Steuerflucht in VW-Qualität

Wie der Spon international aktuell berichtet, hat unser lieber VW-Konzern im zentraleuropäischen, bequem mit dem Auto erreichbaren Steuerparadies Luxembourg ein Netz an Briefkastenfirmen aufgebaut, die für insgesamt 17 Milliarden Euro gut sind. Mit insgesamt 5 (fünf) Mitarbeitern. Zum Vergleich: Davon könnten wir 10 oder mehr Jahre alle Schutzsuchenden in unserem Land (Syrer, Iraker, Eritreer, etc) prima versorgen, und dazu noch Schweigegeld an Sultan Erdogan drauflegen. Und das ist nur einer unserer Konzerne. Was haben die anderen auf der für das Finanzamt unerreichbar hohen Kante? pic Andreas Praefcke cc by

Robots: Mehr Bürgerrechte als Frauen

In der vergangenen Woche verlieh das mittelalterlich geprägte Öl-Königreich Saudi Arabien im verzweifelten Versuch, modern zu wirken, einem Robot die Bürgerrechte: Sophia, gebaut von Hanson Robotics, Hong Kong. Wie Kat Hall im Register richtig anmerkt, hat dieser Robot ab der ersten Sekunde im Wahabitenreich mehr Rechte als Frauen. Keine Gesichtsverhüllung, keine männliche Begleitung. Unser wichtiger Handelspartner und Verbündeter im Nahen Osten schafft damit unerwartet eine ganz eigene Singularität: Weiterlesen

Krallice: Loüm

Die New Yorker Black-Math-Metal-Band Krallice, verstärkt um den Neurosis Bassisten Dave Edwardson an den Synthies. Als ob Blind Idiot God und Meshuggah zeitgleich per UFO-Traktorstrahl von Aliens entführt und in ein ausserweltliches, post-euklidisches, blasphemisches, gitarrenfressendes Mischwesen ge-spliced wurden. Metal-Album der Woche, des Monats und wahrscheinlich auch für das restliche ’17. via mefi

Wir haben A/2017 U1 überlebt

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Stellt euch vor, einer unserer grössten Supertanker kommt mit 44 Kilometern pro Sekunde (oder 160.000 Kilometern pro Stunde) aus dem Weltall jenseits des Sonnensystems auf uns zugeflogen, wird durch die Gravitation der Sonne in Richtung Erde abgelenkt und verfehlt uns nur knapp. 24 Millionen Kilometer sind etwa 60mal so weit weg wie unser Mond, und damit astronomisch gesehen fast garnichts. Der rund 400 Meter durchmessende aussersolare Asteroid A/2017 U1 ist der Erde am 14. Oktober am nächsten gekommen, kreuzte vor wenigen Tagen die Erdbahn und ist mittlerweile Richtung Pegasus unterwegs. Wenn man die Grösse des Besuchers mit bekannten Meteoriteneinschlägen auf der Erde vergleicht, könnte man bei einem Treffer von einem Krater mit mehreren Kilomteren Durchmesser und einer Verwüstungszone von mehreren Hundert Kilometern Durchmesser ausgehen. Entdeckt hat man den Irrläufer übrigens erst 5 Tage nach seinem Erd-Vorbeiflug, vom Panstarrs-Teleskop auf Hawai aus. gif: Nasa, pd

Wird Satire kriminalisiert?

Hierzulande sind wir gewohnt, Satire als Teil der allgemeinen Brot-und-Spiele-Versorgung zu betrachten, ähnlich wie Fussball oder Doku-Soaps. In anderen Ländern (wie die Türkei oder die USA) ist man da schon weiter. Die australische Regierung etwa hat ein Gesetz vorgestellt (das aber vom Parlament noch nicht verabschiedet worden ist), welches die „Darstellung von Regierungsvertretern“ mit mehreren Jahren Gefängnis bestrafen will. Ausnahme: Weiterlesen

Glyphosat-Nachfolger Dicamba ist mindestens so gefährlich

Unabhängige Experten von der University of Missouri warnen in einer aktuellen Studie vor der Verwendung des bereits bekannten Monsanto-Pflanzen­ver­nicht­ungs­mittels Dicamba. Nachdem das als allgemein giftig eingestufte Glyphosat (Round-Up) nicht mehr gegen alle Kräuter wirkt, versucht der US-Agrarchemiekonzern (u.a. Agent Orange) den selben Trick bei einer anderen Chemikalie anzuwenden: Weiterlesen