Wann ist man als Mann nicht Teil des Problems?

Alexandra Stanic schreibt gerade im Vice einen guten Kommentar zum Identitäts­problem fortschrittlicher, progressiver oder eben politisch links stehender Männer. Tatsächlich ist es für manche schwer vorstellbar, Teil des Problems zu sein, nur weil man ein Mann ist. Exakt. Damit ist man Teil der Problemgruppe und steht in der Verantwortung, sich zu distanzieren. Vom Patriarchat. Dem man gar nicht angehören möchte. Dem man per angewachsenen primären Fortpflanzungsorganen aber angehört, ausser, man tut sehr nachdrücklich etwas dagegen. Ja, richtig. Ich bin Teil des Patriarchats, also ist es mein Job, es zu zerstören. Wie auch gegenüber dem Kapitalismus habe ich sowohl eine individuelle Handlungsoption, nämlich mich möglichst wenig daneben zu benehmen, und dazu eine gesellschaftliche, nämlich die Rechtfertigungstheorien des Patriarchats anzugreifen, wo immer es sich zeigt. Nein, ich will keinerlei Unterdrückung oder Ungleichbehandlung dulden. Das Pic ist von John Henry Frederick Bacon und pd.

Was ist, wenn Sexismus auch Männer umbringt?

Gamergate ist fünf Jahre her, und hat jetzt sein erstes prominentes männliches Todes­opfer: Alec Holowka, Mitentwickler des sehr schönen 2D-Adventures Night in the Woods, hat sich das Leben genommen, weil er die öffentlichen Vorwürfe von Missbrauch und Aggression gegenüber Frauen nicht mehr ertrug. Wieviele Frauen in der Spieleindustrie wegen genau solchen männlichen Verhaltens Suizid versucht haben, wissen wir nicht. Ich rate mal: Tausende. Eigentlich ist es ausserordentlich anerkennenswert, dass in der Gaming- und teilweise der Entertainment-Industrie solche Probleme überhaupt öffentlich diskutiert werden. Viele andere Gesell­schafts­bereiche drücken sich davor. Weiterlesen

Was sagt der Koran wirklich über den Hijab?

Samina Ali wurde in Indien geboren und lebt heute in den USA. Die Autorin wurde bekannt als Aktivistin im islamischen Feminismus. Für viele von uns, die sehr an das Patriarchat gewöhnt sind und die Ausflüchte verinnerlicht haben, Unterdrückung von Frauen sei eine Sache von Religionen und nicht von Männern, ist „islamischer Feminismus“ ein unverständlicher Begriff. Richtig: „christlicher Feminismus“ wäre genau so unverständlich, weil wir im Grunde Feminismus oder Gleichstellung und Gleichberechtigung als zivilisatorische Errungenschaft des „Westens“ ansehen. Und das ist wiederum altes koloniales Denken, von dem wir uns dringend befreien müssen. Frau Ali erklärt hier in knapp 18 Minuten, was wirklich im Koran steht, was es mit Bekleidung und Verschleierung auf sich hat, und was das Patriarchat (also einige wenige maskulinistische Extremisten und ihre vielen Mitläufer) daraus gemacht haben. Meinen Respekt: So deutlich bekommt man das selten erklärt. Eins noch: Nachdem wir das erklärt bekommen haben, ist es unsere gesellschaftliche Aufgabe, gegen die Männlichkeitsfundamentalisten aufzustehen und Position gegen das Patriarchat zu beziehen. Überall dort, wo wir es antreffen.

Der Traum der Fischerin

Yushi Li stammt aus China, lebt in London, studiert am Royal College of Art und fotografiert ihre Tinderdates. Nackt, beim essen, im Bad. Und enthüllt dabei Klischees wie im Titelfoto „Der Traum der Fischerin“, das sich auf den alten japanischen Tentakelsex-Holzschnitt „The Dream of the Fisherman’s Wife“ bezieht. Im Erklärvideo unten beschreibt sie einige ihrer Begegnungen mit „Wir haben es für die Kunst gemacht“. Nein, nicht das. Fotos. via mefi Weiterlesen

Gilette macht weiter alles richtig

So geht Marketing im 21sten: Das aktuelle Video vom Rasiererspezialisten Gilette zeigt einen jungen Mann, dem sein Vater das Rasieren beibringt. Der junge Mann war früher eine junge Frau und hat das deswegen bisher nicht gelernt. Entsprechend kocht die Wut der Maskulisten hoch und die Procter&Gamble-Tochterfirma erhält kostengünstig ein noch moderneres Image. Zu recht, wie ich finde.

