Passende Hexenhüte für die Zeit nach Mutternacht

In einer Woche ist Mittwinter (Mutternacht), dann werden die Tage wieder länger und das Leben kehrt zaghaft in die vom Kapitalismus verwüstete Welt zurück. Damit die urbane Hexentätigkeit passende Impulse erhält, fertigt Kate (pic oben) aus Lexing­ton, Kentucky dazu Hüte aus weichem, farblich abgestimmtem Filz. In ihrem Etsy Shop gibts die für 2-400 USD. Weiterlesen

Der Laserpapst kommt

Er kommt! Und er ist schon auf Kickstarter! Seit heute! Zero tolerance! Pontifex nochmal, das wird eine Orgie! laserpope

Unsere Liebe Frau von der Popkultur

Die französische Objektkünstlerin Soasig Chamaillard verarbeitet den antiken und mittelalterlichen Popkulturmythos der Jungfrau Maria, mütterliche Mittlerin zwischen dem allmächtigen Partriarchen im Himmel und dem Fussvolk auf Erden (also uns). Eigentlich der sympathische, da heidnische Teil des Christentums. In den Marien­statuen Chamaillards begegnet uns die gesamte aktuelle Popkultur und beleuchtet so tatsächlich die bohrenden Fragestellungen: Wozu brauchen wir eine leid- und gnadenvolle Mittlerin zum Unerreichbaren? Können wir nicht selbst irgendwann erwachsen werden? Wieviel Opium braucht so ein Volk eigentlich? Weiterlesen

Marie Davidson: Work It

Schöner Retrotechnotrack, grossartiger Aufbau, industrialnahe Sounds. via guardian

Passend gekleidet im 21sten Jahrhundert

Wenn man schon über kulturellen Hintergrund spricht, dann gleich richtig, finde ich. Religionen sind mir egal, wie den meisten anderen Leuten auch. Meine Heiligen sind Pac Man, Supermario und William Joseph „B.J.“ Blazkowicz. Jetzt zuschlagen, für 29 Maga-Dollar 99 plus Versand.

Always Moving

Voivod, die alten kanadischen Hexenmeister sind zurück. Schön, dass sie noch in unserer Dimension leben. Gestern kam das neue Video oben. Thrash-Metal ist es ja nun keiner mehr, und für Math-Metal ist es zu abgeklärt. Aber die häufig wech­seln­den Minor-Akkorde sind geblieben.

Live Øya, Oslo: Chelsea Wolfe

Bemerkenswertes Live-Video vom diesjährigen Øya Festival in Oslo. Nicht genug damit, dass Chelsea Wolfe einfach eine herausragende kontemporäre Künstlerin ist, die Performance der Band gibt Hoffung darauf, dass sich im Doom-Gaze (oder wie immer man das nennen will) neues Leben entwickelt. Obwohl es ja eine ganze Reihe langsamer, tiefer gestimmter, moderner Metal-Bands aus dem Black- und Doom-Umfeld gibt, beschränken sich viele Sänger bei allem anerkennenswerten textlichen Existentialismus doch deprimierend oft auf’s Tierstimmen imitieren. Klare Frauenstimmen werden dagegen gerne mal dazu verwendet, geschmacksfernen Gothic-Kitsch zu produzieren. Zwischen diesen Antipoden gäbe es eigentlich genug kreativen Gestaltungsraum, allerdings wird dieser nur zögerlich genutzt. Um so dank­barer bin ich für die Leistung Chelseas. Ihr letztes Konzert in München (nächst­liegende Grosstadt) früher in diesem Jahr habe ich verpasst, das soll mir nicht noch mal passieren.