Vom Rebell zum Teufel

behemoth

„Unausweichlich wird jemand mit einem freien, unabhängigen Geist zu jemandem werden, der sich gegen Autoritäten und etablierte Konventionen stellt: Ein Rebell. Wenn genügend Menschen ihm zustimmen and dem Rebellen folgen, nennt man ihn einen Teufel. Solange, bis ihm noch mehr Menschen zustimmen. Und dann haben wir, endlich: Grösse“. (Aleister Crowley). Weil der Grossmeister, wie immer, recht hat, werde ich von jetzt an ausschliesslich über das Wirken Satans und seine Befreiung der Menschen berichten. Und über osteuropäische Blackmetal-Bands (Pic oben: Behemoth), die diese Lehren berücksichtigen. Hail Satan!

Ihr seid 30.000

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Genauer gesagt 30.007, soviele Kommentare habt ihr seit dem späten August 2008 hier hinterlassen. Oder: Haben wir, weil da meine Antworten ja dabei sind. Der exakt 30.000ste Kommentar war dann wohl der verärgerte von Leserin Corvusalbusberlin über vor allem die Grünen. Die andere Zahl seht ihr auch, oder? Die 413.364 Spamkommentare. Und noch eine, nämlich 666 MB an hochgeladenen Daten. Satan sei mein Zeuge. Und natürlich ist mit klar, dass Blogs in der Ära der Social Media zum alten Eisen gehören. Nur: Es ist unabhängiges altes Eisen, und keines, das unter der Kontrolle irgendeines Social Network Konzerns steht. Altes Eisenzeit-Internet also, ein Web aus individuellen Meinungsäusserungen. Kein Plastik. Insofern seh ich keinen Grund, mein Hobby beiseite zu schieben, nämlich jeden Tag der Welt zu erzählen, was ich im Moment gerade wichtig und/oder besonders fand. Einschliesslich der Katzenbilder.

#FF4500, das orangerote Manifest

ff4500

Mal unter uns: Mir gehen Parteien auf die Nerven. Mir gehen diese super-umständlichen, von Ego-Problemen, verdrängten Ängsten und erstarrten Vorurteilen zersetzten Meinungsfindungsprozesse auf die Nerven. Vor allem, weil weite Teile der Gesellschaft überhaupt keine Meinungsfindung betreiben, sondern einfach Verantwortung delegieren: Die CDU versteht was von Wirtschaft, die SPD sichert unsere Arbeitsplätze, die Grünen garantieren saubere Flüsse und die AfD beschützt uns vor der osmanischen Kavallerie. Ist natürlich alles hirnrissiger Blödsinn, funktioniert aber trotzdem. Zumindest für die Leute, die sich innerhalb des politischen Systems nach oben boxen und anschliessend ihre Karriereanstrengungen durch massive Einnahmen versüssen lassen. Deswegen wollte ich im grösseren Teil meines Lebens nichts mit all dem zu tun haben. Nur, so einfach geht das auch nicht. Ich kann es nicht vor mir selbst verantworten, mich auf Dauer nicht zu engagieren. Mich mit nicht anderen zusammen zu schliessen. Die Ungerechtigkeit nicht zu bekämpfen. Also bin ich 2009 zu den Piraten gegangen und 2010 mit grosser Überwindung der Partei beigetreten. Seitdem lerne ich, wie Politik geht, vor allem, seit ich 2013 in den Bezirkstag Schwaben gewählt wurde (für Nicht-Bayern: das ist so eine Art Stadtrat für eine Region, die in meinem Fall 13 Landkreise umfasst, etwas kleiner als Thüringen ist und etwas mehr Einwohner als München oder Hamburg hat). Zu den Erkenntnissen, die ich in der praktischen politischen Arbeit gewonnen habe, gehört: Parteien sind ein irgendwie schlüssiges Konzept für diesen gesamtgesellschaftlichen Meinungsfindungs- und Entscheidungsprozess, bilden aber auch ein Hindernis. Anders gesagt: Es geht nicht um Parteien, sondern um Probleme, die gelöst werden müssen. Also habe ich diesen Standpunkt, gesellschaftliche Probleme grundsätzlich in parteiübergreifender Zusammenarbeit zu lössen, in einem Manifest zusammengefasst und auf einem neuen Blog veröffentlicht, das als programmatischen Namen eine Farbe trägt: #FF4500. Orangerot.

2015 – wir werden dich vermissen

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Am abgelaufenen Jahr gibt es eine Menge zu meckern. Allerdings müssen wir ernsthaft davon ausgehen, dass alles, was uns bisher nicht gefallen hat, im nächsten Jahr (und den darauf folgenden) wiederkommt. Ausser natürlich, wenn wir („we, the people“) das verhindern. Ich will das gerne an ein paar Beispielen erklären: Weiterlesen

It’s a wonderful life

its a wonderful life

via thisisnthappiness

Nur keine falschen Hoffnungen

fripp_eyes

Das war jetzt so ne Art Abschlussveranstaltung heute. Was am 9. April letzten Jahres mit meiner ersten Augenoperation begann, ist dann also durch. Nach der dritten Cortisonspritze vor sechs Wochen (und allem möglichen in den eineinhalb Jahren dazwischen) kann man soviel sagen, dass die Netzhaut-Operation an sich funk­tioniert hat, die danach aufgetretene Netzhaut-Entzündung und -verformung aber nicht behandelt werden konnte. Operieren kann man sowas nicht und immer noch mehr Cortison reinpumpen bringt auch nichts. Das heisst: Der wellige, verzerrte Seh-Eindruck auf dem rechten Auge und das daraus resultierende kaputte räumliche Sehen wie auch das schnelle Ermüden des gesamten optischen Systems beim Lesen und Schreiben wird wohl so bleiben. Meine Honda-Schaluppe (den 97er Civic) kann ich dann wohl zum Blechpreis verkaufen, weil’s das dann mit dem Auto­fahren auch war, und mir nen neuen Job ohne viel Lesen und Schreiben suchen. Keine Ahnung, wie das alles gehen soll. Die Glasaugen aus dem 3D-Printer wie oben von Fripp Design werd ich eher nicht brauchen. Trotzdem bin ich irgendwie erleichtert. Keine falschen Hoffnungen mehr auf irgendwelche Tricks der konven­tionellen Medizin. Ab sofort nur noch Voodoo.

Acht Jahre 11k2

Stonehenge,_Condado_de_Wiltshire,_Inglaterra,_2014-08-12,_DD_09

Heute vor acht Jahren hab ich dieses Blog begonnen. eine bizarr lange Zeit im heutigen Mælstrøm des unaufhörlichen Social-Media-Nachrichtenkatarakts. So als persönliches Ausdrucksmittel, als Form privater kreativer Betätigung. Der Ton hier im Blog hat sich mehrfach geändert, bedingt vor allem durch die langsame Evolution meiner eigenen Interessenlage. Weiterlesen