Frauenrechte: Saudi-Arabien vor USA

Nicht in allen Punkten, und nicht in allen Bundesstaaten. Aber die US-Staaten Alabama und Georgia, beide enorm christlich motiviert, haben Abtreibungsgesetze, die Frauen weniger Luft zum Atmen und Gelegenheit zur freien Entscheidung geben, als Saudi-Arabien, der düsterste Teil unserer arabischen Schwesterkultur. In Ländern wie dem Iran, Syria, Palestina, den Emiraten oder Irak ist sind Leben und Gesundheit der Frau ebenso gültiger Grund für einen Schwangerschaftsabbruch wie erlittene Gewalt, in Tunesien oder der Türkei ist die Selbstbestimmung über einen Abbruch in den ersten drei Monaten völlig frei, danach entscheiden Gesundheitsaspekte. In den oben genannten, besonders christlichen Bundesstaaten ist es übrigens Musliminnen nicht möglich, auf die hier frauenfreundlichere Scharia zu verweisen; das wird durch neue Gesetze eigens ausgeschlossen, wie die israelische Tageszeitung Haaretz am Wochenende berichtete. via quartz, pic rawpixel cc0

Robbie Tripp – Chubby Sexy

Er hat da nen Punkt. Und nen Sommerhit. Also, beides. via mefi

Was wir schon immer über Venus wissen wollten

Machen wir uns nichts vor: Gillette ist ein Unternehmen, das möglichst viel Profit machen will. Genauso wie die anderen Teile des Konzerns Procter & Gamble, zu dem die Rasiererfirma gehört. Allerdings haben sie in letzter Zeit durch unge­wöhn­liches Marketing Aufsehen erregt, so wie im Video „We Believe: The Best Men Can Be“ (siehe unten), das die Männlichkeit als Werbevehikel für Rasierer von ihrer toxischen Seite trennt – sehr zum Missfallen vieler Typen, die sich dadurch auf die Zehen getreten fühlen. Weiterlesen

Übrigens: A woman’s place is in the resistance

Wobei wir uns einig sein sollten, dass sie es auch da schwerer hat, weil sie sich ebenfalls gegen die Reste des Patriarchats durchsetzen muss. Trotzdem. Unser gemeinsamer Widerstand gegen Unterdrückung, Diskriminierung, das Imperium in jeder Form darf nicht aufhören. Im Übrigen ist das nur meine Meinung und alle Menschen sollen bitte selber entscheiden, wo ihr Platz ist. Aber das Plakat ist schön. Just saying.

Aus weiblicher Sicht

Die kanadische Designerin Ghazaleh Rastgar gestaltet Illustrationen und Animated Gifs (s. unten), die unsere Welt und ihre Problemzonen (viele davon entlang der Genderunterschiede) wie Sex, Liebe, Selbstbestimmung aus Sicht einer Frau zeigen. Für einfache, in der Vorstadt geborene Jungs wie mich beeindruckend. Weiterlesen

Falsches Zitat der Woche

Weil der freundliche Teil des Internet seit Tagen drüber kichert… ihr alle kennt das Zitat: „Ich bin zwar gegenteiliger Meinung als Sie, werde aber mit meinem Leben dafür einstehen, dass Sie die Ihre äussern dürfen“? Wer hat’s gesagt? Voltaire (siehe pic)? Nein, seine Biografin Evelyn Beatrice Hall, die unter dem Pseudonym Stephen G. Tallentyre veröffentlichte. Erstens: Na, so was. Zweitens: Ein weiteres Beispiel aus einer schier endlos langen Reihe von Leistungen, die von Frauen geschaffen, aber Männern zugeordnet werden. Weil das alte Patriarchat immer noch wirkt. Mehr als uns bewusst ist. Ich will eine freie Gesellschaft, also muss zuerst dieser alte Krempel über Bord geworfen werden. Dann schaffen wir das vielleicht auch irgendwann, das Konzept der Meinungsfreiheit von Frau Hall umzusetzen. via robertsharp, pic Nicolas de Largillière pd

