicke stirbt

Wer? Eine Sicke ist der Rand eines Lautsprechers, also des laut sprechenden Bauteils in einer Lautsprecherbox. Der Teil zwischen dem (bei Tieftönern/Bässen) papierenen flachen Kegel, der Membran, und dem Blech- oder Aluminiumkorb, der das ganze zusammen hält und an dem der Magnet befestigt ist. Da, wo die ganze Vor-und-zurück-Bewegung stattfindet. Bei Lautsprechern für Gitarrenboxen oder Beschallungsanlagen ist dieser Sickenrand aus behandeltem, festen Papier. Kleine Tieftöner wie auf den Bilder hier haben meistens eine Sicke aus Schaumstoff. Die ist nicht nur günstig in der Herstellung sondern auch weich und beweglich. Nachteil: Weiterlesen

Wie man erfolgreich mit durchgedrehten Kindern spricht

Yeah. Letzter Schultag. Mission accomplished. Das waren 11 extrem gefüllte Monate als Schulbegleiter an einer lokalen Grundschule. Was ich gelernt habe: 1 Wenn man hypermotorische, aggressive Kinder fragt, was das Problem ist und wie man ihnen helfen kann, kriegt man meistens (nicht immer) schlüssige Antworten. 2 Kleine Fäuste sind ein wichtiges Kommunikationsmittel, die darf man nicht verbieten, und die kleinen blauen Flecken davon sind bald wieder weg. 3 In den ersten Monaten an der Schule dachte ich, ich hätte einen völlig neuen Lebensabschnitt betreten, nach Abschnitten als Musiker, Tontechniker, IT-Journalist, Politiker jetzt eben Schul­be­gleiter, also etwas sozialpädagogisches. Nein. Ich mach seit 30 Jahren dasselbe: Kommunikation. Deswegen klappt das inzwischen auch ganz gut. Tatsächlich hab ich so gut wie alle Probleme mit Kommunikation gelöst, mit Empathie. Nachdem der kindliche Wutanfall vorbei war. Manchmal mit Festhalten, damit das Rumpelstilzchen nicht sich oder andere verletzt (Erste Regel: Es darf kein Blut fliessen). 4 Die Grundschullehrerinnen (sind meist Frauen) haben meinen vollen Respekt. Was für ein Höllenjob, was für ein Enthusiasmus, was für eine Liebe zur Erziehung. Ich könnte diesen Job nicht machen. Aber den Job, den ich in den letzten 11 Monaten gemacht hab, den mach ich ab September wieder, dann an einer Mittelschule. Auch wenn ich mit der Gage meinen Lebensunterhalt nicht decken kann, aber der Job macht Sinn, und er macht mich glücklich. Beispielbild pixabay cc0

Come, forest, take my soul

Ich gebe es offen zu: eigentlich wohne ich im Internet. Trotzdem ist meine physische Version, mein Avatar im Meatspace (zentraleuropäischer Server), oft mit dem Rad in den wenigen wirtschaftsfernen Teilen meiner alten Stadt unterwegs. Im Wald, wo Bäume umfallen und liegenbleiben, weil sie niemand wegräumt, wo Kanäle mit überwucherten Ufern das Wasser vergangener Industriezeiten in den Fluss zurückbringen, wo dir klar wird, dass diese Orte deinen Avatar wieder mit Ruhe und Gesundheit aufladen. Immer wieder, wenn du willst. Allerdings will der Wald etwas dafür: deine Seele. Wie gut, dass man die im Internet gar nicht braucht. Nimm sie, Wald, behalte sie. Du hast bessere Verwendung als ich am Bildschirm. Weil ich schon oft versucht hab, sie anzuklicken, und nie etwas mit der Maus markieren konnte. Guter Tausch, Wald, ich bin dabei. Bis bald, Wald. Warte auf mich. Weiterlesen

In die Tiefe

Langfristige Projekte ftw. Heute: Ich überleg mir seit 3 Jahren, wieder Musik zu machen. Meine letzte Band wird nicht mehr, meine vorletzte, buchstäblich in einem anderen Jahrtausend tourende schon gar nicht. Dann was neues, etwas, das meine persönliche Entwicklung vom Postpunk zum Doomgaze fortsetzt. Aber was dann? Solarstrom-Industrial? Eigentlich führte mich meine musikalische Entwicklung weg von der Melodie und immer mehr zum Groove. Schon in den 80ern sah ich mich selbst mehr als Rhythmusgitarrist (hat man aber nicht so gehört), in den 10ern dagegen war bereits alles nur noch Loop und Feedback, und alles unter 50 bpm. Also führt mich der Weg in die Tiefe, den Segen der Älteren Götter (die, deren Namen man nicht nennen darf) vorausgesetzt. Weiterlesen

