Waffen des zivilen Widerstands: Laserpointer

Über das Wochenende kam es in Kairo zu weiteren Demonstrationen gegen den konservativen, islamophilen ägyptischen Präsidenten Mursi. Ein Militärhubschrauber wurde von den Protestierenden mit Dutzenden von Laserpointern zum Abdrehen gezwungen. Wir können also davon ausgehen, dass auch hierzulande spätestens nach der Bundestagswahl Laserpointer unter das Waffengesetz gerechnet werden, bzw Demonstranten, die so etwas bei sich tragen, gleich mal pauschal wegen Landfriedensbruch dran sind. So ähnlich wie bei Regenschirmen und Sonnenbrillen. core77

Ägypten löst Sexismus-Problem im TV

Ghada-Abd-El-Razek

Noch in diesem Sommer wird der nur ganz leicht islamistisch beeinflusste ägyptische Fernsehsender Al-Hafez die soeben produzierte 15-teilige Sitcom “Coffee Shop” ausstrahlen. Erstmals wird dann das ägyptische TV frei von Sexismus-Problemen sein, oder überhaupt Problemen mit Frauen und dem Verhaltnis, das Männer zu ihnen haben. Weiterlesen

Diarrhoe wegen dreckiger Brüste

Hisham Qandil

Der amtierende ägyptische Premierminister Hisham Qandil, vom Präsidenten Mursi im Juli ernannt, nutzte eine Pressekonferenz, um ländliche Mütter dafür zur verantworten, dass deren Kinder unter Durchfallerkrankungen litten. Weiterlesen

Rap die Revolution: Hiphop in Arabien

Torie Rose DeGhett hat auf The Awl einen fantastischen Überblicksartikel zur Rolle von HipHop im arabischen Frühling. Arabische Länder leiden ja unter einem weit höheren Bevölkerungsanteil mittelalterlich Gesinnter als der „westliche“ Industriegürtel, hier hat Musik noch eine sehr viel höhere soziale und politische Bedeutung, für die Identifikation für der Modernisierungsbewegung. Weiterlesen

Was macht eigentlich Hosni Mubarak?

Onkel Hosni, ehemaliger Busenfreund aller europäischen Regierungen, ist gar nicht nach Deutschland ausgewandert, wie die Gerüchteküche behauptet hatte, sondern befindet sich in einem ägyptischen Krankenhaus. Wegen, äh, Herzproblemen. Weiterlesen

Ägypten: Hosni Mubarak flieht nach Deutschland

Al Jazeera berichtet (unter Berufung auf „Quellen“), dass der ägyptische Ex-Präsident Hosni Mubarak seinen bisherigen Aufenthaltsort Sharm El Sheikh verlassen habe und auf dem Weg nach Deutschland sei. Gerüchte sprechen von einer anstehenden medizinischen Behandlung. Ich setze gleich noch ein Gerücht in die Welt: Mubarak will Asyl in Deutschland, und bezahlt die Gefälligkeit mit den geraubten Milliarden. al jazeera, pic Presidenza della Repubblica Italia

Mubarak ist zurückgetreten

Al Jazeera meldet, Hosni Mubarak sei eben zurückgetreten, nachdem er zuvor auf seinen Landsitz geflohen war. Der Vizepräsident Omar Suleiman erklärte das vor einer Stunde im nationalen TV. Der Jubel auf Kairos Strassen soll unbeschreiblich sein. Die Regierungsgeschäfte werden vorerst von einem „Rat der Streitkräfte“ geführt. Für Ägypten könnte das der Beginn einer demokratischen Ära sein, für die angrenzenden arabischen Länder der Beginn weiterer Revolutionen. via al jazeera

Ägypten: Google-Manager in Revolution verwickelt

Von der CNN-Reporterin Hala Gorani stammt die Information, dass der ägyptische Primierminister Ahmed Shafiq persönlich die Freilassung des Google Marketing Direktors für den Nahen Osten, Wael Ghonim, angeordnet hätte. Dieser wurde am 27. Januar verhaftet, angeblich kurz nachdem er die erste Facebook-Seite für die Proteste am 25. Januar aufgestellt hatte. Kurz vor seinem abrupten Verschwinden hatte er noch einen herzzerreissenden Tweet abgesetzt: “Very worried as it seems that government is planning a war crime tomorrow against people. We are all ready to die.” Glücklicherweise hat Wael einen Arbeitgeber, der sich sehr für ihn einsetzt. (via techcrunch)

