Passend gekleidet im 21sten Jahrhundert

Wenn man schon über kulturellen Hintergrund spricht, dann gleich richtig, finde ich. Religionen sind mir egal, wie den meisten anderen Leuten auch. Meine Heiligen sind Pac Man, Supermario und William Joseph „B.J.“ Blazkowicz. Jetzt zuschlagen, für 29 Maga-Dollar 99 plus Versand.

Always Moving

Voivod, die alten kanadischen Hexenmeister sind zurück. Schön, dass sie noch in unserer Dimension leben. Gestern kam das neue Video oben. Thrash-Metal ist es ja nun keiner mehr, und für Math-Metal ist es zu abgeklärt. Aber die häufig wech­seln­den Minor-Akkorde sind geblieben.

Live Øya, Oslo: Chelsea Wolfe

Bemerkenswertes Live-Video vom diesjährigen Øya Festival in Oslo. Nicht genug damit, dass Chelsea Wolfe einfach eine herausragende kontemporäre Künstlerin ist, die Performance der Band gibt Hoffung darauf, dass sich im Doom-Gaze (oder wie immer man das nennen will) neues Leben entwickelt. Obwohl es ja eine ganze Reihe langsamer, tiefer gestimmter, moderner Metal-Bands aus dem Black- und Doom-Umfeld gibt, beschränken sich viele Sänger bei allem anerkennenswerten textlichen Existentialismus doch deprimierend oft auf’s Tierstimmen imitieren. Klare Frauenstimmen werden dagegen gerne mal dazu verwendet, geschmacksfernen Gothic-Kitsch zu produzieren. Zwischen diesen Antipoden gäbe es eigentlich genug kreativen Gestaltungsraum, allerdings wird dieser nur zögerlich genutzt. Um so dank­barer bin ich für die Leistung Chelseas. Ihr letztes Konzert in München (nächst­liegende Grosstadt) früher in diesem Jahr habe ich verpasst, das soll mir nicht noch mal passieren.

Foundation wird doch verfilmt, von Apple

Die Foundation-Trilogie von SciFi-Grossmeister Isaac Newton Asimov (war jetzt lange genug lustig) sollte zwar schon vor 10 Jahren verfilmt werden (und jedes Jahr vo jemand anderem), hat aber jetzt end­lich einen sicheren Raumhafen gefunden: Apple. Die 10 Folgen sind fest gebucht, erfahrene Serienpiloten ebenfalls, aktuell wurde der Vertrag unterschrieben. Soll uns recht sein. Heisst das, Apple will Serienproduzent werden? Kein Problem auch damit. deadline via io9, oben ein sehr altes buchcover der trilogie

Come Out

Das 12minütige Stück wurde vom US-Komponisten Steve Reich im Jahr 1966 aus Tonbändern geschnitten, aufgenommen während der Vernehmung von verhafteten schwarzen New Yorker Jugendlichen. Der hier verwendete Loop aus vier Wörtern stammt aus einer Aussage, in der ein Teenager beschrieb, dass er seine kaum verheilten Bluergüsse öfffnen musste, um zu beweisen, dass er von Polizisten während der Untersuchungshaft geschlagen wurde. Die Choreografie im Video wurde 1982 von der Belgierin Anne Teresa De Keersmaeker hergestellt und aufgeführt. Beides zusammen bildet eines der eindrücklichsten Beispiele für Performance, die mir in Jahren begegnet sind. Hier im Blog steht es auch deswegen, weil die Barbarei der letzten Tage, Wochen, Jahre in unserem Land einen Kontrast benötigt. Kultur ist immer politisch. Oder wertlos. via mefi

Die Wahrheit über Star Wars, aus Sicht der Zielgruppe

Umwerfend erheiternder Remake des allerältesten Star Wars Films, von einer Bande augenscheinlich besonders begabter Kids. Wie Schultheater, nur mit Luke und Leia. Hoffentlich bald in allen Kinos (naja). via neatorama

Neulich in Kyoto

Von Kyoko Nakamura, via supersonic