World Hijab Day, ein wichtiger Tag für uns alle

Was? Im Ernst? Der Tag, an dem die Unterdrückung muslimischer Frauen gefeiert wird, die von ihren brutalen Patriarchen genötigt werden, Kopftücher zu tragen? Bingo, genau deswegen. Wegen unseres alltäglichen europäischen Rassismus, der sofort annimmt, dass nur Frauen anderer kultureller Identität unterdrückt werden, und nicht die in unserer eigenen. Weiterlesen

Pornografische Gedanken am Arbeitsplatz

Alex Lilly hat auf ihrem aktuellen Album 2% Milk den Track “Pornographic Mind” dabei. Über sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz, die für Frauen ein Riesenproblem darstellt und für uns Männer in der Regel kaum wahrnehmbar bleibt. Weil wir ja grundsätzlich davon ausgehen, dass das alles so ok ist, was wir sagen und tun. Wobei ich ernsthaft hoffe, dass mir das auch gelingt. Manchmal hat man(n) ja eine Kollegin, die man(n) so heiss findet, dass der The Rock Test garantiert schief gehn würde. Ausser, man(n) schafft es wirklich, sich zu benehmen. Zu all dem hat Alex eine bittersüsse Synthiepopnummer geschrieben, die mir musikalisch zwar zu süss ist (zuwenig Distortion, Blut und Verzweiflung), deren Inhalt (mit Präsentation) ich aber feiern kann. Applaus! flood via mefi

Was genau ist jetzt das Beste im Mann?

In sehr kurzen Worten: Das mit dem nicht scheisse sein. Mehr Worte: Rasiererfirma Gilette hat den uralten Werbespruch mal in einen Kurzfilm gepackt und vor drei Tagen veröffentlicht. Elf Millionen Views and counting. Und natürlich die ganze Hass­lawine, die immer dann losdonnert, wenn jemand es wagt, toxische Männlichkeit auch nur anzusprechen. Nur dass diesmal keine einzelne Frau sowas gesagt hat, die man vielleicht mit sehr vielen Vergewaltigungs- und Morddrohungen ein­schüch­tern kann, sondern ein multinationaler Konzern, dem sowas elegant an seinem shiny metal ass vorbeizischt. Ja, richtig, ihr rasierenden Marketinggewinner der Wocher, Männer haben die Pflicht, andere Männer für ihr Verhalten in die Verantwortung zu nehmen. See something, say something. Und wisst ihr, Geschlechtsgenossen, eigentlich wäre das ganze beschissene Thema der sexuellen Gewalt (Belästigung, Vergewaltigung, Unterdrückung) völlig leicht aus der Welt zu schaffen: Einfach nicht machen. Einfach nicht scheisse sein, und wenn man als Mann noch so unsicher ist. Dafür müssen wir uns keine original Gilette Razor kaufen. Aber wir müssen das mit dem männlichen Scheissesein mal in den Griff kriegen. Ehrlich. Dann läuft auch alles andere besser.

Whatever the product (continued for way too long)

Lacht nicht. Dieselbe Scheisse wird heute nur subtiler kommuniziert. via sadanduseless

Rocknroll wird weiblich, oder zumindest gleich

Eine Studie im Auftrag des Gitarrenherstellers Fender in Britannien und den USA fand, dass 50 % der Gitarren inzwischen an Frauen verkauft werden. Das klingt zumindest nicht mehr nach Männerdomäne. Nachdem die Weltbevölkerung zu knapp mehr als 50 % weiblich ist, sollten auch entsprechend viele Politikerinnen, Unternehmerinnen, Astronautinnen und eben Gitarristinnen dabei sein. consequenceofsound, pic Brett Sayles ccO

Warum Männer früher sterben

Statistisch gesehen haben Männer auf der ganzen Welt eine geringere Lebens­erwartung als Frauen. Woran kann das nur liegen? Reddit-Citizen u/draypresct hat sich die Mühe gemacht, die Unfallstatistiken seines Heimatlandes, den US of A, in eine anschauliche kleine Grafik umzusetzen. Wir sehen mit Erstaunen, dass tödliche Unfälle unter Kindern geschlechtsneutral sind, während männliche Teenager zunehmend öfter plötzlich zu Tode kommen, und die volle Mortilität im Unfallsektor erst Mitte 20 erreicht wird. Dann verunglücken Männer etwa drei mal so oft final als Frauen. Was passiert hier? Werden Männer mit zunehmendem Alter einfach blöder und laufen im Tran öfter vor den Bus? Weiterlesen

