Warum Windows verboten werden sollte

Alle paar Jahre muss so ein PC neu installiert werden, finde ich. Entweder, weil die Hardware erneuert wurde (bei mir letztesmal vor 2 Jahren), oder weil, wie neulich, irgendeine Installation einen Legacy-Treiber im Windows auf meiner Game-Partition zerschossen hat. Der sich auch nicht reparieren liess. Na gut, dann eben tschüss unlizenziertes Windows 7 (kann man immer noch bei Microsoft runterladen und unregistriert benutzen) und her mit einem Windows 8.1 per Ebay. Nein, kein Windows 10. Das ist mir zu neugierig und selbstherrlich. Selbst wenn du alle Schnüffelaktionen ausschaltest, gehen trotzdem Infos von deinem Rechner zum Todesstern nach Redmond, WA, und das nächste Update stellt wieder Edge als Standard-Browser ein. Nein danke, so unverschämt ist nicht mal Apple. Weiterlesen

Ein Jahrzehnt 11k2: Mit Katzen, gegen Nazis

Alter! Heute vor 10 Jahren hab ich dieses Blog gestartet, so aus einem unerfüllten Ausdrucksbedürfnis nach zehn Jahren als bezahlter Technikjourno. Endlich das sagen (schreiben, posten), was mir am Herzen liegt. Oder am Browser vorbeikommt. Und 8173 Beiträge, 33.484 Kommentare und 4.967.860 Aufrufe später stelle ich fest, dass das Blog noch genau so heisst, einen leicht anderen Inhalt hat, aber die Welt drumherum sich stark verändert hat. Mein eigenes Leben wird heute nicht mehr von der nagenden Unzufriedenheit darüber angetrieben, dass Journalismus alleine die Welt nicht besser machen kann, und die Welt wird nicht mehr davon bestimmt, dass sie einem ein Kaleidoskop von Möglichkeiten zum Bessermachen vor die Nase hält. Weiterlesen

Hat jeder Mensch das Recht auf eine Viertelstunde Star?

Rocknroll: Vier Jahre nach meiner Netzhautreparatur mit Einbau einer kalifornischen Kunstlinse (man kann nie genug Kunst haben) meldet sich der Nachstar, noch dazu der regenerative. Auch bekannt aus sekundärer Katarakt oder Elschnig-Perlen. Einfacher: Der werte Body bildet ungefragt etwas blubberiges Gewebe an der Innen­seite der Linse. Das sieht dann in etwa so aus, als ob man durch eine noppelige Bade­zimmerglastür schaut und deswegen rein gar nichts erkennt ausser unter­schied­lich hellen Umrissen. Bei mir und aktuell glücklicherweise nur auf dem rechten Auge. Kann man absaugen, sagt mein Arzt (da war ich grade), man muss nur das Auge ein ganz klein wenig aufschneiden und den Saugrüssel einführen. Ja, wenn man Pech hat, geht das ganze Linsenhalterungsgewebe dabei flöten und man sieht anschliessend nur noch hell/dunkel, ohne Umrisse. Nein, lasern kann man das nicht. Ja, bezahlt die Krankenkasse. Nein, das auf dem Foto oben bin nicht ich, das ist Malcolm McDowell in Clockwork Orange. pic c Warner Bros.

Deine politische Position, mit acht Schaukeln

Ja, schon wieder Politik. Warum? Weil es Leute gibt, die sich sehr viel Mühe geben, Einfluss auf das politische System zu nehmen, und daraus erhebliche Vorteile für sich selbst ziehen. Auf Kosten aller anderen. Also auch auf Kosten von uns. Wollen wir das? Nein. Dann müssen wir wir alle uns wenigstens ein klein wenig damit beschäftigen. Oder zugeben, dass wir nur Opfer sind, das geht auch. Aber wie sollen wir das anfangen, worum geht es überhaupt? Weiterlesen

Kurzer Blick auf die Uhr

Ah. Ok.

11k2: Sekt gibts erst in einem Jahr

Am 23.8.2008 ging der erste Artikel auf dem 11k2-Blog online. Mit der zweiten kosmischen Geschwindigkeit (11.200 m/s) als sinnbekränzende Metapher. Das wären dann mal neun Jahre und damit länger als irgendeine andere meiner publizistischen Tätigkeiten. In kurzen Worten: 7860 Beiträge, 4.862.055 Aufrufe (page impressions) von 646.693 Besuchern (unique visitors). 346 direkte und 783 Social Media Follower. Und 422.409 vom Spamfilter geblockte Irgendwasse. Das Pic oben ist von Megan Ng aus Markham, Kanada, cc0 und zeigt einen typischen Arbeitstag im Leben eines Bloggers. Nicht. Garnicht. So schön das Bild aussieht mit der Retroschreibmaschine und den bunten Stiften, aber ich bin froh, dass ich im frühen Digitalzeitalter lebe. So früh, dass ich noch ein Leben ausserhalb der Social Media Networks miterlebt habe. Da ist sie wieder, die Gnade der frühen Geburt. Dann auf die nächsten neun Jahre. Cheers!

Warum ich in die Linke eingetreten bin

Heute bin ich offiziell, mit Händedruck und Foto, der Partei Die Linke beigetreten. Das ist für mich ein Neuanfang, und ich freu mich darüber. Vor sechs Wochen hab ich die Piratenpartei nach 7 stürmischen Jahren verlassen, weil die zwar alle nett sind und das Programm auch, das aber als Partei keinen Sinn mehr macht. Weiterlesen