Mein persönlicher Tag der Befreiung

Heute war mein persönlicher Tag der Befreiung. Vom Nationalsozialismus. Bis auf das Wetter (leichter Regen, gemischt mit Graupeln) war das sehr lustig. Ich erzähl hier mal die ganze Geschichte: Weiterlesen

Laser Cat für 5 Minuten

Wenn sie dir mit dem Laser eine Haut aus dem Augeninneren schneiden, tut das erstens nicht weh, und dauert auch nicht lange. Der sekundäre Katarakt ist weg, und ich kann mit dem rechten Auge wieder so gut oder schlecht sehen wie vor einem Jahr. Nämlich verzerrt, weil die Netzhaut seit ’14 natürlich immer noch vernarbt ist (und für immer sein wird). Trotzdem ist das besser als das letzte halbe Jahr über, als ich rechts nur etwa soviel sehen konnte wie durch eine frostige (nicht milchige) Badezimmerglastür. Yay. Ich bin sehr froh, dass ich an diese Augenklinik mit dieser extrem kompetenten Chefärztin geraten bin, hab aber trotzdem heute erstmal die Schnauze voll von der Welt. pic flikr2639 cc by

5 Millionen mal gelesen

Das kleine Blog hier. 11k2. Seit August ’08. Wobei die 5 Millionen page impressions (Seitenaufrufe) bei 715.810 Besuchen (unique visits) erzeugt wurden. Also 6,99 angeklickte Beiträge pro Besuch. Ganz schön viel, wenn der Durchschnitt im Online-Publishing eher zwischen 2 und 3 liegt. Das würde bedeuten, dass die durch­schnitt­liche 11k2-Leserin eine Menge Beiträge ansieht. Oder die Bots machen seltsame Dinge. Man rechnet ja grade damit, dass rund die Hälfte von allem, was im Internet passiert, von Bots verursacht wird. Egal, sollen die meinetwegen auch Spass haben. Für mich ist dieses Blog aber eigentlich ein jahrelanger Kommunikationsvorgang, ein Gespräch über Themen, die mich interessieren, mit allen Leuten (und Bots), die daran teilnehmen möchten. Mal sehn, welche Themen in der nächsten Zeit so auf uns zukommen. Was meint ihr so?

Ölwechsel abgeschlossen, im Auge

Heute mittag wurde der Rest Silikon-Öl aus meinem rechten Auge entfernt (mit 2 Kanülen), das man mir zu meiner ersten Netzhautoperation im April ’14 eingefüllt hatte. Weil Silikon anorganisch ist und sich deswegen nichts entzündet. Im Sep­tem­ber ’14 kam das Öl wieder raus, danach fing das ganze Theater mit der Netz­haut­entzündung an, das mir 2 Jahre lang schwer die Laune verdorben hatte. Im Juni ’18 kam dann noch ein sekundärer Katarakt (Nachstar) dazu, den man aber erst weg­lasern kann, nachdem die letzten Öltröpfchen aus dem Augeninneren entfernt wurden. Das ist nun passiert, die OP selber war extrem smooth und problemlos, in ein paar Wochen kommt dann der Laser dran, der mir die Sicht wieder freischiesst. Dann seh ich mit dem rechten (das linke ist ganz ok) wieder so gut wie bis zum letzten Frühjahr. Was viel besser war als es zur Zeit ist. Na also. Alles wird besser. Im Moment hab ich noch einen glänzenden Kunststoffdeckel über dem rechten Auge und sehe daher aus wie ein Cyborg-Schurke aus einem nicht so teuren SciFi, aber das wird morgen in Ordnung gebracht. pic Dvortygirl cc by sa

