Elon Musk, neue Zielscheibe der US-Rechtsaussen-Presse

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Nachdem die Fake-News-Maschine im Auftrag des rechtskonservativen politischen Lagers der USA lange genug haarsträubende Horrorgeschichten über Hillary Clinton publizierte, so dass viele (sogar einzelne unter den gewöhnlich gut infor­mierten 11k2-Lesern) annahmen, es handle sich bei der Berufspolitikerin in Wahr­heit um des Teufels Grossmutter (fact check: Die Clinton-Tochter ist verheiratet und hat zwei Kinder, beide nachweislich ohne Hörner), gibt es jetzt neuen Hand­lungs­bedarf. Da die Gefahr einer Fortsetzung sozialer Politik im Stil von Barack Obama und gegen die Kriegswirtschaft der Republicans zunächst beseitigt scheint (warten wir mal die Nachzählung ab), richtet sich die nationale Fake-News-Maschine gerade auf ein neues Ziel aus: Elon Musk (bildmitte). Aber warum denn gerade der, der sieht doch nett aus? Weiterlesen

Macht und Inzest

Wie man im Video sehen kann, findet Donald „pumpkin kingpin“ Trump, er würde was mit seiner Tochter Ivanka anfangen, wenn sie nicht seine Tochter sei. Das war im März 2006. Der Chicago Tribune berichtete vor 10 Jahren ihre Reaktion darauf: „Wenn er nicht mein Vater wäre, würde ich ihn mit Pfefferspray einnebeln“. („If he wasn’t my father, I would spray him with Mace.“) Wie gut, dass so ein Mann gerade zum US-Präsidenten gewählt wurde. Der ist sicher der richtige, um Ordnung und Arbeitsplätze wieder her zu stellen. Aber ja, wir müssen erst die Nachzählung abwarten. Und den darauffolgenden Bürgerkrieg, falls sich herausstellt, dass die Republicans betrogen haben.

Mikroplastik in unseren Flüssen

Greenpeace ist mit dem Boot durch unsere Flüsse gefahren und hat rausgefischt, was drin schwimmt. Unter anderem jede Menge Mikroplastik. Problem: Das Zeug wird erst über Jahrhunderte oder Jahrtausende abgebaut, Fische und andere Wassertiere essen es, und wir essen dann die Fische. Und das Plastik. Die Bemühungen der Umweltschutzorganisationen haben mittlerweile dazu geführt, dass Zahnpasta praktisch plastikfrei geworden ist. Anders ist es bei Körperpflege und Kosmetika: Da ist so gut wie immer Kunststoff drin. Ein Teil des Plastikmülls kommt auch bei starkem Regen in die Flüsse, wenn Wegggeworfenes eingeschwemmt wird. Wir sollten anfangen, Altplastik wie Gift zu behandeln. Etwas, das man sorgfältig behandeln muss. Und am besten so wenig wie möglich benutzt. Hier ist nochmal die Produkteliste (PDF) vom Bund Naturschutz, damit wir wissen, was wir nicht kaufen möchten.

Mad Shelia: China ist einfach ehrlicher

Wer (wie ich) den letzten Mad Max „Fury Road“ ermüdend überbewertet fand, in seinem krampfhaften Versuch, kein B-Movie zu sein, wird (wie ich) sicher Freude an Mad Shelia haben, einer billigen chinesischen Kopie des postapokalyptischen Road-Rage-Movies. Demnächst in Ihrem Internet. screenanarchy via io9

Die US-Präsidenten-Wahl wird nachgezählt

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Breaking News: Die US-Wahl von Anfang November, bei der Donald „pumpkin“ Trump knapp gegen Hillary Clinton verlor, dann aber doch mehr Wahlmänner hatte und deswegen korruptester Präsident in der Geschichte der USA werden soll, wird in den drei fraglichen Staaten nachgezählt. Bedingungen dafür waren: Ein Mitbewerber muss die Nachprüfung fordern, und zweieinhalb Millionen USD auf den Tisch legen, bis zum morgigen Freitag. In God’s Own Country ist Demokratie eben etwas teurer. Weil Mrs. Clinton wohl nicht als schlechte Verliererin dastehen will, macht sie derzeit keinen Mucks, deswegen übernimmt die grüne Spitzenkandidatin Jill Stein den Job. Und ruft zu einer Spendenaktion auf. Die im Moment („as we speak“) bereits 2,6 Mio eingesammelt hat. Also erfolgreich ist. Jetzt bin ich noch gespannter als gestern. Möge die Demokratie gewinnen! jill stein via jezebel, pic Gage Skidmore cc by sa

NASA: Der EM-Antrieb funktioniert

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Die Nordamerikanische Weltraumagentur hat ihre am Johnson Space Center, Houston, Texas, durchgeführte Testreihe des EM-Antriebs beendet. Fazit: Das Ding funktioniert. Obwohl wir nicht wissen, warum. Tatsächlich wird von der Anordnung Schub erzeugt, obwohl die Aktion nicht zu einer Reaktion führt, wie es Newton damals als Naturgesetz formulierte. Der Drive bricht damit scheinbar unsere Naturgesetze. Wir sollten uns aber daran erinnern, dass es noch jede Menge andere Dinge gibt, die wir nicht verstehen. Also ist die physikalische Begründung für die Wirkung des vom Briten Roger Shawyer vor 17 Jahren erfundenen Triebwerks einfach noch nicht entdeckt worden. Der aktuell erzielbare Schub ist übrigens ziemlich mager, mit 1,2 MilliNewton pro Kilowatt Leistung schafft der EM gerade mal ein Fünfzigstel dessen, was ein heute verwendeter Ionenantrieb bringt. Dafür benötigt er aber keinerlei Treibstoff, nur Energie, was bei langen Reisen ein klarer Vorteil wäre. aerospace research central, pic spr ltd

Ist die letzte US-Wahl gehackt worden?

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Vor der Wahl beteuerte Donald Trump (siehe Bild oben), er werde im Fall einer Niederlage das Wahlergebnis nicht anerkennen. Jetzt meldete sich der führende Sicherheitsexperte für Computer und langjährige Wahlcomputerhacker (er brachte Pac-Man auf einem handelsüblichen Wahlcomputer zum Laufen) J. Alex Halderman (director of the University of Michigan Center for Computer Security and Society) zu Wort. Er gibt zu bedenken, dass in Bundesstaaten mit eVoting Clinton 7% weniger Stimmen erhalten habe als in solchen mit nachvollziehbaren, nachzählbaren Stimmzetteln aus Papier. Dadurch wurde in mehrere „swing states“ der Wahl­aus­gang entscheidend verändert. Andere Computerexperten stimmen ihm zu. Halderman betont nicht zum ersten Mal, dass es sehr wohl möglich ist, Wahl­com­puter zu beeinflussen. Hierzulande zeigt der Chaos Computer Club (CCC) in einem ähnlichen Fall, dass sich auf einer solchen Maschine auch ein Schachprogramm installieren lässt. Wenn die Fachleute sich durchsetzen, müssen in mehreren US-Bundesstaaten die Wahlstimmen nachgezählt werden. Ich bin gespannt, ob das passiert. halderman, cnn, pic nicola twilley