Winterplanet als TV-Serie

Das klingt aufregend: Der SciFi „The Left Hand of Darkness“ von Ursula K. Le Guin, im Deutschen veröffentlicht als „Winterplanet“ und „Die linke Hand der Dunkelheit“, wird von der Produktionsfirma Critical Content für eine TV-Verfilmung vorbereitet. Die Autorin ist als consulting producer verpflichtet. Damit könnte eines der Standard­werke des feministischen SciFi zum ersten Mal auf den Bildschirm kommen. Le Guin gelang es mit dem Kunstgriff, einen Planeten zu erfinden, dessen Bewohner nicht eindeutig einem Geschlecht angehören, sondern je nach Situation männlich oder weiblich werden, die Rolle der Geschlechter auf eine Weise zu diskutieren, die vorher und nachher nur selten gelungen ist. Ja, das heisst auch, ich finde, dass ihr alle dieses Buch lesen solltet. via io9

Wie Menschen in Wirklichkeit aussehen

So ziemlich alle (wirklichen) Menschen haben ein Problem mit ihrem Aussehen. Oder tun wahlweise so, als hätten sie ein Problem mit dem Aussehen anderer, wie in „hast du zugenommen?“. Um so erfreulicher ist diese Sammlung von Bildbeispielen aus 10 unterschiedlichen jungen, weiblichen Instagram Accounts. Schon Vorher/Nachher, aber eher auf’s Ein- und Ausatmen bezogen. Oder aufs verkrampft dastehen vs. relaxt rumsitzen. In Wirklichkeit reduziert sich dieses ganze Aussehens-Ding doch auf eigene Minderwertigkeitsgefühle und das Ausüben von Macht (mit oder ohne Kapitalismus). Oder etwa nicht? hellogiggles via boingboing

Mona Haydar: Hijabi

Verdammt, ist das cool. Da würde ich glatt zum Konvertiten werden. Wenn ich irgendwas mit Religion anfangen könnte. Abgesehen davon ist das Statement der Syrerin Mona Haydar grossartig. Und lasst mich mit der Hijab-Debatte in Frieden. Sollen die Mädels doch anziehen, was sie wollen. Weiterlesen

Müssen Computer uns sagen, wo Frauen benachteiligt werden?

Und müssen sie uns erst vorrechnen, dass diese Einstellung eine Menge Geld kostet? Google hat testweise seine selbstlernenden Neuronalen Netze ins Kino geschickt (bildlich gesprochen) und die jeweils umsatzstärksten Filme der Jahren 2014-16 angucken lassen. Um dann harte Zahlen zu liefern, wieviele Männer und Frauen da jeweils zu sehen waren, und wieviel Sprechzeit alle hatten. Die Ergebnisse waren… ebenso erwartbar wie ernüchternd. Zum einen hatten die Filme mit weiblichen Hauptdarstellerinnen 16 % mehr Umsatz an der Kinokasse als solche mit männlichen. Hidden Figures (Unerkannte Heldinnen, siehe pic) lag ganz vorne. Trotzdem gab’s für Frauen in den prämierten Movies nur ein Drittel Bild- und noch etwas weniger Sprechzeit. Warum ist das wichtig? Weil Filme eine wichtige kulturelle Prägung vermitteln. Vorbilder zeigen. Anregungen für die Heranwachsenden (und nicht nur die) vermitteln. Sonst wird das nichts mit der Weiterentwicklung unserer Gesellschaft. Wär schade drum, nicht? google

Vitiligo: Cooler mit Flecken

Ashley Soto hat diese Vitiligo oder Weissfleckenkrankheit, lässt sich davon aber nicht unterkriegen und addiert noch etwas Bodypainting. Mit tollen Ergebnissen. Weiterlesen

Warum Frauen schlechter bezahlt werden als Männer

Martin R. Schneider aus Philadelphia, Pennsylvania hat das rausbekommen. Warum das so ist, dass Frauen im Durchschnitt schlechter bezahlt werden als Männer. Und warum so viele glauben, das wäre ok so, weil Frauen ja weniger leisten. Er hat nämlich in seinem Office erst versehentlich, dann man bewusst und für zwei Wochen den Emailaccount mit seiner Kollegin Nicole getauscht. Die beiden arbeiten zusam­men für eine lokale Zeitarbeitsfirma. Was passierte? Martin erlebte „am eigenen Leib“, wie anders Leute auf weibliche Bürokräfte reagieren. Immer unzufrieden, immer belehrend, übergriffig, unzuverlässig. Weiterlesen

Ellen von Unwerth: Heimat

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Bayern, wie es niemals war, als Disney-Version für Erwachsene. Die deutsche Mode­fotografin Ellen von Unwerth hat einen Kommentar zur bayrischen Seele in Coffee-Table-Book-Format abgeliefert. Ab April dann auch handsigniert. Grossartig getroffen ist das bayrische Selbstbild vom lebenslustigen Völkchen, das sich weder von Kirche noch Staat die Erotik verbieten lässt. Was natürlich völliger Quatsch ist, weil die Bayern mindestens so spiessig sind wie irgendwelche anderen Leute. Nur zugeben will man das südlich der Donau nicht. Weiterlesen