Burt Gummer For President

Machen wir uns nichts vor: Dieser Trump ist eine Marionette der Milliardäre und Opiumclown fürs Volk. Und diesen Biden finden wir nur gut, weil er nicht Trump ist, und nicht bei den milliardärshörigen US-Republicans, sondern bei den langweiligen US-Democrats, die aber wenigstens noch gute Abgeordnete haben wie AOC und die Squad. Und wir hier im alten Europa wählen da eh nicht mit, sondern tragen nur die Konsequenzen. Also sage ich: Burt for President! Und was ich noch sage, ist: Fantastisch, dass es immer neue Tremors-Filme gibt, wie aktuell Tremors Shrieker Island, den wir so ab Ende des Monats sehen können. Burt! Burt! Burt! via io9

Endlich Quake auf Vinyl

Seit der Veröffentlichung des (aber wirklich) legendären First-Person-Shooters Quake im Jahr 1996 haben wir diverse Dimensionssprünge hinter uns gebracht – mal ehrlich, wer hätte sich vor 24 Jahren Smartphones, SarsCov2, Trump und eine seit 20 Jahren kreisende Internationale Raumstation auf einmal vorstellen können? Also ist es um so wichtiger, dass der Originalsoundtrack des Klassikers endlich auf schwerem Doppel-Vinyl erscheint, für 35 Die-Regierung-Belügt-Uns-Und-Führt-Geheime-Dimensionstor-Experimente-Durch-Dollars im NineInchNails-Webshop. via boingboing

Bester. Peptalk. Ever.

Peptalk wie Aufmunterungsrede. Jack Conte ist eigentlich Musiker, hat die Band Pomplamoose und die Künstlerfinanzierungsplattform Patreon gegründet und erklärt in diesem Video sehr, sehr gut, wie das ist, wenn man was macht (in seinem Fall Musik und alles drumherum): Es geht in 99kommaweissichnich aller Fälle in die Hose. Ab und zu funktioniert was, und machst ein bischen Kohle (was dringend nötig ist) und dann geht wieder alles schief. Und dann klappt wieder was. Und dann wieder nicht. Was du lernen musst, wenn du etwas machst, ist, die Misserfolge nicht so schwer zu nehmen. Ja, ok, hat nicht hingehauen, und das davor auch nicht, und es geht schon ne Weile so. Aber du bleibst dran, und dann wird es auch was. Genau darum geht es. via boingboing

Musiktheorie ist Rassismus

Schon lange wächst in mir die Überzeugung, dass man alle „klassische“ Musik vor 1850 besser verbrennen und vergessen sollte. Vielleicht mit Ausnahme einiger weniger Partituren für wissenschaftliche Zwecke. Aber in unserer Kultur hat diese „Klassik“ in meiner wie erwähnt wachsenden Überzeugung nichts mehr zu suchen. Meine Argumente waren hier zunächst eher musikalischer Art: Weiterlesen

Katsumi Hayakawa: Die Skulptur als Stadt

Papier, Druck, Acryl, Kunstrasen. Katsumi Hayakawa bringt in Malerei und Skulptur die urbane Landschaft in eine Form, die gleichzeitig unbegreiflich und vertraut unser Lebensumfeld beschreibt. Die Stadt, oder die Idee der Stadt, von aussen, von der Seite, als Bonsai Version ihrer selbst. Oder von Tokyo, wo der Künstler lebt, als Abstraktion von Urbanität.

via colossal

Wofür Turntables wirklich erfunden wurden

Für zoetropische Slipmats nämlich. Mit Mario oder anderem. via boingboing

Wenn jemand ein ambivalentes Verhältnis zu Pilzen hat

Instagram-User Spoon zeigt uns das ganze Ausmass seiner Verunsicherung und Ablehnung Pilzen gegenüber. Sehr deutlich sogar. Mit ausgestrecktem Mittelfinger. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass diese Instaseite etwas mit Kunst zu tun hat: fuck mushrooms

