Der Berg, den wir erklimmen

Die eigentliche Sensation der Biden/Harris-Amtseinführung: Amanda Gorman trägt der Nation und der Welt ihr Gedicht ‚The Hill We Climb‘ vor, und bringt zusammen, was zusammengehört, Hiphop und Poetryslam. Amerika ist wieder da, und hat wieder eine Kultur. Das war in den letzten vier Jahren auch so, nur konnte man es schwer er­ken­nen durch den ganzen Hass, die Hetze, die unaufhörliche Propaganda der weissen Überlegenheitsfanatiker. Jetzt geht es auch im atomwaffenreichsten Land der Erde wieder ein bischen mehr um Gemeinschaft und Menschlichkeit. Viel Glück, USA, und Danke, Amanda.

Covid-19 und die Langzeitschäden

Wie die Universität von Leicester nach Zahlen des britischen Office for National Statistics (ONS) aktuell veröffentlichte, sind in Britannien in der ersten Covid-Welle im Frühjahr 2020 insgesamt 47,780 Personen aus britischen Krankenhäusern als von Covid geheilt entlassen worden. Davon kamen 29,4 % (über 14.000) also drei von zehn „Geheilten“ innerhalb von 140 Tagen wieder ins Hospital, 12,3 % (fast 6000) der Entlassenen starben. Berichtet werden u.a. Schäden an Herz, Nieren. Leber und neue Varianten von Diabetes. Bislang wurde der Gesundheitszustand von entlassenen Patienten im UK nur maximal 28 Tage lang aufgezeichnet, das wird sich jetzt wohl ändern. Nachdem bisher schon zahlreiche Einzelfälle dieser Art berichtet wurden, ist dies die erste grosse Studie zum Thema Langzeitschäden durch Covid-19. Was bedeutet das für uns? Weiterlesen

Wie Jazz entstanden ist

In einer Tiefgarage. Ehrlich, genau so war es. Man kann es mit eigenen Augen sehen und eigenen Ohren hören. Auf YouTube, deswegen muss es stimmen. via boingboing

Demokratie ist wie das Schwert von Conan

Arnold Schwarzenegger war Bodybuilder, Muskelmanndarsteller, Gouverneur in Kali­fornien, und ist von Anfang an einer der schärfsten Kritiker des jetzt glücklicherweise abgewählten obersten Parasiten der USA. Und hält hier eine schöne, positive, dick aufgetragene Ansprache zum rechtsradikalen Terror-Angriff auf den US-Regierungs­sitz in Washington, D.C. Hört auf den Gouvernator. via boingboing

Der australische Genozid, und der weltweite

Das Thema des australischen Genozids kommt erst in den letzten Jahren ins öffent­liche Bewusstsein: Auf dem südlichsten Kontinent lebten seit über 50.000 Jahren unterschiedliche Völker, die während einer früheren Eiszeit über die damalige Land­brücke Indonesien eingewandert waren. Nachdem die ersten europäischen „Entdecker“ Ende des 18.Jahrhunderts den Kontinent zur „Terra Nullius“, einem unbewohnten, leeren Land erklärt hat, rotteten die zumeist britischen Kolonisten die Ureinwohner bis auf etwa 60.000 Menschen aus (Zensus 1920). Von der Kultur und den Sprachen der eigentlichen Bewohner Australiens blieb kaum etwas übrig, auf der südlichen Insel Tasmanien gar nichts. Warum erwähne ich das alles, warum ist es mir einen eigenen Beitrag in meinem Blog wert, wo doch Menschen aus allen Kontinenten, Ländern, Kulturkreisen Böses tun, morden, ausrotten? Weiterlesen

Hormuz, Stadt der Träume

Das Büro ZAVarchitects aus Teheran hat auf der iranischen Insel Hormuz im Per­sischen Golf mit Hilfe von einheimischen Arbeitskräften ein Dorf aus gestampften Erdwänden errichtet. Die Siedlung soll im neuen Jahr 2021 als Gemeindezentrum mit Übernachtungsmöglichkeiten für Touristen genutzt werden. Ja, ich will auch ein solches Gemeindezentrum in Erd- und Meeresfarben. Aber wenn ein iranisches (oder anderes) Architekturbüro so eine orientalische Traumstadt in meinem kalten, mit einem Maschinenherz lebenden Heimatland errichtet, empfindet das ein Teil der hier lebenden Menschen als obszön und zu wenig kaltherzig und vbersucht, alles zu zerstören. Um die maschinenbetriebene Dysthymie nicht gestört zu sehen, an die wir alle so gewöhnt sind. Maschallah, dann leben wir eben weiter in einem Land aus Stahlbeton. Unsere, kollektive, Entscheidung. Weiterlesen

