Frankreich: Hadopi ist zu teuer und bringt nichts

Da sieht man, was der Wähler so alles erreichen kann: Die neugewählte französische Kulturministerin Aurélie Filippetti (pic) findet die von Sarkozy mt grössem Getöse installierte “Anti-Piraterie-Behörde” Hadopi zu teuer und zu ineffektiv. Ziel des Amtes war es eigentlich, die Verkaufszahlen von Mediendownloads nach oben zu treiben – nichts dergleichen ist passiert, in knapp 2 Jahren Drohkulissenbetrieb. „Frankreich: Hadopi ist zu teuer und bringt nichts“ weiterlesen

Hadopi: Kopierer sind die besten Kunden

Die französische Supercopyrightbehörde Hadopi, die eigentlich dafür sorgen soll, dass online nur noch gekauft und nicht mehr getauscht oder kopiert werden darf und deswegen brave Franzosen aus dem Netz kickt, wenn diese mit den Sicherheitseinstellungen ihres WLANs überfordert sind, hat bereits im Januar eine Studie zum Konsum- und Kopier-Verhalten der französischen Surfer veröffentlicht. „Hadopi: Kopierer sind die besten Kunden“ weiterlesen

UN-Bericht: Internetzugang ist ein Menschenrecht

Der aktuelle Bericht, herausgegeben vom „United Nations Special Rapporteur on the Promotion and Protection of the Right to Freedom of Opinion and Expression“, stellt fest, dass alle Versuche, Bürger von der Nutzung des Internet abzuschneiden, gegen die Menschrechte („Artikel 19, Paragraph 3, International Covenant on Civil and Political Rights“) verstösst. Das gilt sowohl politisch wie wirtschaftlich/juristisch motivierten Internetentzug. Ja, auch für „Urheberrechtsverstösse“, also Strafmodelle wie 3-Strikes. Hier ist das PDF des Berichts.  wired

Frankreich: Steuerzahler finanziert Musikkonzerne, Kulturminister macht Gesetze

Flotte Geschichten aus unserem schönen westlichen Nachbarland: Die Regierung in Paris hat nämlich grünes Licht von der EU bekommen, für den genialen Plan, bestimmte Musikdownloads für den halben Preis anzubieten, und die andere Hälfte aus Steuermitteln zu finanzieren. Das heisst also, man muss das Pensionsalter hinaufsetzen, „Frankreich: Steuerzahler finanziert Musikkonzerne, Kulturminister macht Gesetze“ weiterlesen

Frankreich: Neue Copyrightschutzbehörde beim Raubkopieren ertappt

In der Grande Nation soll demnächst die Hadopi Behörde dafür sorgen, dass beschuldigte Filesharer aus dem Internet verbannt werden(a.k.a. „3 strikes“). Der Minister für Kultur und Kommunikation, Frédéric Mitterrand, enthüllte dieser Tage das Logo des neuen Antipiraterieamtes. Prompt gab es Ärger: Die Hadopi verwendete dafür (ohne Genehmigung) einen Font, den der Grafiker Jean-François Porchez exklusiv für France Telekom entwickelt hatte. Mon Dieu! Eine Raubkopie! „Frankreich: Neue Copyrightschutzbehörde beim Raubkopieren ertappt“ weiterlesen

Frankreich: Hadopi pausiert, ist nicht datensicher

Der geniale Welteroberungsplan der Medienmogule, auch bekannt als „3 strikes and you’re out“ (3 mal des Völkermord-P2P beschuldigt und dein Internetanschluss wird abgeklemmt), scheint ins Stocken zu geraten. „Frankreich: Hadopi pausiert, ist nicht datensicher“ weiterlesen

Kostenlose Musikdownloads trotz 3-Strikes und Leistungsschutzgesetz

Die tapferen Internetaktivisten vom Torrentfreakblog zählen sechs Gründe auf, warum Filesharing nicht zu stoppen ist und der feuchte Traum der Musikkonzerne, auch im Internet die Konsumentenpreise diktieren zu können, mehr feucht als erfolgreich bleiben wird. Weil der Konsument sich die Preise aussuchen kann. „Kostenlose Musikdownloads trotz 3-Strikes und Leistungsschutzgesetz“ weiterlesen

Britannien: 3-Strikes würde den Steuerzahler eine halbe Milliarde kosten

Die britische Regierung arbeitet derzeit hart daran, die Digital Economy Bill auf den Weg zu bringen. Durch dieses innovative Gesetz würde die Unterhaltungsindustrie allerlei unterhaltsame neue Rechte bekommen, und Zehntausende von Briten ihren Internetzugang verlieren. Winziger Nachteil: Das Ganze kostet nach ersten Schätzungen ungefähr 560 Millionen Euro, „Britannien: 3-Strikes würde den Steuerzahler eine halbe Milliarde kosten“ weiterlesen

EU stärkt Rechte von Filesharern

Im Telekom-Gesetzes-Paket beschloss das EU-Parlament vorgestern, dass ein Auschluss von der Nutzung des Internet wegen des Vorwurfs illegalen Downloadens urheberrechtlich geschützter Daten nur nach einem ordentlichen, rechtsstaatlichen Verfahren möglich ist.