VOIVOD – The End Of Dormancy

Keine Frage. Voivod sind alt geworden. Zur Hölle, die Band hat 1982 angefangen. Im Juli kommt das neue Album „The End Of Dormancy“ mit Vinyl-EP-Auskopplung, und hier zeigen die Kanadier, dass man mit zunehmenden Alter eine raffinierte Art von Bosheit entwickeln kann, die dem ganzen Metal-Genre einen massiven Tritt verpasst. Die Pandemie-Cyberpunk-Optik des Videos wächst aus den ersten Anfängen der Ex-Thrasher heraus und bildet nur den Rahmen für ein Stück Präzisionsmetall, das sichtbar über den heutigen Prog-Djent-Post-Metal-Durchschnitt herausragt. Diese Männer wissen genau, was sie tun, und sie tun es mit Modern-Jazz-Bläsersätzen im Intro. Hail Satan! Und der dunkle Lord lächelt sicher zufrieden, während er dem neuesten Werk seiner emsigen Jünger lauscht. Geht mir genau so.

Lovecraft Country

Neue HBO-Serie, ab August, 10 Folgen erstmal. Atemberaubend aktuelle Story von 3 Afrikan Americans im den schlimmen, rassistischen 50ern, zwischen dem Horror weisser Überlegenheitsideologie und dem Horror Lovecraft’scher Monster. Bin sehr gespannt. via io9

Solar Opposites: Sind Aliens menschlicher als wir?

Aus der Rick-Und-Morty-Ecke kommt derzeit Solar Opposites auf Hulu und sonst in dieses Internet. Am 8.Mai wurde die erste Staffel veröffentlicht (binge, baby, binge), der Trailer verspricht extra würzige Unterhaltung, Eher so für Erwachsene, bei der auffallend hohen Dichte an Momenten mit alien Fortpflanzungshumor. Schau ich mir als nächstes an. via io9

Oranssi Pazuzu: Uusi Teknokratia

Vor nem Monat erschienen, aus dem fünften Album der finnischen Black-Metal-Sinfoniker. Sehr schön. via thequietus

Medien nach der Krise: So wird das aussehen

US-Rapstar Travis Scott gab gestern Abend ein Konzert anlässlich seiner aktuellen Single-Veröffentlichung, und 12 Millionen Menschen sahen zu. Zum Vergleich: Mehr Zuschauer hat die Tagesschau nur zu besonderen Krisen, sonst eher unter 10 Mio. Und wo war das Konzert? Na, im derzeit heissesten Social Network. Fortnite. Wo sich Spieler jetzt einen Travis Scott als Avatar zum Mitspielen kaufen können. Und wo der echte Travis noch weitere 4 Konzerte gebucht hat. Wisst ihr was: Ich spiel selber nicht Fortnite, ist mir zu bunt und kindgerecht (noch mehr als WoW), aber das Video vom Event ist super. Tja dann. Lebt wohl, alte Medien. War ne schöne Zeit. kotaku

Penny Dreadful 2: Okkulte Mächte, Nazis und die geistigen Grossväter Trumps

Neuer Trailer, ab Sonntag im US-TV und sicherlich kurz darauf im freien Internet: Penny Dreadful City of Angels. Mit der grossartigen Natalie Dormer als Gestalt­wandlerin und Police Officer aus der Finsternis, und Daniel Zovatto (Horrorgestählt in Beneath, It Follows, Dont Breathe, Fear the Walking Dead und anderen) als erster Latino-Detective in der Kriminalpolizei von Los Angeles der Dreissiger Jahre. Bonus: Jede Menge Rassenkonflikte und ein blossgestelltes weisses Amerika. Yay!

Der Couchkartoffelpersönlichkeitstest

Wenn man zuviel Zeit hat. So im Lockdown. Diesen Test fand ich unterhaltsam: Erst sich selber einschätzen, dann Charaktere aus den Lieblingsfilmen/Serien. Dann als Ergebnis eine Übereinstimmung kriegen. In meinem Fall: Hoban Washburne (Firefly + Serenity). Klar wollen wir alle immer die Helden sein, die Jon Snows, und nicht die Tyrion Lannisters. Aber dazu bringen wir nicht immer den nötigen Bierernst auf, oder? Wie isses bei euch? openpsychometrics, via mefi, kottke

Ana Tijoux: Antifa Dance

Heute wichtiger als in Jahren: Antifaschistische Kunst. Gegen die Überlegenheits- und Herrschaftsphantasien einer kleinen Gruppe von weissen Cis-Hetero-Imperialisten und ihrer Fans. Am Ende laufen Klassismus, Sexixmus, Rassismus zu einem totalitären Blutrausch zusammen, die Gewaltfantasien emotional Verarmter treffen heute Sisha-Bars und Synagogen, gestern ganze Länder und Populationen, morgen hoffentlich weniger. Aber das liegt an uns. Und Props an Ana für die Zusammenfassung.