Öl, Gas und krebskranke Kinder

Immer wieder werden Schreckensberichte durch die Sozialen Medien gespült, in welchen die angeblich enormen Gefahren der Lithiumförderung (und anderer für Solarzellen und Akkus wichtigen Stoffe) für die Gesundheit unschuldiger Kinder beschworen wird. Im Vergleich dazu gibt es allerdings für die Folgen von Öl- und Gasförderung harte, nachprüfbare Zahlen. Weiterlesen

Die Mechanik der Historie

La mécanique de l’Histoire von Yoann Bourgeois im Panthéon in Paris. Film von Tony Whitfield. via blört

2021: Eine neue Hoffnung

Liebe Mitbewohner des Planeten Erde! Wir alle freuen uns über diesen willkürlich gewählten Termin eines Neuanfangs. Ok. Viele von uns blicken ausserdem voller Groll zurück auf das vergangene Jahr 2020. Bitte nicht. Ja, richtig, wir hatten im ver­gang­enen Jahr die erste kollektive Krise in unserer Lebenszeit. Weder die „Ölkrise“ 1973 noch die „Flüchtlingskrise“ 2015 waren echte Krisen, sondern nur ein Haufen Blabla. Passiert ist beide Male nichts schlimmes. Jetzt hatten wir mit Covid-19 die erste Pandemie des noch jungen Jahrtausends. Wir werden davon noch mehr sehen, wenn wir so weitermachen mit der Zerstörung unseres Planeten: Je mehr wir in Lebens­gebiete von Wildtieren eindringen, desto grösser ist die Chance, dass wir deren Viren abkriegen. Und je mehr Permafrostboden wir abtauen, desto wahrscheinlich tauen dabei auch Krankheitserreger aus einer Zeit vor Entstehung unserer Spezies auf. Viel Glück uns allen. Vielleicht kriegen wir das ja mit mRNA und anderen neuen Techno­logien in den Griff. Vielleicht hören wir auch endlich auf, Fossilbrennstoffe zu ver­wenden. Wäre echt super, danke. Ansonsten hat uns 2020 viel geschenkt: Weiterlesen

Goodbye 2020, welcome to the future!

I, for one, welcme our new robotic overlords! Jetzt können sie auch schon besser tanzen als ich. Meinetwegen sollen die Boston Dynamics Bots ihren Spass haben. Twentytwenty war ja nicht so der grosse Wurf, aber das lag vor allem daran, dass wir alle nicht besonders krisenfest sind. Wir feiern dann anschliessend, ok?

Glückliche Wintersonnwende euch allen!

Gute Nachrichten! Heute vormittag um 10 (ungefähr) war der diesjährige Winter­sonnwendepunkt. Ab sofort werden die Tage heller und länger, und zur nächsten Wintersonnwendnacht sind wahrscheinlich genügend Leute geimpft, so dass wir die alten heidnischen Rituale wieder aufleben lassen können. Sowas wie um Mitternacht über leere Bierkisten springen und unverständliche Dinge murmeln (weil die Bierkisten leer sind). Glückliche Wintersonnwende euch allen! Das kitschige Stonehenge-Bild ist von kidmoses und cc0, danke dafür.