Happy halal 2019

Euch allen ein gesegnetes (von der spirituellen Zentralorientierung eurer Wahl), glückliches 2019. Gutes Essen, gute Laune, Gesundheit, Abwesenheit von Trollen aller Art, Gerechtigkeit wo man sie braucht, Freiheit wo immer sie nicht anderen schadet, Erfüllung aller Wünsche vorausgesetzt man braucht den Kram wirklich. Die Verwendung des Wortes halal hat sich über das vergangene Jahr von einer Lebens­vorschrift des Islam (alles was erlaubt und gut ist) weiter entwickelt zu „alles womit man rechte Trolle ärgern kann“. Ich bin nicht sicher, ob dieses kleine Blog den ernsten Regeln der islamischen Lebensführung enstpricht, ich hab da sogar meine Zweifel, aber rechte Trolle zu ärgern ist eines seiner Hauptaufgaben. Insofern wäre es, nach popkultureller Definition, halal. Überhaupt bin ich sehr froh darüber, dass arabische Kultur, islamisch oder nicht, endlich wieder im kalten, düsteren Europa Fuss fasst. Da wächst zusammen, was zusammen gehört. Maschallah also, oder wie es der von euch präferierten spirituellen Ausrichtung gefällt.

5 Jahre Dienst an der Gesellschaft

Nein, ich will mich nicht beschweren, im Gegenteil. Heute ist Wahltag, die Allein­herrschaft der CSU in Bayern wird abgewählt. Vor fünf Jahren bin ich in den Bezirkstag Schwaben gewählt worden, ein Gremium mit bedauerlich schmalem Aufgabenbereich. Und hab dort mehr erreicht als ich gedacht hatte. Weiterlesen

Katzenfoto der Woche

Kein Grund zu Meckern hier. Bei euch so? Mein nicht ganz so teuflischer Plan, nen völlig neuen Job anzufangen, mit anderem Tagesrhythmus, anderen Heraus­forderungen, um damit aus der posttraumatischen Laune rauszukommen, scheint aufzugehen. Irgendwo hier in der Altbauwohnung steht noch ein Riesenkarton mir Lebenszielen rum. Ich habs nicht eilig damit, eigentlich hab ich genug Zeit damit verbraucht, in diesem Karton Ordnung zu schaffen. Bringt aber nichts. Jeder neue Tag ist einzigartig und ich bin grade beinahe glücklich darüber. War auch schon länger nicht mehr. Der Rest kann mich mal. Und das schöne Katzenbild ist von edmondlafoto und cc0.

Öfter mal ein neuer Lebensabschnitt

Erster Schultag. Zwar keine Schultüte, aber sowas wie ein Schritt von schwankenden Planken auf festes, wenn auch unerforschtes Land. Meine bisherigen Berufe, näm­lich Tontechniker, Tech-Journalist, Politiker, hatten mich nur so halb überzeugt. Aber mein kurzer Aushilfsjob als Schulbegleiter vor zwei Jahren war zwar definitiv an­strengend, dafür aber sinntragend: Ich kann dazu beitragen, dass ein Kind mit individuellen Fähigkeiten und Bedürfnissen eine Chance bekommt, und nicht an den Rand gedrängt wird. Das mach ich jetzt die nächsten 11 Monate, und darauf freu ich mich. Heute wars schonmal lustig. Ich glaube, ich mag Leute mit ADHS. Das Bild oben ist pd, von Allan Stewart und zeigt die Landung der Miniflotte Vasco Da Gamas in Südindien im Jahr 1498. So als Symbol für neues Land, auch wenn die konkrete Landung von Herrn Da Gama für die Südinder kein echter Grund zur Party war. Meine früheren Berufe kann ich ja weiter Nachmittags verfolgen, by the way, aber heute nicht, da hab ich mir statt der Schultüte Pizza und Radler bei Bob’s am Helmut-Haller-Platz spendiert und den Rest des Tages frei.

Warum Windows verboten werden sollte

Alle paar Jahre muss so ein PC neu installiert werden, finde ich. Entweder, weil die Hardware erneuert wurde (bei mir letztesmal vor 2 Jahren), oder weil, wie neulich, irgendeine Installation einen Legacy-Treiber im Windows auf meiner Game-Partition zerschossen hat. Der sich auch nicht reparieren liess. Na gut, dann eben tschüss unlizenziertes Windows 7 (kann man immer noch bei Microsoft runterladen und unregistriert benutzen) und her mit einem Windows 8.1 per Ebay. Nein, kein Windows 10. Das ist mir zu neugierig und selbstherrlich. Selbst wenn du alle Schnüffelaktionen ausschaltest, gehen trotzdem Infos von deinem Rechner zum Todesstern nach Redmond, WA, und das nächste Update stellt wieder Edge als Standard-Browser ein. Nein danke, so unverschämt ist nicht mal Apple. Weiterlesen