Damit ist das französische Hadopi/3-Strikes-Gesetz de facto ungültig. Ein grosser Sieg für die Gerechtigkeit. ( via electronista) (pic rockcohen)

Neues vom ACTA-Abkommen

091104global-copyright_cropUS-Kolonialismus des 21sten Jahrhunderts: Trotz aller Geheimhaltungsanstrengungen werden immer mehr Details zum internationalen ACTA-Abkommen bekannt.

Das Anti-Counterfeiting Trade Agreement wird seit zwei Jahren unter den Regierungen der Industrienationen plus einiger Schwellenländer verhandelt, die Öffentlichkeit (wie zB die Presse) ist ausgeschlossen, zugelassen sind dagegen Vertreter der Verlags- und Unterhaltungsindustrien. „Neues vom ACTA-Abkommen“ weiterlesen

Frankreich: 3-Strikes wird vom höchsten Gericht bestätigt

091025banlieu

Das französische Verfassungsgericht hat die Klage gegen das leicht veränderte „3-Strikes“- oder Hadopi-Gesetz abgewiesen; die erste Fassung war noch am höchsten Gericht gescheitert, weil darin keine richterliche Entscheidung vorgesehen war. Das Gesetz ist also bestätigt. „Frankreich: 3-Strikes wird vom höchsten Gericht bestätigt“ weiterlesen

Noch 1 Strike und Sie sind out, Monsieur!

091009sarkozy_2nd_strikeDer französische Staatschef Nicolas „3-Strikes“ Sarkozy tapert am Rande des Abgrunds: Nach dem massenhaften unlizensierten Abspielen des MGMT-Hits „Kids“ auf Wahlkampf-Veranstalungen (siehe 11k2) hat der beste Freund der Unterhaltungskonzerne eine weitere Kerbe im Lack: Die audiovisuelle Abteilung des Präsidentenamtes „Noch 1 Strike und Sie sind out, Monsieur!“ weiterlesen

Frankreich: 1000 Internetanschlüsse pro Tag abklemmen

090528albanelDie französische Ministerin für Kultur und Kommunikation Christine Albanel rechnet ab dem Inkrafttreten des Hadopi-Gesetzes (a.k.a. „3-strikes“) mit 1000 abgetrennten Internetzugängen pro Tag. Nochmal: Sie denkt also, dass nach drei nicht durch Gerichte geprüften Beschuldigungen durch die Contentindustrie jeden Tag 1000 französische Bürger keinen Internetanschluss mehr haben sollen. Aber ihn weiter bezahlen, damit den Telekomkonzernen kein Schaden entsteht. Das wird zumindest so von der Nachrichtenagentur Associated Press berichtet. Die Geschichte (falls man daraus lernen „Frankreich: 1000 Internetanschlüsse pro Tag abklemmen“ weiterlesen

3 Strikes auch für Papier

090515FeltenFPODer US-amerikanische Informatik-Professor Edward William Felten nahm sich die Ratifizierung des französischen 3-Strikes/Hadopi-Gesetzes zum Anlass, um die drastische Strafe bei Urheberrechtsverletzungen (bzw. dem Vorwurf solcher) auch für Druck und Schrift auf Papier zu fordern.

Was im Internet funktioniert, sollte ja schliesslich auch in anderen Medien gelingen, argumentiert er. Nach seinen Vorstellungen solle es eine Datenbank geben, in welche alle Personen eingetragen werden, die einer Copyrightverletzung mit Hilfe von Papier und „3 Strikes auch für Papier“ weiterlesen

Neuseeland wirft 3-Strikes auf den Müll

Nehmt das, Franzaken! Die Regierung von Neuseeland war kurz davor, eine schwer industriehörige 3-Strikes-Regelung ins nationale Urheberrechtsgesetz zu schreiben, und prompt überrascht, welchen Aufruhr das verursachte.

Also gönnte man sich eine Pause und überlegte.

Das Ergebnis des angestrengten Nachdenkens: Dieses Coypright „Neuseeland wirft 3-Strikes auf den Müll“ weiterlesen