Zufallstreffer, versenkt: World Of Warships

Gerade in schweren Zeiten wie diesen sollte man offen sein. Zum Beispiel für neue Games. Und wenn Steam mir ein Spiel vorschlägt, das auffallend hübsch aussieht und nichts kostet, will ich mal nicht so sein. Notfalls wird es wieder de-installiert. Dazu wird es allerdings im vorliegenden Fall so schnell nicht kommen. Das Nachfolgeprodukt von World Of Tanks und World Of Warplanes aus dem Hause Wargaming.net sieht nicht nur flott maritim aus, sondern spielt sich wie Counter Strike für Leute in meinem Alter, oder wie ein MMORPG mit historischen Kreuzern, Zerstörern, Schlachtschiffen und Flugzeugträgern aus der ersten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts. Weiterlesen

Wie die neuen Corona-Impfstoffe funktionieren

Es gibt tatsächlich Leute, die Angst vor den neuartigen Corona-Impfstoffen haben. Die heissen mRNA und wurden bisher nie verwendet. Also was? Muss man hier wirklich Bedenken haben? Glücklicherweise gibt es Medizindozenten (zB an der University of Saskatchewan, Kanada), die das gut erklären können. Damit es auch alle verstehen. Und niemand mehr Angst haben muss. Here we go: Weiterlesen

Lila tardigrade Gutelaunebärchen

Der textile Artist und Handpuppen- und Maskenhersteller Ian Langohr lebt in Montreal und hat seine langgehegte Sympathie für die winzigen, nahezu unkaputtbaren Bär­tierchen (englisch: tardigrade) in Schaumstoff und Plüsch genäht. In der freien Wild­bahn werden die dort eher durchsichtigen, kälte-, strahlungs- und weltraumresistenten Panarthropoden maximal anderthalb Millimeter gross. Das sei zu klein zum Kuscheln, befand Ian, und beschleunigte die Evolution so, dass er zumindst mit der Hand in die Rolle des Lilalaunetardigraden schlüpfen kann. Ein Erfolg für Kunst und Wissenschaft, wie ich meine. Auf seinem insta ist ein nettes Tardivideo zu sehen. via everlasting blort

Warum wird der Rundfunkbeitrag erhöht?

Damit wir uns nicht nur mit der Pandemie beschäftigen müssen, diskutiert die Bundes­öffentlichkeit aktuell über eine mögliche Erhöhung der Rundfunkgebühr (früher: GEZ). Die beträgt seit 11 Jahren 17,50 € pro Haushalt und soll nach dem neuesten Vor­schlag im kommenden Jahr um 86 Cent auf 18,36 € angehoben werden. Die Folge: Aufschrei des Bundeswutbürgertums, Hasstiraden gegen den vermeintlichen „Staats­funk“. Was alle wissen sollten, aber manchmal vergessen: Genau diese Rundfunk­gebühr sorgt dafür, dass „der Staat“ oder „die Politiker“ hier keinen direkten Einfluss haben. Weil der Rundfunk direkt von uns, der Bürgerschaft, bezahlt wird. Weiterlesen

Warum Covid-19 in Taiwan keine Chance hat

Taiwan ist nicht nur das hell leuchtende Beispiel dafür, dass Demokratie und soziale Gerechtigkeit auch in ganz China herrschen könnten (wenn es dort überall freie Wahlen gäbe), sondern hat auch die Covid-19-Pandemie besser im Griff als fast alle anderen Nationen dieser Erde. In einem Land mit 23 Millionen Einwohnern (gut ein Viertel unseres Landes) verzeichnete die fortschrittliche Insel gerade mal 716 Infektionsfälle und nur 7 Tote. In Deutschland zum Zeitpunkt dieser Veröffentlichung: 1.218.524 Fälle und 19.932 Tote. Wie schaffen das die Taiwan-Chinesen? Durch konsequentes Testen seit Anfang Januar und durch konsequente Quarantäne. Wer sich nicht zuhause isolieren kann, nutzt eines der 56 Quarantänehotels (umgerechnet 70-150 € pro Tag). Nun hat ein dort untergebrachter Philippine (in dessen Land Covid besonders schlimm wütet) sein Zimmer laut Überwachungsvideo auf dem Flur für 8 Sekunden verlassen und wurde deshalb mit einer Strafe von 100.000 New Taiwan Dollars, umgerechnet 2924 Euro belegt. Ich denke, das würde auch hier dabei helfen die Pandemie zurückzudrängen: Jeder der als infiziert getestet wurde oder in Kontakt zu Infizierten war muss mindestens 14 Tage lang in Quarantäne bleiben. Wer vor die Tür geht, und sei es nur für 8 Sekunden: 3000 Euro Strafe. In Abwandlung der Parolen des grossen Mao-Tsedong möchte ich ausrufen: „Von Taiwan lernen, heisst siegen lernen“. Oder so. Bleibt gesund.