Ägypten führt Krieg gegen die Presse

Diktator Mubarak hat seine Taktik geändert: Neben leeren Versprechungen, anhaltender Polizeibrutalität und einem neuen Vizepräsidenten, der früher für Geheimdienstoperationen und Folter zuständig war, schickt er jetzt Schläger in Zivilkleidung los, um Demonstranten zu überfallen und möglicherweise Gegengewalt auszulösen – und um die internationale Presse in ihrer Arbeit zu behindern. Weiterlesen

Ägypten: Techfirmen und Netzaktivisten helfen bei der Online-Kommunikation

Nachdem französische Provider und die Piratenpartei bereits kostenlose Fernsprechrufnummern zur Einwahl mit 56k-Analogmodems bereitgestellt haben (und teilweise auch solche Uralt-Geräte gesammelt und nach Ägypten geschickt), um wenigstens die Kommunikation per Twitter aufrecht zu erhalten, macht sich auch Google stark für die Kommunikationsfreiheit. Weiterlesen

Was wir uns alle fragen…

…fängt die Titanic in stimmungsvolle Bilder ein.  Ich wette, unsere selbsternannte Elite in Berlin (und anderswo) findet das gar nicht lustig.

Ägypten zensiert Al Jazeera

Die ägyptische Regierung hat gestern (Sonntag) vormittag die Sendelizenzen und die Aufenthaltserlaubnisse für Al Jazeera Mitarbeiter widerrufen. Reporter des Senders, die aus anderen arabischen Ländern stammen, dürfen damit nicht mehr aus Ägypten berichten, die Satellitenfrequenzen wurden an andere Sender vergeben. Weiterlesen

Ägypten und die Freiheiten

„In arabischen Ländern erkämpfen sich Menschen die Freiheiten, die hier aus Angst vor den Religionen arabischer Länder eingeschränkt werden.“ (Mela Eckenfels) (pic Olly Wainwright)

Das Verhältnis von Internet und Regierung

Hm. Ich sag mal: JMSTV. Was sagt ihr? (via dailywhat)

 

Update: Ägypten ist ohne Internet

Gestern morgen um 5:20 Eastern Standard Time (auf dem Pic) oder eben gestern vormittag um 11:20 MEZ zog die ägyptische Regierung den Internet-Stecker, aus Angst vor dem eigenen Volk und seinen unzensierbaren Kommunikationsmöglichkeiten. Lieber Mittelalter als Demokratie. (Danny O’Brien via techmeme) (pic/grösser)

Hartz4-Proteste? Einfach Internet sperren

Daran kann sich die Merkel-Junta doch ein Beispiel nehmen: In Ägypten werden nach zunehmenden Protesten gegen die Diktatur von Muhammad Husni Mubarak eben mal Internet und Mobiltelefonie abgeschaltet. Vor allem Facebook, Twitter, Blogs. Weiterlesen

Ägytischer Raketenangriff gegen Jordanien

Im jordanischen Aqaba am Nordende des Roten Meeres sind zwei Raketen eingeschlagen. Ein Lagerhaus wurde beschädigt, verletzt wurde niemand. Offizielle ägyptische Stellen bestreiten die israelische Version, die beiden Flugkörper wären beim ägyptischen Taba gestartet worden und hätten den israelischen Hafen und Ausflugsort Eilat treffen sollen. Weiterlesen

Koranklingeltöne: Nicht zulässig

Mufti Ali Gomaa, der höchste islamische Geistliche Ägyptens, hat Handyklingeltöne aus Koransuren für unangemessen erklärt.

Das Problem dabei: Der Angerufene müsste abwarten, bis die Sure fertig geklingelt hat, bevor er das Gespräch abnimmt. Weiterlesen