Ein Jahrzehnt 11k2: Mit Katzen, gegen Nazis

Alter! Heute vor 10 Jahren hab ich dieses Blog gestartet, so aus einem unerfüllten Ausdrucksbedürfnis nach zehn Jahren als bezahlter Technikjourno. Endlich das sagen (schreiben, posten), was mir am Herzen liegt. Oder am Browser vorbeikommt. Und 8173 Beiträge, 33.484 Kommentare und 4.967.860 Aufrufe später stelle ich fest, dass das Blog noch genau so heisst, einen leicht anderen Inhalt hat, aber die Welt drumherum sich stark verändert hat. Mein eigenes Leben wird heute nicht mehr von der nagenden Unzufriedenheit darüber angetrieben, dass Journalismus alleine die Welt nicht besser machen kann, und die Welt wird nicht mehr davon bestimmt, dass sie einem ein Kaleidoskop von Möglichkeiten zum Bessermachen vor die Nase hält. Weiterlesen

Hat jeder Mensch das Recht auf eine Viertelstunde Star?

Rocknroll: Vier Jahre nach meiner Netzhautreparatur mit Einbau einer kalifornischen Kunstlinse (man kann nie genug Kunst haben) meldet sich der Nachstar, noch dazu der regenerative. Auch bekannt aus sekundärer Katarakt oder Elschnig-Perlen. Einfacher: Der werte Body bildet ungefragt etwas blubberiges Gewebe an der Innen­seite der Linse. Das sieht dann in etwa so aus, als ob man durch eine noppelige Bade­zimmerglastür schaut und deswegen rein gar nichts erkennt ausser unter­schied­lich hellen Umrissen. Bei mir und aktuell glücklicherweise nur auf dem rechten Auge. Kann man absaugen, sagt mein Arzt (da war ich grade), man muss nur das Auge ein ganz klein wenig aufschneiden und den Saugrüssel einführen. Ja, wenn man Pech hat, geht das ganze Linsenhalterungsgewebe dabei flöten und man sieht anschliessend nur noch hell/dunkel, ohne Umrisse. Nein, lasern kann man das nicht. Ja, bezahlt die Krankenkasse. Nein, das auf dem Foto oben bin nicht ich, das ist Malcolm McDowell in Clockwork Orange. pic c Warner Bros.

Deine politische Position, mit acht Schaukeln

Ja, schon wieder Politik. Warum? Weil es Leute gibt, die sich sehr viel Mühe geben, Einfluss auf das politische System zu nehmen, und daraus erhebliche Vorteile für sich selbst ziehen. Auf Kosten aller anderen. Also auch auf Kosten von uns. Wollen wir das? Nein. Dann müssen wir wir alle uns wenigstens ein klein wenig damit beschäftigen. Oder zugeben, dass wir nur Opfer sind, das geht auch. Aber wie sollen wir das anfangen, worum geht es überhaupt? Weiterlesen

Kurzer Blick auf die Uhr

Ah. Ok.

11k2: Sekt gibts erst in einem Jahr

Am 23.8.2008 ging der erste Artikel auf dem 11k2-Blog online. Mit der zweiten kosmischen Geschwindigkeit (11.200 m/s) als sinnbekränzende Metapher. Das wären dann mal neun Jahre und damit länger als irgendeine andere meiner publizistischen Tätigkeiten. In kurzen Worten: 7860 Beiträge, 4.862.055 Aufrufe (page impressions) von 646.693 Besuchern (unique visitors). 346 direkte und 783 Social Media Follower. Und 422.409 vom Spamfilter geblockte Irgendwasse. Das Pic oben ist von Megan Ng aus Markham, Kanada, cc0 und zeigt einen typischen Arbeitstag im Leben eines Bloggers. Nicht. Garnicht. So schön das Bild aussieht mit der Retroschreibmaschine und den bunten Stiften, aber ich bin froh, dass ich im frühen Digitalzeitalter lebe. So früh, dass ich noch ein Leben ausserhalb der Social Media Networks miterlebt habe. Da ist sie wieder, die Gnade der frühen Geburt. Dann auf die nächsten neun Jahre. Cheers!