So könnte auch ihre Regierungskoalition aussehen

Seit einem Jahr bringt eine von 5 Frauen (nur eine ist älter als 35) geleitete Re­gierungskoalition Finnland in Ordnung, achtet auf Klimaschutz, Gendergerechtigkeit, wirtschaftliche Sicherheit für alle. In meinem ungeliebten Heimatland dagegen findet man sich damit ab, dass der Hardcore-Neoliberale Friedrich Merz wahrscheinlich nächster Bundeskanzler wird. Ausser, die Grünen schaffen es bis nächsten Herbst, ihren Rechtsrutsch (mehr Autobahnen, mehr Bundeswehreinsätze, mehr Verbote) erfolgreich abzuschliessen. Weiterlesen

Andre Antunes ist Jesus Christus

Das, oder er ist ein verdammt guter Musiker. Wir haben ja schon mehrere Kenneth Copeland Mashups gesehen, aber dieser hier hat den Segen des Höchsten. Halleluja. Der Metal-Messias hat übrigens einen fetten Youtube-Channel dabei, mit Klassikern wie Paula White oder BBQ Beer Freedom. Ich will nicht soweit gehen, zu sagen, dafür sei Metal erfunden worden, aber, yeah, fuckit. Weiterlesen

Q-Anon: Wer ist das, und warum tun die das?


Wer steckt hinter Q-Anon, und was ist der Grund für die ganze Aufregung? Die Fakten habe ich in diesen Artikel für die Telepolis gepackt. pic oben blickpixel cc0

Sammelkarten-Set: Japanische Fischer

Seit einem Jahr gibt es die von der Bezirksverwaltung im nord-japanischen Aomori veröffentlichen Sammelkarten mit Abbildungen lokaler Fischer, oft mit frisch gefangenem Fisch in Händen. Die Karten sind offenbar zur allgemeinen Überraschung ein Riesenhit unter Kindern und Jugendlichen, so dass die Verwaltung hofft, auf diesem Weg wieder mehr Nachwuchs für das Fischereiwesen zu bekommen. Produziert werden die derzeit rund 60 unterschiedlichen Karten von einem 32-jährigen Verwaltungsangestellten, der persönlich zu den Fischern geht, sie fotografiert und fragt, ob er ihr Bild für eine Sammelkarte verwenden darf. Weiterlesen

Patientenverfügung für Corona-Skeptiker: Bitte nicht beatmen

Der Schweizer Gesundheitsökonom Willy Oggier schlägt in einem aktuellen Interview mit der „Basler Zeitung“ vor, sogenannten „Corona-Skeptikern“ im Covid-19-Er­krank­ungsfall keine intensivmedizinische Versorgung zu geben, falls es zu Engpässen kommt. „Ich finde es fairer, wenn der selbsternannte Corona-Rebell das Nachsehen hat, als wenn es einfach den ältesten Patienten im Raum trifft“, erklärt er weiter. Der Experte hat da sicher einen Punkt – warum sollen Menschen behandelt werden, die aktiv zu Ansteckung und Verbreitung des Virus beigetragen haben, indem sie entweder ungeschützte Treffen hatten oder die Gefährlichkeit der Pandemie öffentlich leugneten? Im Notfall, wenn die Intensivstationen überfüllt sind, müssen Ärzte ent­scheiden, wer weiter beatmet wird und wer sterben muss. Damit die Entscheidung dafür beim Einzelnen bleibt und die individuelle Freiheit so wenig wie möglich ein­geschränkt wird, sollten die sogenannten „Corona-Skeptiker“ doch einfach Pa­tien­ten­verfügungen ausfüllen und mit sich führen, damit sie nicht versehentlich im Kranken­haus wegen Covid-19 behandelt oder gar beatmet und gegen ihren Willen am Leben gehalten werden. via tagesspiegel

