Saturn: 20 neue Monde, Namen gesucht

Mondreichster Planet unseres Sonnensystems ist nach unserer aktuellen Kenntnis Saturn, mit 82 natürlichen Satelliten. Jupiter hat „nur“ 79 bekannte. Ein Team der Carnegie Institution for Science in Washington DC um Dr. Scott Sheppard machte mit dem Subaru Teleskop auf dem hawaiianischen Maunakea die Entdeckung. Die Monde sind alle rund 5 Kilometer gross (Durchmesser), es könnten als noch kleinere da sein. An den neu entdeckten Trabanten fällt vor allem auf, dass sie relativ weit weit vom Ring-Planeten kreisen (2 – 3 Jahren Umlaufzeit), aber nur 3 davon in der „richtigen“ Richtung, also mit der Rotationsrichtung Saturns. Die anderen 17 kreisen entgegen gesetzt. Deshalb gehen die Astronomen davon aus, dass alle das Produkt kollidierter Asteroiden oder Kometen sind und nicht zeitgleich mit dem Planeten entstanden. Jetzt kommt ihr ins Spiel: Die 20 Neuen brauchen Namen, alle nach Riesen aus der Mythologie und Sagenwelt. Zwei davon aus den Inuit Erzählungen, die anderen nach nordischen und gallischen Riesen. Einsendeschluss ist der 6. Dezember, hier gehts zum Contest. via bbc

Spiesser + Gewalt = Nazis

Ja… kann man denn das so stark vereinfacht sagen? Was sind überhaupt Spiesser? Oder Nazis? Und wo fängt Gewalt an? Also, der Reihe nach: Spiesser (oder Spießbürger) ist das alte Schimpfwort für reaktionär empfindende Menschen. Also Leute, die nach folgenden Maximen leben: Weiterlesen

Rosetta, der Film

Die Rosetta-Raumsonde der ESA hat uns vom Kometen 67P/Churyumov-Gerasimenko Millionen von Fotos zurückgeschickt. Der österreichische Filmemacher, Motion Designer und langjährige ORF-Mitarbeiter Christian Stangl hat daraus einen Kurzfilm gemacht, der uns diese Leistung in dramatischerer Weise näherbringt, als die Fotos das konnten. Keine Aliens oder heldenhaften Astronautinnen, die für das Überleben der Menschheit kämpfen, aber eindrucksvolle bewegte Bilder von der ersten Landung auf einem Kometen, die unsere Zivilisation bisher hingekriegt hat. via kottke

Providerwechsel wie im Märchen

Nach über einem Dutzend Jahre Vodafone (1&1 und Aol waren schlechter) bin ich heute zu Mnet gewechselt. Während ich den letzten Beitrag getippt hab (15 Jahre…) ging die Internetverbindung weg, also flott die Vodafone Easybox ausgestöpselt, die von Mnet gelieferte Fritzbox 7430 angeschlossen, Zugangsdaten per Browser eingegeben und 10 Minuten später funktioniert alles. Wie es soll. Kein Stress, nichts. Sogar knapp 10% schneller, auf der selben alten Kupferleitung. Fettes Danke an Mnet, und mindestens so fettes Danke an AVM. Tbh, einer der Hauptgründe für den Wechsel war, dass mein neuer Provider mir kostenlos eine richtige Fritzbox stellt, und nicht ein Stück chinesisches Billigplastik wie der frühere. Auch wichtig: Voda sperrt alle möglichen wichtigen Webseiten. Meine kulturelle Entfaltung war dadurch stark behindert, gerade was aktuelle Filme und Serien betrifft. Die kommen jetzt wieder alle ohne Murren rein. Surf on! Damit ist allerdings auch die Erdfunkstelle A für immer offline, die ich auch von der Strasse aus sehen konnte. Mein aktuelles Wlan heisst natürlich anders. Ich werde ja auch älter und reifer, das spiegelt sich in meinen Zugangsdaten. pic von mir cc by sa

Die Porn-Industrie als Retter von Freiheit und Menschenwürde, continued

Das Porn-Studio BangBros hat berichtetermassen sein erstes jugendfreies Video veröffentlicht. In welchem Festplatten des gerade vom Unternehmen aufgekauften „PornWikileaks“-Server verbrannt werden. Die Harddisks enthielten Hasskommentare, Doxxing, Kampagnen gegen Darsteller*innen des Adult Entertainment. Die damit ein etwas sichereres Leben führen können. Random comment auf Twitter: „Heilige Scheisse, Bangbros ist irgendwie besser darin, gegen Doxxing vorzugehen als Twitter und Facebook zusammen“. via avclub

Der neue Faschismus

Selten genug weise ich hier auf einen Artikel in anderen Blogs oder Webseiten hin. Hier muss ich das tun, weil Marcus Hammerschmitt (von dem ich ein paar sehr gute SciFi-Romane und kluge Artikel gelesen habe) in seinem aktuellen Telepolis-Beitrag Der neue Faschismus ganz herausragend über das Thema berichtet. Und zwar sowohl inhaltlich als auch in der Form, durch geradezu herrlich präzise Formulierungen. Müsst ihr lesen. Ich bin froh, dass Leute wie Marcus in meinem Land wohnen und publizieren, und diesen Job definitiv besser können als ich. So etwas verschafft mir ein wenig willkommene Hoffnung. Money quote: „Dass Faschismus keine Meinung ist, sondern ein Verbrechen, zeigt sich an den Meinungen der Faschisten zu ihren Verbrechen. Die vergangene Unschuld schließt die zukünftige mit ein.“ Oben im Bild das Vorbild unserer nationalen Versager.

Wie wir morgen wohnen

Seien wir realistisch: Weder wohnen wir heute, morgen oder irgendwann in pink-beigen, kugeligen Häusern, noch haben wir fliegende Autos oder Ferien auf dem Mond. Dieser Retrofuturismus ist Vergangenheit. In einer anderen Galaxis, vor langer, langer Zeit. Dafür haben wir heute Internet (was niemand ahnte). Damit könnte man Bildung und Kultur zu den unterprivilegierten Massen bringen. Statt dessen bringt ihnen der Retrokapitalismus faschistische Propaganda, Verführung zum Hass und eine Flut von Falschmeldungen, die jeden Bezug zur nachprüfbaren Realität auslöschen wollen. Wenigstens hat der ungarische Architekt und Habitologe Antti Lovag 1984 in Südfrankreich diese Palais Bulles Blubberhäuser konstruiert. Ist doch was. via thisisnthappiness, pic paulandjoeparis