Planeten… so sind sie nun mal

James O’Donoghue arbeitet bei der JAXA (Japan Aerospace Exploration Agency) und veröffentlicht wissenschaftliche Videos wie dieses hier. Ich wusste nicht, dass unsere Gasriesen es so eilig haben. via boingboing

Halal 2020

Yay. Es ist 2020. Wir leben in der Zukunft, endgültig. Obwohl, halt: Ich lebe in der der Zukunft. Meiner eigenen. So wie im Bild oben, nur nicht ganz so aufregend. Leute dagegen, die im aktuellen Millennium geboren sind, leben in ihrer Gegenwart. Aber wie wir alle seh ich die Welt aus meinen eigenen Augen. Und sie sieht einerseits fantastisch aus, und andererseits grauenhaft. Weiterlesen

Skywatch: Die Herrschaft der Logistikdrohnen

Colin Levy hat sechs Jahre lang an diesem beeindruckenden SciFi-Kurzfilm gearbeitet und namhafte US-Schauspieler wie Jude Law zu Kurzauftritten überreden können. Der Film allerdings zeigt ein Horrorszenario der nahen Zukunft, wenn ein übermächtiger Konzern (zB Amazon) mit einem Netz von Lieferdrohnen mehr Macht an sich reisst, als das über das Internet alleine möglich wäre. ProTipp: Nichts bei Amazon kaufen, in alle Browser Adblocker einfügen, keine Messenger von Google oder Facebook benutzen. Frohes Fest allerseits, auch wenn der eigentliche Mittwintertermin schon vor drei Tagen war. Egal. via kottke

Mondlandung? Welche Mondlandung?

Ich bin tatsächlich schon gefragt worden: „Sag mal, glaubst du, dass die Mond­landung echt war?“. In einem solchen bizarren Moment möchte ich ausrufen: „Mondlandung? Welche Mondlandung?“ Es waren nämlich sechs. Nicht eine. Zuletzt mit Mondauto. Das Video hier allerdings zeigt Herrn Nixon, wie er in einer Fernseh­ansprache an die Nation das Scheitern der ersten Apollo-Mission verkündet. Nein, das Video ist nicht von Kubrick und 50 Jahre alt, sondern aus den MIT Labs für künstliche Intelligenz. Die heute so gut ist, dass sie beliebige Videos mit beliebigen Prominenten herstellen kann. Was bedeutet, dass Bekennervideos gleichwelcher Art ab sofort Fake sind. Deepfake. Alle. Willkommen in der Zukunft. via kottke

Saturn: 20 neue Monde, Namen gesucht

Mondreichster Planet unseres Sonnensystems ist nach unserer aktuellen Kenntnis Saturn, mit 82 natürlichen Satelliten. Jupiter hat „nur“ 79 bekannte. Ein Team der Carnegie Institution for Science in Washington DC um Dr. Scott Sheppard machte mit dem Subaru Teleskop auf dem hawaiianischen Maunakea die Entdeckung. Die Monde sind alle rund 5 Kilometer gross (Durchmesser), es könnten als noch kleinere da sein. An den neu entdeckten Trabanten fällt vor allem auf, dass sie relativ weit weit vom Ring-Planeten kreisen (2 – 3 Jahren Umlaufzeit), aber nur 3 davon in der „richtigen“ Richtung, also mit der Rotationsrichtung Saturns. Die anderen 17 kreisen entgegen gesetzt. Deshalb gehen die Astronomen davon aus, dass alle das Produkt kollidierter Asteroiden oder Kometen sind und nicht zeitgleich mit dem Planeten entstanden. Jetzt kommt ihr ins Spiel: Die 20 Neuen brauchen Namen, alle nach Riesen aus der Mythologie und Sagenwelt. Zwei davon aus den Inuit Erzählungen, die anderen nach nordischen und gallischen Riesen. Einsendeschluss ist der 6. Dezember, hier gehts zum Contest. via bbc

Cirroctopodenvideo der Woche

Die Forschungsbesatzung der E/V Nautilus hat diesen munteren, etwa 20 cm grossen Kraken gefilmt, mit Hilfe eines ferngesteuerten Tauchmoduls und in etwa 1600 Metern Tiefe. Nettes Tierchen. via kottke

Spacehopper

Sieht aus wie aus einem älteren SciFi-Film, ist aber letzten Dienstag so in Texas rumgeflogen. SpaceX will die Antriebstechnik für orbitale und interplanetare Flüge verwenden. Da wir nicht wissen, ob unsere Zivilisatuion wirklich eine Zukunft hat, ist es doch schön, dass wir Dinge bauen können, die wenigstens nach Zukunft aussehen, nicht wahr? via kottke, ars technica

