Was passiert mit den alten Solarzellen?

Solarzellen oder Photovoltaikanlagen sind ein beliebtes Ziel der Desinformation. Es gibt tatsächlich Leute, die diese wertvollen Energieerzeuger für Sondermüll halten, der früher oder später unseren Planeten vergiftet. Diese Propagandabemühungen der Fossilenergiekonzerne stehen allerdings auf… gar keinen Füssen. Grundsätzlich bestehen PV-Zellen aus Silizium, einem verbreiteten und ungiftigen Mineral, plus geringen Mengen seltener Metalle, die auch keinen Schaden anrichten – wenn sie denn jemals auf einer Müllkippe landen würden. Was nicht der Fall ist, weil gebrauchte Solarzellen, selbst wenn sie durch Alterung oder Hagel einen Teil ihrer Leistung verloren haben, in den Entwicklungsländern reissenden Absatz finden und dort heute schon vielen Millionen Menschen Zugang zu Elektrizität verschaffen. International tätige Solarzellenbörsen haben zu jedem Zeitpunkt über 10 Millionen PV-Tafeln im Angebot, in der „Dritten Welt“ holen diese Second-Hand-Sonnenzellen Menschen aus der Armut. via bloomberg, pic Thomas Oettinger cc0

Batterien werden billig und schnell: Aluminium-Schwefel

Das zentrale Hindernis für die Energiewende – die wir dringend beschleunigen müssen, wenn nicht Teile unseres Planeten in einigen Jahren unbewohnbar werden sollen – ist die Speicherung des regenerativ erzeugten Stroms. Bisher setzt man da vor allem auf Lithium-Ionen-Akkus, die aber teuer sind und nur langsam aufladen. Natürlich wird nach neuen Technologien geforscht, jetzt hat ein internationales Team von Wissenschaftlerinnen die Entwicklung eines Aluminium-Schwefel-Akkus vorgestellt. Die Elektroden sind dabei aus Aluminium und Schwefel, zwei sehr verbreitete und damit preisgünstige Baustoffe, der Elektrolyt ist ein geschmolzenes, etwa 110° C heisses Salz. Diese Elektrolytkammer ist nicht gross, kann gut isoliert werden und verbraucht damit kaum Energie. Der grosse Vorteil dieser Technik ist, dass damit schnell-ladende Batterien aus umweltverträglichen Stoffen sehr billig hergestellt werden können. Ab hier sollte es keine Argumente gegen die Umstellung auf rein elektrisch betriebene Fahrzeuge – und Haushalte – mehr geben. nature via ars technica, pic andreas160578 cc0

The Fringe: Der Schmutzrand der Galaxis

Prospect war 2018 einer der Handvoll besten SciFi-Filme der letzten Jahre, in einer Liga mit District 9 oder Arrival. Jetzt hat die Indie-Filmcrew um Zeek Earl und Chris Caldwell ein neues Projekt angekündigt, mit einem dreckigen, fiesen Aussenseiter-kosmos am Rand irgendeiner Galaxis, reichlich Hintergrundstory und massiven, modernen Crowdfunding-Plänen: The Fringe. Das Teaser-Video ist schon ne Klasse für sich, ich bin bereits aufgeregt und gespannt. „Help us, Zeek and Chris, you’re our only hope.“ via quietearth

Firefly kommt zurück

Firefly war eine der besten Scifi-TV-Serien ever. Eine Space-Opera in kleiner Besetzung, die zeigte, was Han Solo uns vorenthielt: Das Leben von Rebellen und Aussenseitern am Rand der galaktischen Zivilisation. Mit erstaunlich viel menschlicher Wärme. Fans fordern seither eine Fortsetzung, diese kommt jetzt. Irgendwie. Disney hat die Rechte gekauft und will eine familienfreundliche Fassung auflegen. Was das bedeutet, mussten wir mit dem unerträglich klischeehaften und langweiligen „The Mandalorian“ ertragen, der das Star Wars Universum auf den kleinstmöglichen kommerziellen Nenner reduzierte. Die erotischen Elemente dürften also genau so aus der Serie verschwinden wir das reichlich vergossene Blut, die vielen Flüche in chinesischer Sprache oder das Lebensmotto von Firefly-Captain Malcolm Reynolds: „I aim to misbehave“. Schade. via movieweb

Simpsons TV zeigt nur Simpsons Folgen

Brandon Withrow ist Informatiker und glühender Simpsons-Fan. Deshalb hat er mit Hilfe eines Raspberry Pi Zero Minicomputers und eines 3D-Druckers ein Simpson-TV hergestellt, das die ersten 11 Staffeln enthält und nach dem Einschalten die Folgen in zufälliger Reihenfolge abspielt. Ein Genie, diese Brandon. Hier auf Reddit hat er ein Video.