pic Philipp Lensing cc by sa

Was kann ich noch tun: Thermometer

Ja, richtig: Die Körpertemperatur kontrollieren ist eine gute Idee. Trotz schauriger Erinnerungen an meine Kindheit, wo quecksilberhaltige Fieberthermometer am liebsten da steckten, wo ich sie am wenigsten haben wollte. Der Fortschritt macht auch hier keine Ausnahme: Für 3,45 Eurelien gibt es beim Drogeriemarkt meines Vertrauens (der, dessen Chef seine Auszubildenden auf Theaterkurse schickt und öffentlich über Grundeinkommen sinniert, nicht der, dessen Gewinne zu Teilen an Neonaziparteien gespendet werden) ein digitales Thermometer (pic von mir, cc by sa), das von der Stiftung Warentest als genausogut wie die übrigen bewertet wird, die auch gerne ein Mehrfaches kosten. Abweichung maximal 0,1°C. Die Handhabung ist denkbar einfach: Das Coronameter einschalten, in den Mund nehmen, unter die Zunge, ein paar Sekunden warten, bis es piept, dann die Temperatur ablesen. Aha, 36,5°C, das ist ok. Wenn die mal über 38 springt, hat man Fieber, dann wäre ein Test eine gute Idee. Wollt ihr euch nicht auch alle sowas besorgen, um die öffentliche Sicherheit in Zeiten der Pandemie zu erhöhen? Mit Jana aus Kassel können wir dabei wohl nicht rechnen, aber die meisten Leute sind ja nach wie vor vernünftig.

Meanwhile auf der Intensivstation

Die Zahl der Covid-19-Neuinfektionen hat sich auf einem hohen Wert eingependelt, was aber nicht heisst, dass jetzt irgendwas gut wäre. Nach wie vor stecken sich in der Bundesrepublik jeden Tag 15-20.000 Leute mit diesem tückischen Virus an. Folge: Die Intensivstationen laufen voll. Noch sind wir nicht so weit, dass Ärzte entscheiden müssen, wer beatmet wird und wer nicht, aber das Pflegepersonal ist bis zum Burnout überarbeitet und teilweise schon selber infiziert, und die Belegung der Intensivbetten nimmt weiter zu. Die anschauliche Grafik oben stammt vom Bayrischen Rundfunk, nach Zahlen des DIVI-Intensivregisters. Also: Abstand halten, Masken tragen, Hände waschen. Es ist noch nicht vorbei, aber wir schaffen das. Bleibt gesund.

Mal unter uns: Was ist da los mit diesem Corona?

Was in Deutschland im Jahr 2020 am meisten diskutiert wird, ist die Covid-19-Krankheit mit ihren Auswirkungen. Durch die notwendigen Hygienemassnahmen wie Abstand halten und das Tragen von einfachen Mundnasenschutzmasken fühlen sich viele Menschen in unserem Land verunsichert und eingeschränkt. Wir alle sehnen uns zurück zu einem Leben, das mehr Gemeinschaft, mehr Lebensfreude und weniger Angst vor einem unsichtbaren Virus enthielt. Manche von uns lassen sich deswegen von Propaganda aus dunklen Quellen noch weiter verunsichern und richten ihren Ärger gegen die Überbringer der schlechten Nachrichten, die Ärzte, Wissenschaftler, Vertreter der Öffentlichkeit. Das ist einerseits verständlich, bewirkt andererseits aber das Gegenteil dessen, das wir alle wollen. Weiterlesen

Gratis zu den Sternen, mit Elite Dangerous

Nein, eine Woche ISS kostet nach wie vor rund 20 Mio plus 3 Monate Training in Sibirien, aber das Weltraumepos Elite Dangerous ist derzeit gratis auf dem Epic Store zu haben. Ja, ich weiss, ihr habt alle einen Account dort, um heimlich Fortnite zu spielen. Oder um die wöchentlichen Gratisangebote abzugreifen. Die Elite Dangerous Aktion geht seit gestern und bis zum 26. November. Ihr bekommt dabei sowohl das Basisgame als auch das Horizons-DLC (Landen auf Planeten und Monden, Engineer-NPCs, die das Schiff um mehr als die Hälfte hochfrisieren). Weiterlesen

Happy Birthday, SarsCov2!