Insect Ark: Skin Walker

Diese Band erscheint immer wieder auf meinem Radar. Sehr untypisch: Die Verwendung einer Steel Guitar. Sehr typisch: Der kontemporäre Fusion-Black-Metal-Shoegaze-Drone, hier in instrumentaler Version, ohne lästigen Gesang. Sind auf Tour in Europa, im März ein paar Shows hier in Kaltland. insectark

Iain Banks Tshirt der Woche

Man muss ein solches Fashion Item feiern. Iain Banks, Visionär des digitalen Postkapitalismus, als Band-Tshirt mit dem Logo der wunderbaren Black Flag. Rogueprintco, 20-22 USD. via boingboing

Skywatch: Die Herrschaft der Logistikdrohnen

Colin Levy hat sechs Jahre lang an diesem beeindruckenden SciFi-Kurzfilm gearbeitet und namhafte US-Schauspieler wie Jude Law zu Kurzauftritten überreden können. Der Film allerdings zeigt ein Horrorszenario der nahen Zukunft, wenn ein übermächtiger Konzern (zB Amazon) mit einem Netz von Lieferdrohnen mehr Macht an sich reisst, als das über das Internet alleine möglich wäre. ProTipp: Nichts bei Amazon kaufen, in alle Browser Adblocker einfügen, keine Messenger von Google oder Facebook benutzen. Frohes Fest allerseits, auch wenn der eigentliche Mittwintertermin schon vor drei Tagen war. Egal. via kottke

Die Farbe aus dem Weltall

Eine der besten Lovecraft-Kurzgeschichten als Gegenwarts-Horror. Mit Nicolas Cage in der Hauptrolle. Was kann da schon schiefgehen? Kommt am 24. Januar, wenn nicht irgendwer zuvor was hochlädt. Soll ja vorkommen.

One Cut of the Dead

Eigentlich war mit „The girl with all the gifts“ 2016 das Zombie-Genre erfolgreich abgeschlossen. Mehr gibts zu dem Thema nicht zu sagen. Ausnahme, vielleicht: Die Komödie. Schon vor 2 Jahren drehte Shin’ichirô Ueda die japanische Version der Zombieklamotte, mit einem Zombiefilm, der auf dem Filmset eines Zombiefilms spielt. Also eine Verwechslungskomödie mit Zombies. Der Film wird grade wieder der Erde entrissen, schon der Trailer ist vielversprechend. via io9

Warum Japan uns kulturell überlegen ist

Kanaldeckel. Gusseisenschwer und unansehnlich. Nicht so in Japan, wo bereits erste Städte mit Pokemon-Deckeln ausgestattet werden, die nicht nur instant zur Touristenattraktion werden, sondern dazu noch die Position von Pokestops verraten. Und? Wann kriegen wir sowas? He? Weiterlesen

Geld (Das ist es was ich will)

Der Top-40-Hit „Money“ von 1979 ist als Video noch besser. Ein Klassiker. Eine Coverversion der Flying Lizards, das Original von Barret Strong stammt von 1959. via blört

Immer noch am Leben

Shintaku Kanako: i am still alive. Fotoserie. via thisisnthappiness

Abstrakte Muster aus der Luft

Die Brüder JP und Mike Andrews leben in Britannien, reisen aber (verständlicher­weise) viel herum und fotografieren mit ihren Drohnen die Welt von oben. Und machen dadurch für uns sichtbar, wieviele Muster aus dieser Perspektive zu sehen sind. Natürliche und menschengemachte. Überhaupt: Menschen lieben Muster. Wir sehen überall Muster. Auch da, wo eigentlich gar keine sind. Vielleicht hat das unserer Spezies geholfen, die Vorsteinzeit zu überstehen. Heute bringt uns diese Liebe zu Mustern und Wiederholungen tagtäglich in Schwierigkeiten. Die Bilder der Andrews‘ sind aber sehr schön, und wir können sie als Print auf ihrer Website erwerben, um sie dann in unsere Wohnung zu hängen: abstractaerialart via thisiscolossal pic c ip&mike andrews