Karriere des Jahres: Robotik-Ingenieurin

Tatsächlich eine gute Idee: Der Kinderträumekonzern Mattel erklärte „Robotics Engineer“ zur Barbie Carreer Of The Year. Klar ist es besser, wenn kleine Mädchen davon träumen, einmal Robots zu programmieren, statt immer nur Fotomodell und/oder Hausfrau spielen zu müssen. Geht doch. 13 Barbiedollars 99 incl Brille, Laptop und Robowelpe, in vier verschiedenen Teints. via notcot

Ron Perlman benimmt sich wie ein ganzer Mann

Gestern twitterte der US-Charakterdarsteller Ron Perlman: „Hab ich schon mal die Geschichte erzählt, als Harvey Weinstein unbedingt wollte, dass ich auf einer Wohltätigkeitsveranstaltung seine Hand schüttle, also ging ich vorher aufs Klo und pisste mir voll über meine Hand, und ging dann geradewegs zu ihm?“ via jezebel

Dungeons&Dragons: Elfen mit wechselndem Geschlecht

Genderfluidity in D&D. Wie der Dungeons&Dragons lead rules designer Jeremy Crawford in diesem Video sehr ausführlich erläutert, tragen die Dunkelelfen („Drow“) ein besonders dunkles Schicksal. Ausserdem können sie einmal pro Tag nach dem Ausruhen ihr biologisches Geschlecht wechseln. In männlich, weiblich oder keines-von-beiden. Das ist offenbar erst kürzlich entdeckt worden, findet sich also im nächsten D&D-Board-Abenteuer „Mordenkainen’s Tome of Foes“. Ich finde es sehr aufregend, und zugleich sehr progressiv, dass die D&D-Entwickler als Hüter einer der grossen, fortlaufenden, epischen Erzählungen der Gegenwart unser gewohntes Rollenverständnis beiseite lassen, und mythischen Wesen aus der Unterwelt andere Herangehensweisen an die Geschlechteridentität zugestehen als wir Bewohner der westlichen Konsumgesellschaft das tun. comicbook

Frauen am Herd und am Südpol

Die 16jährige Australierin Jade Hameister ist der bisher jüngste Mensch mit allen drei grossen Eis-Überquerungen per Ski: Nordpol, Südpol (jeweils vom nördlichsten Breitengrad zum Pol) und einmal quer durch Grönland. Ihr TED-Redebeitrag wurde auf Youtube erwartungsgemäss mit den üblichen Kommentaren gekränkter, marginalisierter und wegen ihres Geschlechts massiv benachteiligter männlicher Schneeflöckchen verziert: „cool story babe, now make me a sandwich“, was in unserer Sprache dem „Frauen zurück an den Herd“ entspräche. Jade hat nun eine schlüssige Antwort veröffentlicht, nämlich das oben stehende Bild von ihr am Südpol (zweiter Besuch), mit einem Sandwich und der Aufforderung: Komm und hol’s dir. Fahr 37 Tage lang und 600 km weit auf Skiern durch das antarktische Eis und hol dein Schinken-und-Käse-Sandwich ab.

Güterwagen voller Weisheit

pic Uncle Susan via Vandalog

Warum muss der Playboy für unsere Bürgerrechte kämpfen?