Warum ich in die Linke eingetreten bin

Heute bin ich offiziell, mit Händedruck und Foto, der Partei Die Linke beigetreten. Das ist für mich ein Neuanfang, und ich freu mich darüber. Vor sechs Wochen hab ich die Piratenpartei nach 7 stürmischen Jahren verlassen, weil die zwar alle nett sind und das Programm auch, das aber als Partei keinen Sinn mehr macht. Weiterlesen

Warum ich aus der Piratenpartei ausgetreten bin

Ja, richtig gelesen, ich habe nach über sieben Jahren aktiver Mitgliedschaft die Piratenpartei verlassen.

Seit meinem Eintritt im März 2010 hat sich gezeigt, dass die Piraten zwar absolut wichtige Gegenwartsthemen bearbeiten, dennoch aber nicht zu einer politisch relevanten Partei wurden, sondern sich letztlich wieder zu einer Ein-Themen-Organisation zurückentwickelten, die andere, wichtigere gesellschaftliche Themen beiseite lässt. Alles, was im Grundsatzprogramm der Piraten steht, ist zwar richtig und muss umgesetzt werden. Es genügt aber nicht. Zentrale Themen wie Feminismus, Anti-Faschismus und Anti-Kapitalismus sind zu sehr in den Hintergrund gerückt. Das kann ich inhaltlich nicht mittragen. Dazu kommen strukturelle Punkte. Weiterlesen

Weltverschwörung der jüdischen Grossbanken aufgedeckt

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In letzter Zeit fällt mir verstärkt auf, dass auch ausgesprochen aluhutlastige Rechts­randblogs gerne mal auf meine kritischen Beiträge verlinken. Was mich ebenso ausge­sprochen amüsiert, weil dieses kleine Blog (knapp 5 Mio Aufrufe in 8,5 Jahren) ja eher der Popkultur, der Raumfahrt, der Autoritätskritik und der sexuellen Befreiung nahesteht. Ebenso amüsiert war ich, als bei einem völlig überfüllten Stammtisch meiner kleinen Piratenpartei nach dem Berlinhype von 2011 ein Besucher mit ernster Miene darauf beharrte, dass das Hauptproblem unserer Zeit ja die „Weltverschwörung der jüdischen Grossbanken“ sei, worum man sich auch an erster Stelle kümmern müsse. Weiterlesen

Linux macht glücklich

ubuntu1604

Gestern hab ich, nebenzu, während noch andere, wichtige Dinge zu erledigen waren, meinen mittlerweile ordentlich vergreisten Hell-Laptop (das D im Firmen­namen hatte ich gleich zu Anfang in ein H umgeklebt) von Ubuntu 12.04, das ich im Frühjahr 13 parallel zum vorhandenen Windows 7 installiert hatte, erst auf 14.04 und dann auf 16.04 (geht nur in zwei Schritten) upgegradet. Also ein Betriebssystem von 2012 durch eines von 2014 und dann eines von 2016 ersetzt, und dabei nur gelegent­lich auf „[x] Ja, überschreib die alte Version dieser Datei durch die neue“ geklickt. Ohne irgendwas zu löschen oder zu formatieren, so dass alle Dateien und Passwörter etc erhalten bleiben. Ergebnis: Das Gerät läuft störungsfrei und im Ganzen besser als vorher. Mach das mal mit Windows, etwa von Vista auf 8.1 und dann auf 10, und du siehst wahrscheinlich einen brennenden Computer vor dir. Oder die Polizei steht vor der Tür, weil irgendwo was in die Luft geflogen ist und deine IP-Adresse zufällig auf dem Boden lag. Zumindest dauert es mehrere Tage, benötigt mehr als einhundert Neustarts mit angestrengtem Nachinstallieren von Treibern sowie Herumstochern in der Registry, und bestätigt dich in der Überzeugung, dass Computer ohne Alkohol nicht zu ertragen seien. Was aber eben nur für Windows gilt. Und nach fast vier Jahren Dual-Boot-Daseins mit Ubuntu Linux zum Arbeiten und Kommunizieren, und Windows nur für Spiele, verstehe ich so irgendwie gar nicht mehr, wieso nicht alle, die ihren Computer für Internet und gelegentliche Text- und Bildbearbeitung nutzen (also das typische Consumer-Profil), lieber Linux (wie eben das besonders benutzerfreundliche Ubuntu) benutzen. Keine Viren, kein Ärger mit Treibern und Geräten, alles geht von selber. Könnt ihr ja ausprobieren…