Häuser und Brücken aus Vulkangestein und Zucker

Die Erdkruste besteht zu einem Drittel aus Basalt, und zucker- oder stärkehaltige Pflanzen lassen sich fast überall anbauen. Der Basalt lässt sich zu Fasern pressen, die ähnliche Eigenschaften wie Carbon-Fasern haben, aber weit günstiger herzustellen sind, dazu leichter und zugfester als Stahl. In Russland liegen bereits über 1000 km Pipelines aus Basaltfaserwerkstoffen. Um die Fasern in Form zu halten, so dass Fahrzeuge oder Gebäude daraus hergestellt werden können, ist irgendeine Form von Polymer (Kunststoff) nötig. Diesen kann man aber heute nicht nur aus Erdöl, sondern genau so aus Stärke und Zucker gewinnen. Weiterlesen

The Expanse 4: Starttermin

Die beste SciFi-Serie der letzten Jahre geht in die vierte Staffel. In der dritten hatten sich buchstäblich die Tore zu neuen Sternen geöffnet. Jetzt muss die Menschheit damit klarkommen. Mittendrin die Besatzung der Rocinante. Und zwar ab dem 13. Dezember, nach dem alten Erdkalender. Unten ist ein zweiter Trailer. Mit Landung, woanders. Weiterlesen

Dämmerung des Imperiums

Andrew March lebt am Meer, ausserhalb von Bristol, UK. Das ist seine Version der Dawn of the Empire. Ende diesen Jahres wird die usprüngliche Star-Wars-Saga zu Ende gehen (nicht die Weitervermarktung). Die Schicksale und Lebenslinien von Luke, Leia, Han und Chewbacca haben ihren Endpunkt erreicht, und das grosse Heldenepos meiner Generation damit auch. Das wars, Boomer, die Kultur unserer Spezies macht ohne uns weiter. Möge die Nacht mit uns sein (ja, mit N). artstation/conceptships

Belka und Strelka

Am 19. August 1960 umkreisten die beiden Hündchen Belka und Strelka unseren Planeten, und kehrten danach sicher wieder auf den Boden zurück, wo sie ein glück­liches Leben hatten. Damit waren sie die ersten Erdbewohner, die den Weltraum in vollem Orbit erlebten und danach davon erzählen konnten. Juri Alexejewitsch Gagarin schaffte das erst im Frühjahr darauf. Im Octophant Shop gibt es dazu diese schönen Gedächtnisslipper (US-Grössen 7 bis 13) für überschaubare 59 Dollar.

Das Leben als Elitepilotin (Fanfilm)

Fünfminütiger Teaser, aus dem Leben einer Pilotin in der Welt von Elite Dangerous – die Weltraumgrafik und viele grafische Elemente im Video sind direkt aus dem Space Game. Obwohl das Video vielversprechend und wie aus einem Parallel­universum zur Serie „The Expanse“ wirkt (ist ja auch irgendwie so), sind bis zur Verwirklichung als Webvideoserie noch einige Hürden zu nehmen. Wie die Videocrew „The Eranin People’s Film Board“ auf Youtube erklärt, müsse man für weitere Produktionen Kickstarter nutzen, dafür ist allerdings die Zustimmung von Frontier Development als Entwickler und Rechteinhaber für Elite Dangerous nötig. Viel Glück! via AEDC discord

Peak Fisch

Die globale Fischmenge, das maximale Gewicht erwachsener Speisefische in Tonnen, nimmt seit 1930 ab. Heute geben die Ozeane 1,4 Millionen Tonnen weniger Fisch her als damals. Wenn man regionale Überfischung herausrechnet, ist der Einfluss der globalen Erwärmung nachweisbar. Kein Problem, Fisch macht ja nur 17% des tierischen Proteins in unserer Ernährung aus. Dann essen wir eben mehr Hühnchen, oder? Ja, aber an der Küsten ärmerer Länder werden die Leute hungern. nytimes, pic cc0 Rudy van der Veen

XYZ, From Fire And Dust – Cyberpunk ohne Hacker

Im wiedererkennbaren Cyberpunksetting, aber ohne die Bildschirmverliebtheit der frühen Cyberepoche. Geklonte, künstliche Menschen kämpfen um ihre Rechte. Von K-Michel Parandi, 15 Minuten Trailer im klassischen Industrial-Neon-Glanz mit Retro-Elektronika-Soundtrack. Da bin ich mal gespannt auf Film oder Serie. via io9

Jupiter: Der Vorbeiflug

Die NASA hat ein neues Video raus, von der Juno-Sonde. Zeitraffer, 125-fach, aber atemberaubend. Navigare necesse est, sag ich da nur.