Die einschlägig bekannte Männerzeitschrift Playboy brachte im November das französische Fotomodell Ines Rau (selfie oben) auf die Titelseite und erntete dafür eine Hasswelle aus ihrem angestammten Kundenkreis. Warum, sieht doch sympathisch aus, die junge Dame? Weil sie transgender ist, was in ihrem Fall bedeutet, dass die Ärzte sie bei ihrer Geburt als männlich identifiziert haben und sie erst im Alter von 16, auch mit Hilfe von Operationen, ihre geschlechtliche Identität zurückbekam. Klingt doch eigentlich sehr tapfer, oder nicht? Weiterlesen

Robots: Mehr Bürgerrechte als Frauen

In der vergangenen Woche verlieh das mittelalterlich geprägte Öl-Königreich Saudi Arabien im verzweifelten Versuch, modern zu wirken, einem Robot die Bürgerrechte: Sophia, gebaut von Hanson Robotics, Hong Kong. Wie Kat Hall im Register richtig anmerkt, hat dieser Robot ab der ersten Sekunde im Wahabitenreich mehr Rechte als Frauen. Keine Gesichtsverhüllung, keine männliche Begleitung. Unser wichtiger Handelspartner und Verbündeter im Nahen Osten schafft damit unerwartet eine ganz eigene Singularität: Weiterlesen

Wie man sexuelle Belästigung vermeidet: The Rock

Nachdem wir gelernt haben, wie einfach es ist, Vergewaltigungen zu verhindern (einfach nicht machen), kommt uns die US-Stand-Up-Comedian und Twitter-Celeb Anne Victoria Clark entgegen und verrät uns einen Life-Hack, um ein für allemal mit… unklaren Situationen fertig zu werden. Die eigentlich gar nicht unklar sein müssten. Ausser vielleicht für Männer. Wenn Frauen beteiligt sind. An der Situation. Wie? Stell dir vor: Weiterlesen

Pr0n vs Game Of Thrones

Bei der Ausstrahlung der ersten Folge aus der aktuellen, siebten Staffel von Game Of Thrones fiel der Traffic auf Pornhub, dem führenden Portal für Erwachsenen­unter­haltung, um signifikante 4,5 %. Nur der gloriose Abschluss der sechsten Staffel führte zu einem noch grösseren Zuschauereinbruch. Bedeutet das alles irgend etwas? Ich glaube nicht. Ich denke, das kann man so stehen lassen. jezebel, pic pornhub insights

Modetrend Beinhaarleggings

Der britische Onlineshop Contrado bietet (unter anderem) Leggings mit aufgedruckter Beinbehaarung an. So als Gegenmodell zum aktuellen Beinrasierzwang. via dangerousminds

Winterplanet als TV-Serie

Das klingt aufregend: Der SciFi „The Left Hand of Darkness“ von Ursula K. Le Guin, im Deutschen veröffentlicht als „Winterplanet“ und „Die linke Hand der Dunkelheit“, wird von der Produktionsfirma Critical Content für eine TV-Verfilmung vorbereitet. Die Autorin ist als consulting producer verpflichtet. Damit könnte eines der Standard­werke des feministischen SciFi zum ersten Mal auf den Bildschirm kommen. Le Guin gelang es mit dem Kunstgriff, einen Planeten zu erfinden, dessen Bewohner nicht eindeutig einem Geschlecht angehören, sondern je nach Situation männlich oder weiblich werden, die Rolle der Geschlechter auf eine Weise zu diskutieren, die vorher und nachher nur selten gelungen ist. Ja, das heisst auch, ich finde, dass ihr alle dieses Buch lesen solltet. via io9

Wie Menschen in Wirklichkeit aussehen

So ziemlich alle (wirklichen) Menschen haben ein Problem mit ihrem Aussehen. Oder tun wahlweise so, als hätten sie ein Problem mit dem Aussehen anderer, wie in „hast du zugenommen?“. Um so erfreulicher ist diese Sammlung von Bildbeispielen aus 10 unterschiedlichen jungen, weiblichen Instagram Accounts. Schon Vorher/Nachher, aber eher auf’s Ein- und Ausatmen bezogen. Oder aufs verkrampft dastehen vs. relaxt rumsitzen. In Wirklichkeit reduziert sich dieses ganze Aussehens-Ding doch auf eigene Minderwertigkeitsgefühle und das Ausüben von Macht (mit oder ohne Kapitalismus). Oder etwa nicht? hellogiggles via boingboing

Mona Haydar: Hijabi

Verdammt, ist das cool. Da würde ich glatt zum Konvertiten werden. Wenn ich irgendwas mit Religion anfangen könnte. Abgesehen davon ist das Statement der Syrerin Mona Haydar grossartig. Und lasst mich mit der Hijab-Debatte in Frieden. Sollen die Mädels doch anziehen, was sie wollen. Weiterlesen