Tesla: Akkus ohne Lithium

Wir sind der post-fossilen Zukunft wieder einen Schritt näher. Der Batteriehersteller und Lieferant für Akkus in Tesla-Autos, Contemporary Amperex Technology Co., kündigte die Produktionsreife von Batterien auf Natrium-Ionen-Basis an. Die neuen Speicherzellen benötigen also kein Lithium, Nickel oder Kupfer, sondern Natrium, das heute bereits kostengünstig und umweltschonend aus Salz gewonnen wird. Damit fällt ein bedeutender Nachteil bisheriger wiederaufladbarer Batterien weg. Die erste Generation von Na-Ionen-Zellen speichert allerdings pro Kilo Gerwicht weniger elektrische Leistung als die bereits seit vielen Jahren weiter entwickelten Li-Ionen; das dürfte sich aber mit dem erwartbaren technischen Fortschritt ändern. Für Tesla-Fahrzeuge wird CAT austauschbare Batterieblöcke in beiden Technologien liefern. bloomberg, pic tesla

The Colony: Nach der Katastrophe ist vor der Katastrophe

Und wir dachten, es könne nicht noch schlimmer kommen: The Colony kommt ab dem 27. August ins Internet, die Story klingt vertraut und bewegt sich im üblichen postapokalyptischen Szenario. Eine Astronautin wird zurück zur Erde geschickt, lange, nachdem die Menschheit diese wegen Klimakatastrophe mit Überflutung verlassen musste. Allerdings scheint es in der Sternenkolonie nicht so richtig mit der Vermehrung zu klappen, also soll das Geheimnis der Reproduktion auf der alten Erde gefunden werden. Bis hierhin alles im Rahmen. Die echte Katastrophe allerdings ist, dass der eigentlich vielversprechende Streifen von Roland Emmerich produziert wurde, also müssen wir mit dem schlimmstmöglichen Kitsch rechnen. Wenn nicht Schlimmerem. Wahscheinlich enthält der Trailer alle guten Szenen und wir sollten es dabei belassen. io9

Rebel Moon: Zack Snyder will Star Wars ablösen

Zack Snyder, Star-Regisseur unzähliger Pulp- und Genremovies mit und ohne Zombies oder Splatter, kündigte gerade die Netflix-Serie „Rebel Moon“ an. Das Script dazu stammt teilweise aus seinem Pitch für einen Star Wars Film, der aber von Disney zugunsten der bekannten Kitsch-Trilogie nicht gekauft wurde. Zack findet aber, dass er ein genauso grosser Kurosawa-Fan sei wie der alte George Lucas, und erzählt daher die Story von einem verschlafenen Kolonieplaneten am Rand des von Menschen besiedelten Sternenraums, der aber vom bösen galaktischen Tyrannen Balisarius bedroht wird. Also schicken die braven Siedler eine junge Frau mit mysteriöser Vergangenheit zu den umliegenden Sonnensystemen, um dort für Unterstützung zu werben. Daraus lassen sich natürlich viele spannende Episoden stricken. Zack will daraus ein ganzes Scifi-Universum bauen, er arbeitet seit zwei bis drei Jahren daran. Nächstes Jahr sollen die Dreharbeiten beginnen. Ich denke, wir alle wünschen ihm von Herzen, das die Macht mit ihm sein möge – oder wie das Herumgezaubere bei Rebel Moon dann eben heisst. Und nein, es gibt noch kein Artwork zur kommenden Serie, also ist das Pic oben aus dem Space-Game No Man’s Sky von Hello Games. Bericht via hollywoodreporter

Quantencomputer erfinden neue Akkus für die Klimawende

Quantencomputer sind heute bereits damit beschäftigt, unsere Zivillisation zu retten. Unser Planet erwärmt sich seit Beginn der Industrialisierung. Die massenhafte Erzeugung von CO2 durch Verbrennung von Kohle, Öl und Erdgas und von Methan durch die Fleischindustrie und Fäulnis in den Müllhalden hat Land und Meer aufgeheizt, global um ein durchschnittlich Grad. Folgen sind Überschwemmungen, Dürren, Waldbrände und im ganzen eine Abnahme der bewohnbaren Landfläche. Experten rechnen uns vor, dass bis 2050 deshalb eine halbe Milliarde Menschen auf der Flucht sein werden (heute: 80 Millionen weltweit). Steigt die globale Durchschnittstemperatur weiter, werden viele Pflanzen- und Tierarten aussterben, darunter auch der Mensch.