Steampunk ist doch nicht tot

Als Cosplay-Kategorie verblasst Steampunk wieder, aber in der Literatur (ein­schliess­lich TV-Serien) blüht das Genre weiter. Die Verquickung von romantisiertem viktorianischem Zeitalter (Segelschiff, Dampflokomotiven, Arbeiterklasse im Elend) und Fantasy (Strahlenpistolen, Vampire, Feen, das Monster im Anderen suchen, nicht mehr im Kapitalismus) verströmt eine Hoffnung auf Sinnhaftigkeit in einer ansonsten unerträglichen Lebensumgebung. Oder wer von uns würde wirklich in diesen pittoresken, aber schrecklich unbequemen Klamotten rumlaufen wollen, in einer Welt, die noch weniger Rechte für Frauen, Arbeiter, Dunkelhäutige anbietet als unsere unbefriedigende Gegenwart. Aber als Buch oder Film: Zauberhaft. Weiterlesen

Der Traum der Fischerin

Yushi Li stammt aus China, lebt in London, studiert am Royal College of Art und fotografiert ihre Tinderdates. Nackt, beim essen, im Bad. Und enthüllt dabei Klischees wie im Titelfoto „Der Traum der Fischerin“, das sich auf den alten japanischen Tentakelsex-Holzschnitt „The Dream of the Fisherman’s Wife“ bezieht. Im Erklärvideo unten beschreibt sie einige ihrer Begegnungen mit „Wir haben es für die Kunst gemacht“. Nein, nicht das. Fotos. via mefi Weiterlesen

The Expanse 4: Starttermin

Die beste SciFi-Serie der letzten Jahre geht in die vierte Staffel. In der dritten hatten sich buchstäblich die Tore zu neuen Sternen geöffnet. Jetzt muss die Menschheit damit klarkommen. Mittendrin die Besatzung der Rocinante. Und zwar ab dem 13. Dezember, nach dem alten Erdkalender. Unten ist ein zweiter Trailer. Mit Landung, woanders. Weiterlesen

Heavy Metal Knitting World Championship 2019

Ich möchte euch nicht verheimlichen, dass die ersten Weltmeisterschaften im Heavy Metal Stricken in Joensuu, Finnland, von Giga Body Metal aus Japan gewonnen worden. Wir dürfen jetzt auf die nächstjährige Championship gespannt sein. Hier die HMKC2019 Website.

They Live Distracted

Grossartiger Mashup von Rob Israel, They Live + Distracted Boyfriend. Als Sticker oder Print zu haben. via jwz

Gute Omen, schlechte Omen

Good Omens ist eine neue Serie nach einem Buch von Terry Pratchett und Neil Gaiman. Vielversprechend. Ein Traum-Autorenduo. Weiter angeheizt wurde der Nano-Hype dadurch, dass bescheuerte Christen (es soll auch nicht bescheuerte geben, hab ich gehört) eine Petition starteten, um die Ausstrahlung zu verhindern, und diese prompt beim falschen Sender einreichten. Der Plot mit den widerwillig zusammen arbeitenden zwei Übernatürlichen, einem Engel und einem Dämonen, die gemeinsam und durch eigenen Beschluss das Ende der Welt aufhalten wollen, klingt zwar gut, funktioniert aber nicht. Weil meine fave Blogs alle von der Serie ge-raved haben, wie gut sie sei etc, hab ich mir den Pilot angesehen und im Geiste mit anderen Götter- und Dämonenserien (The Good Place, American Gods) verglichen. Verdict: Schwach. besonders der Humor kommt wirklich viel zu brav rüber. Das mag schön für die Einschaltquoten sein, macht Good Omens aber auch repetitiv und langweilig. Ich warte lieber auf die dritte Staffel von American Gods. Danke.