Wie unsere Gene unser Leben bestimmen (garnicht)

Die allgemeine Vorstellung, gegründet auf zurückliegenden Forschungsergebnissen und Theorien, ist, dass unser Ergbut, die Gene, Chromosomen, DNS, unser Leben und das unserer Nachfahren bestimmen. Ob man erfolgreich, schön, glücklich wird. Wir sollten allerdings nicht übersehen, dass der heutige Forschungsstand ein völlig anderer ist: Nämlich dass alle Organismen im Laufe ihres Lebens die eigene DNS umprogrammieren, und dass die anlässlich der Fortpflanzung weitergegebenen Informationen tatsächliche einen maximal winzigen Einfluss auf die nächste Generation haben. Detailliert hier: It’s the End of the Gene As We Know It pic Steffen Dietzel cc by sa

20 Jahre Realität gewordene Utopie: ISS

Heute vor 20 Jahren wurde das erste Modul der Internationalen Raumstation an der Spitze einer russischen Proton in die Umlaufbahn gewuchtet. Seither ist das wichtigste gemeinsame Bauwerk der Menschheit im Weltall und seit 2000 ständig bewohnt (Alex Gerst ist seit 167 Tagen oben). Wir leben seit 20 Jahren in der Zukunft. Vielleicht hält unsere Spezies ja doch noch eine Weile durch. bild dlr

The Expanse, als Tabletop

the_expanse_rpg

Die neue beste Scifi-Serie kommt nochmal auf den Tisch, als RPG Tabletop, unter Beteiligung der Originalautoren. Es gab letztes Jahr schon mal ein anderes
The Expanse Board Game, das sich aber mehr mit Flottenoperationen und der Kontrolle übers Sonnensystem beschäftigte. Die aktuelle Kickstarterfinanzierung war innerhalb einer Stunde erfüllt, mittlerweile liegt mehr als das Zehnfache des Start­betrags im Spendentopf, so dass die Entwickler sich immer neue Stretch Goals ausdenken müssen – das Crowdfunding geht noch weitere 24 Tage. Das kommende RPG lässt die Spieler in Rollen schlüpfen, die den Charakteren der TV-Serie ähnlich sind. Wenn der Erfolg der Serie weiter so kometenhaft zunimmt, wird früher oder später wohl Disney als dunkles Imperium… obwohl, halt. Amazon hat ja schon die TV-Rechte gekauft. Also ist wahrscheinlich Amazon das neue Disney, nur noch etwas dunkler. via io9

Spacelab: Kraftwerk lösen Versprechen ein

Gestern abend, 40 Jahre nach Veröffentlichung ihrer Weltraumnhymne „Spacelab“ spielten Kraftwerk vor 7000 Zuschauern in Stuttgart. Nicht nur live sondern als Live-Jam zusammen mit Alexander Gerst auf der ISS in 400 km Höhe im dem Atlantik (zum Zeitpunkt des Konzerts), der auf dem Tablet einige Sequenzen mit-jammte. Na also, Menschheit. Geht doch. esa via metafilter

Der Neptun, von Chile aus gesehen


Das neue Very Large Telescope bei Cerro Paranal, Chile, des European Southern Observatory (HQ Garching bei München) kann solche Bilder vom Neptun und anderen äusseren Planeten machen, weil insgesamt vier Achtmeter-Teleskope zusammengerechnet werden. Die Auflösung ist höher als beim Hubble Welt­raum­teleskop. Das nächstgrössere Extremely Large Telescope mit einem Durchmesser von 39 Metern ist bereits im Bau. via gizmodo

Tiangong-1 stürzt auf die Erde, am Wochenende

Am kommenden Wochenende wird die chinesischen Raumstation Tiangong-1 auf die Erde fallen. Tja. Ab Freitag ist damit zu rechnen, dass sie in Richtung Erd­ober­fläche abbiegt, nachdem die derzeit noch kreisende Station von den obersten Ausläufern der Atmosphäre ausreichend abgebremst wurde. Glücklicherweise ist die seit 2011 betriebene Krone der chinesischen Weltraumforschung nur 8,5 Tonnen schwer und nicht annähernd so gross wie die Internationale Raumstation ISS. Weiterlesen

Prospect: Der Wilde Weltraum-Westen

Im März auf der SXSW in Austin zum ersten mal zu sehen: Prospect. Eigentlich ein Western, aber es gibt Raumanzüge, Raumschiffe und stark florierte, toxische Monde mit seltensten Mineralien und dem Gesetz der Faust. Und mittendrin ein Mann und seine teenage Tochter, die das grosse Geld finden wollen. Und auch finden. Bis dann natürlich alles schiefgeht und die Kleine ihre eigenen Entscheidungen treffen muss. Der Trailer sieht super aus und ich bin sehr gespannt auf den Film.

Moped fahren nach der Robokalypse

Was machen wir mit der vielen freien Zeit, wenn in wenigen Jahren die Maschinen alle Jobs besser und billiger verrichten als wir selber? Wie wär’s mit Moped fahrn? Designer, Illustrator, Matte-Painter Chris Stoski hat schon mal das passende Frei­zeitmobil abgebildet: Freccia. Weiterlesen

Europa! Europa!