Von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt, hat unser derzeitiger Lieblingsvirus, liebevoll auch „Corona“ gerufen, sein erstes Lebensjahr vollendet. Am 17. November 2019 (also vorgestern at the time of writing) wurde der erste Fall der neuen Covid-19 Krankheit in der chinesischen Hubei-Provinz dokumentiert. Seither jagt diese neue Pest um den Globus, bringt Hunderttausende (bald Millionen) von Menschen um und spaltet die Gesellschaft in eine Mehrheit von Vernünftigen, die auch unter Stress nicht vergessen, dass unsere Zivilisation, unser Wohlstand und unsere Sicherheit auf Wissenschaft beruhen – und eine Minderheit, die sich krampfhaft am Glauben festklammert, dass doch in Wirklichkeit alles nicht so wäre, dass es keinen Virus gäbe, oder dass er nicht so schlimm sei, oder dass man doch gar keine Masken tragen müsse, weil diese doch eigentlich wirkungslos seien, dass man sein gewohntes Leben gar nicht ändern müsse. Diese Minderheit fällt einer menschenverachtenden Propaganda zum Opfer, nachgewiesenermassen produziert von den Think Tanks (PR-Agenturen) der Milliardäre, die keine noch so winzige Schmälerung ihrer Profite hinnehmen wollen. Und jetzt die gute Nachricht: Wenn erst einmal eine ausreichend grosse Anzahl, also rund 70 %, gegen Covid-19 geimpft ist, sind die Übertragungs­ketten unterbrochen und die Pandemie vorbei. Das wird womöglich erst 2022 erreicht sein, aber dann haben wir unser „normales Leben“ zurück. Die wenigen Prozent Propagandaopfer in der Bevölkerung werden damit schon irgendwie klarkommen. Happy Birthday, Baby Corona! pic chetmakes1 cc0

Die Zukunft hat längst begonnen, und läuft auf einer Game-Engine

Der kommende SciFi-Film „Gods Of Mars“ ist noch in Produktion und hat daher noch kein offizielles Erscheinungsdatum. Im Production-Trailer oben erfahren wir allerdings, dass er nur einen winzigen Bruchteil dessen kostet, was in Hollywood für einen Pixar oder ILM Film aufgestellt wird. Was ist der Trick? Die Hintergründe werden komplett in der Unreal-Game-Engine erstellt, das Team benötigt also keine Lagerhallen füllende Render-Server-Farm, sondern nur einen ordentlichen Gaming-PC. Selbst die Raumschiffe und Battlemechs werden zunächst als Modelle zusammengesetzt, dann gescannt und anschliessend im Spiel… im Film frei verwendet. Aber natürlich! Warum soll nicht die vorige Generation (Film) der literarischen Sphäre von der heutigen (Games) profitieren? Schliesslich profitiert ja auch die vorletzte (Theater) von der letzten (Film-Einspielungen). Ich finde, das hier ist ein sehr schönes Beispiel für die gegenseitige Belebung unterschiedlicher kultureller Genres. io9, variety

Das war knapp

Oder: Neulich auf Messers Schneide. Todd Alcott via thisisnthappiness

Dunning-Kruger Whisky

Für den „self-educated“ Gentleman, der schon alles weiss. Danke an Dr. Rohin Francis, anders lässt sich die Dummschwätzerei und Besserwisserei kleiner, aber nerviger Be­völ­ker­ungs­anteile in diesen Zeiten nicht ertragen. Cheers! via kottke

Energiespeicher ohne Nachteile: Eisenpulver

Die Brauerei der Familie Swinkels im niederländischen Lieshout nutzt bereits einen von der TU Eindhoven entwickelten Hitzeerzeuger, der zu 100% CO2-frei Flammen bis zu 1800 °C erzeugt: Eisenpulver. Das Pulver wird in Tanklastzügen angeliefert und in einem von der TU gebauten Ofen verbrannt. Das einzige Abfallprodukt der Ver­brennung oder Oxidation von Eisen ist: Rost (Eisenoxid). Dieser kann in einer Wieder­aufbereitungsanlage mit Strom aus Solarflächen und Windrädern wieder zu Eisen­pulver verwandelt werden. Die Forscher aus Eindhoven sagen einen Wirkungsgrad von 40% voraus; mehr als bei anderer Speichertechnik. Die Eisenpulververbrennung könnte nicht nur Diesel und Kohle, sondern auch Wasserstoff und Batterien in Fahr­zeugen und stationären Energieerzeugern ablösen. Das Upgrade von konventionellen Antrieben und Generatoren auf Eisenpulver sollte problemlos verlaufen. newatlas