Der Vater des Algorithmus

Algorithmen, also eigentlich Beschreibungen von Lösungswegen, sind die Motoren des heutigen Informationszeitalters. Sozusagen. Das Wort Algorithmus stammt vom Namen eines der bedeutendsten Mathematikers unseres Kulturraums, der vor über 1000 Jahren grundlegende Bücher zu Algebra, Arithmetik, Geografie, Astronomie und dem jüdischen Kalender verfasste (ja, bevor westliche Imperien den Palästinakrieg zwischen Juden und Arabern installierten, lebten die beiden Kulturkreise harmonisch zusammen): Muhammad ibn Musa al-Khwarizmi. Der Nachname kommt übrigens von seiner Herkunftsregion Khwarazm in Zentralasien, südlich des Aralsees. Seine Arbeiten schrieb der moslemische Wissenschaftler in Bagdad, als Leiter des Hauses der Weisheit (wir würden das heute Universität nennen). Das Bild oben ist eine sowjetische Briefmarke von 1983, die den angenommenen 1200sten Geburtstag des Mathematikers feierte. Video unten via kottke

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Google erkennt jetzt (fast) alle Objekte automatisch

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Der aktualisierte Google-Objekterkennungs-Algorithmus kann in kürzester Zeit nahezu beliebige Objekte identifizieren, wie das Arbeitsdokument „Fast, Accurate Detection of 100,000 Object Classes on a Single Machine“ ausführt. Anwendungsfälle sind nicht nur die Suchmaschine selbst, die nun viel genauer gewünschte Bilder finden kann, sondern auch selbstfahrende Autos, die damit Hindernisse erkennen und Situationen beurteilen können, sowie noch präzisere Persönlichkeitsprofile durch exakte Identifizierung der Gegenstände auf deinen privaten Fotos, die dann von den einschlägigen Sicherheitsorganisationen auf mehr oder weniger legalem Weg genutzt werden können, um dich damit unter Terrorismusverdacht zu stellen. „Google erkennt jetzt (fast) alle Objekte automatisch“ weiterlesen