Der Mond, nicht der Kontinent. Mit 3122 km Durchmesser nur etwa 10% kleiner als der Erdmond. Und rund drei mal so viel Oberfläche wie Europa, der Kontinent. Aber das nur am Rande: Kevin Gill arbeitet als Ingenieur bei der NASA. Weiterlesen

Das Weltall, unendliche Weiten – in Privatbesitz

Das Weltall ist Besitz der Menschheit (falls keine Aliens dazwischenfunken) und für alle gleichermassen offen – das ist eine der Grundregeln der SciFi. So ähnlich wie das Meer muss das Vakuum zwischen den Sternen allen offenstehen, und darf niemandem gehören. Anders ist es mit den Himmelskörpern, die gehören gemäss der andern grossen „westlichen“ Narration, dem Imperialismus, einfach den jeweils Stärkeren. Entsprechend hat die US-Regierung, hier vertreten durch Scott Pace, Executive Director Of The US National Space Council, erklärt: Das Weltall ist nicht Teil einer Allmende, nicht das gemeinsame Erbe der Menschheit, nicht „öffentliches Eigentum“ oder „res communis“, nicht Teil des Outer Space Treaty (von 1967), und die USA hat immer die Position vertreten, dass diese Ideen nicht den rechtlichen Status des Weltalls beschreiben“. Da haben wir’s. Recht des Stärkeren(tm), der Reichen und Mächtigen, vor allem der USA. Alles andere sind Flausen (siehe Bild oben). via Tim Fernholz auf quartz, pic: res communis

Warum es überhaupt Kohle gibt

Steinkohle und Braunkohle. Und warum Pilze (schon wieder), genauer die Agari­comycetes, die Welt gerettet haben. Bekannt ist das schon länger, aber Andrew Tomes von der University of New York (Abteilung Forst und Umwelt) hat das sehr schön zusammengefasst. Wir alle haben schon gehört, dass Kohle aus zusammengepressten Bäumen besteht. Aber wenn man Holz draussen liegen lässt, verrottet es doch, und wartet nicht, bis es tief in den Boden sedimetiert ist, um dort in nur zu Kohle zu werden? Weiterlesen

Jupiter

Bild: Jupiter aus 19.000 km über den Wolken, Juno-Sonde am 24.10.17. nasa, pd

Leidenfrost lässt Wasser aufwärts fliessen

Den Leidenfrost-Effekt kennen wir: Wassertropfen auf einer sehr heissen Herdplatte verdampfen nicht gleich, sondern rollen hin und her, weil eine Dampfschicht zwischen Herd und Wasser isolierend wirkt. Physiker an der University of Bath, haben damit jetzt Wasser bergauf fliessen lassen, und überlegen sich, wir man diesen Trick zur Kühlung von Computerchips verwenden kann. Und was sollen wir jetzt damit? Einsehen, dass noch lange nicht alles erforscht ist, auch nicht in der „langweiligen“ Physik. Und dass Wissenschaft nicht eine Sammlung von Wissen ist, sondern ein nie endendes Nachfragen. Sozusagen Spass mit Nichtwissen. via mefi

Unicef: Luftverschmutzung bedroht ungeborene Kinder

Etwa 2 Millarden oder 90 % aller Kinder auf der Welt sind von Luftverschmutzung über den Grenzwerten der WHO beeinträchtigt, bei 17 Milllionen sogar bis zum sechsfachen der zulässigen Grenzwerte, wie Unicef mitteilt. Auch haben schwangere Frauen in Städten haben keine Möglichkeit, den schädigenden Stoffen zu entgehen. Keine. Die Folgen: Neugeborene sind immer häufiger untergewichtig und bringen die Voraussetzungen für chronische Krankheiten mit. Luftver­schmutzung ist übrigens ein anderes Wort für: Verwendung fossiler Brennstoffe. Denkt jetzt bitte jemand an die Kinder? guardian, pic pexels/freestock cc0

Studie: Diabetes 2 ist heilbar

Bevor die Hysterie ausbricht: Es ist eine einzelne Studie, und sie muss nachgeprüft werden. Was die britischen Mediziner aber festgestellt haben, ist: Bei Patienten zwischen 20 und 65 Jahren hatten nach einem Jahr die Hälfte keine Diabetes mehr, wenn man sie in monatelanger Behandlung mit strenger (wissenschaftlicher) Diät um 10 bis 25 Kilo erleichterte. Und zwar so, dass sie das geringere Gewicht halten konnten. Alles ohne Medikamente. Sollte das nicht Anlass zur Hoffnung sein? Für die Patienten natürlich, nicht für die Pharmakonzerne. the lancet via bbc via slashdot, pic qimono cc0