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Valentina Tereshkova: Erste Frau im Weltall

Heute vor 58 Jahren flog die sowjetische Kosmonautin Valentina Tereshkova als erste Frau in der Geschichte der Raumfahrt ins Weltall und kreiste 48 mal und drei Tage lang um die Erde, bevor sie sicher wieder zurückkehrte. Übrigens ist sie bis heute die einzige Frau geblieben, die einen Weltraumflug alleine absolvierte, was ein schonungslos hartes Licht auf den Stand der Gleichstellung in unserer Zivilisation wirft. Die Sowjetunion war vielleicht in manchen Punkten eine verdammte Militärdiktatur, aber Frauenrechte wurden dort grösser geschrieben als sonstwo vorher und nachher – vielleicht mit Ausnahme von Skandinavien und einigen bereits vom Imperialismus ausgelöschten, kleineren Kulturen. Tereshkova ist heute Abgeordnete im russischen Parlament und stimmt dort für Herrn Putin. Ok. Trotzdem können wir heute abend auf sie und die Bedeutung ihres Raumflugs im Sommer 1963 anstossen. Nastrovje!

Selbstfahrende Autos waren gestern

Danke, dass ihr auch da wart, selbstfahrende Autos, aber Zhi Hui Jun hat ein selbstfahrendes, selbst balancierendes, selbst steuerndes Fahrrad gebaut, dem man auch mal ne Einkaufstasche dranhängen kann, ohne dass es umfällt. Und das ist einfach viel cooler als langweilige selbstfahrende Autos. via gizmodo

Nach dem Ende des Klassenkampfs

Wenn wir endlich eine klassenlose Gesellschaft erreicht haben, also wenn der Klassenkampf (der von der selbsternannte Elite, den sehr Reichen. Mächtigen und Skrupellosen gegen alle andern geführt wird) zu Ende ist, können wir alle Kunst machen. Oder sonst etwas sinnvolles. Weil die Maschinen soviel Überschuss erzeugen, dass der Zwang zur Erwerbsarbeit zusammentrocknet wie offene Farbtuben. frank nikol (homepage) via thisisnthappiness

Wir leben auf einem Planet der Mikroben

Wir sind nur zu Gast auf einem Planeten, der von Mikroben bewohnt wird. Viele davon kennen wir gar nicht. Initiiert von Chris Mason (Weill Cornell Medicine, New York, USA) legte ein internationales Forscherteam einen Bericht vor, der sich auf Tausende von Proben aus den öffentlichen Verkehrsmitteln (Beispielbild oben) in den Metropolen der Erde stützt. Wir wissen jetzt also, dass jede Stadt eine eigene, identifizierbare Bevölkerung von Bakterien und Viren hat; nur wenige kommen auf der ganzen Welt vor. Noch überraschender: Etwa 45% der gefundenen Einzeller und Viren ist bisher nicht bekannt. Wir leben also mitten unter Mikroben und wissen (fast) nichts darüber. Ab und zu kommt dann ein neuer Mikroorganismus dazu und löst eine Epidemie oder Pandemie aus. Es wäre also eine gute Idee, mehr über die zahlenmässig vorherrschenden Spezies zu wissen, nicht wahr? slashdot, cell (Originalstudie), „Tagged Subway Car“ by Wayan Vota is licensed under CC BY-NC-SA 2.0

Ja, UFOs sind real. Aber unbekannt.

Wie gut, dass es Talkshows gibt, in welchen Musiker Fragen an Ex-US-Präsidenten stellen können. Wichtigste Frage überhaupt: Was ist mit den UFOs? Barack Obama gibt hier eine sehr klare Antwort: Ja, da sind Videos und Berichte von fliegenden Objekten, und wir wissen nicht, worum es sich dabei handelt, oder wie sie sich bewegen. Und ausserdem hat er zugegeben, dass er sich nach seinem Amtsantritt gleich mal erkundigt hätte, wo denn dieses Labor sei, wo man die Roswell-Aliens beobachten würde. So etwas gibt es aber nicht. UFOs schon. Im Juni, also bald, kommt übrigens der Bericht vom Pentagon zum Thema. via boingboing