Amazon Direktkaufbutton Dash: Illegal

Die Verbraucherzentrale NRW hat gerichtlich durchgesetzt, dass der Amazon Dash Button hierzulande nicht verkauft werden darf. Der ach so praktische Nachfüllknopf sollte nach den Vorstellungen von Amazon, dem derzeit weltweit ausdrucksstärksten Kapitalismusdarsteller, an Waschmaschinen und andere Orte des wiederholten Konsums geklebt werden. Mit einem einzigen Druck sollen Konsumenten dann Waschpulver (oder andere Verbrauchsmaterialien) nachbestellen können, wobei sich Amazon nicht auf einen Preis, Liefertermin, nichtmal die Marke festlegen lassen will. Was natürlich nicht in die Tüte kommt. Gut, dass es (noch) keine internationalen Schiedsgerichte gibt, wie sie unsere Konzerne gerne per TTIP, JEFTA, CETA usw installieren wollen, dann wäre ein solches oberlandesgerichtliches Urteil anfechtbar. pic amazon

Amazon Alexa: Jeder kann zuhören

Eine Gruppe von Computerexperten der Firma Checkmarx („Hacker“ wäre hier falsch, weil nichts gehackt wurde), nutzte die Anpassungsmöglichkeiten des Internetmikrofonlautsprechers um ein Verhalten einzustellen, das wie der Beginn einen Horror-SciFi-Movies klingt: Die White Hats schrieben eine App (bei Amazon heisst das „Skill“) für Alexa, die das Gerät nach einer Benutzung weiterlaufen liess, ohne dass dies für die Besitzer erkennbar wäre. Die App lieferte dann Mitschriften von allem ab, was in Alexas Hörweite gesprochen wurde. Nachdem Checkmarx das Problem an Amazon gemeldet hatte, versprach der Hersteller, die Sicherheitslücke zu schliessen. Dann warten wir mal auf die nächste Meldung dieser Art. Smart Home Devices mit integriertem Mikrofon und von verschiedenen Herstellern gibt es heute ja zur Genüge. via wired, das pic zeigt das kleinste Alexa-fähige Amazon-Gerät beim Belauschen von Kindern und Haustieren.

EU: Sondersteuer für Google, Apple, Facebook, Amazon? Im Ernst?

Der amtierende französische Wirtschafts- und Finanzminister Bruno Le Maire hat kürzlich enthüllt, dass eine EU-Direktive in Vorbereitung sei, die den Internet-Konzernen Google, Apple, Facebook und Amazon zwei bis sechs Prozent ihres Umsatzes als Sondersteuer abfordern will. Weil genannten unter Verwendung der einschlägigen, legalen Steuertricks in Europa bisher so gut wie keine Steuern bezahlen. Ok, aber dabei fallen mehrere Dinge auf: Weiterlesen

Amazon, SciFi und Kommunismus

Der weltweit operierende Erzfeind aller Einzelhändler (nicht nur des Buchhandels) hat auch eine Film/TV-Abteilung: Amazon Prime. Nach einer unaufregenden Umsetzung von Phil K. Dicks Parallelnaziweltstory „The Man In The High Castle“ („Der Alte vom Berge“) will sich der aktuelle Inbegriff des Kapitalismus an einem weiteren neuen Klassiker versuchen, „Consider Phlebas“ („Bedenke Phlebas“), dem ersten Roman des Culture-Zyklus von Ian Banks. Die „Culture“ besteht im wesentlichen aus humanoiden und elektronischen Bürgern der Menschheit im Jahr 10.000-oder-so, in dem die Maschinen so viel produzieren, dass niemand mehr arbeitet. Das erfüllte Versprechen des Kommunismus also. Die Befreiung der Menschheit vom Joch der Arbeit als Space Opera. Um so pikanter, dass ausgerechnet Amazon sich diesen Stoff vornimmt. Ich habe keine grossen Hoffnungen für das Projekt. Wahrscheinlich wird es nur ein weiterer, über Fernseh-Wochen ausgewalzter Action-Reisser auf atemberaubender CGI-Ringweltkulisse. businesswire, das pic stammt vom Cover der britischen Ausgabe im Orbit Verlag

Schöne neue Einkaufswelt: Amazon Go

Der US-Einzelhandelsriese mit den unmenschlichen Arbeitsbedingungen (nein, nicht Walmart) Amazon hat eine neue, tolle Idee, derzeit in der Erprobungsphase: Amazon Go. Einfach beim Betreten des Supermarkts mit dem Shopping-App einen QR-Code aufs Display zaubern und sich damit am Scanner einloggen. Dass QR-Codes ziemlich anfällig gegen Fälschung sind, lassen wir mal beiseite. Dann einpacken, was man haben möchte – oder wieder ins Regal zurückstellen – und gehen. Ohne bezahlen. Ohne Kasse. Weiterlesen

Sind Roboter die nächsten Opfer des Kapitalismus?

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Der Einzelhandelskonzern Amazon übernahm vor 4 Jahren den Robotik-Entwickler Kiva für überschaubare 775 Mio. USD – und spart heute 20% der Kosten seiner robotisierten Logistikzentren. Werden alle 110 Zentren umgerüstet, dann spart Amazon jährlich 800 Mio – und hat fast keine menschlichen Mitarbeiter mehr. Die Kiva-Bots schaffen einen Lieferrundgang in einem Viertel bis Fünftel der Zeit, die ein Mensch braucht, und sind deutlich kleiner, weswegen die Lagerhallen bis zu 50 % mehr Waren aufnehmen können. Noch stellt der Konzern Leute ein (meist zu erbärmlichen Konditionen), aber eben nur so lange, bis alle Einrichtungen robotisiert sind. Aber es gibt auch Lösungsversuche. Weiterlesen

Amazon wird Konsolenhersteller. Nur anders

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Die beiden Flagschiffkonsolen PS4 und Xbone verkaufen sich weit schlechter als ihre Vorgänger, PC-Verkäufe nehmen ab, die Nintendo-Kinderzimmer-Konsolen verkaufen sich mager, aber auch die iOS-Gaming-Offensive Apples dümpelt und selbst ehrgeizige Android-Projekte wie die Mini-Spielkonsole Ouya kommen nicht vom Boden weg. Ist es vorbei mit dem Gaming-Goldrausch? Weiterlesen

Amazon Rockets

Amazon Drones war gestern. Hier kommt Amazon Rockets. Sagt zumindest Zach King. likecool

Karl Valentin und die Störerhaftung

karl valentin stencil

Das Oberlandesgericht München hat ein Urteil gefällt, das den Missbrauch des Urheberrechts unter dem Label „Störerhaftung“ und damit den Grossteil der Abmahnwelle und der überzogenen Ansprüche gegen Filehoster beenden könnte. Und alles wegen Karl Valentin. Weiterlesen

Amanda Hocking: Erfolg durch Internet

Verlagswirtschaft ohne Verlage: Amanda Hocking ist 26 und verkauft mittlerweile pro Monat via Amazon Kindle Store rund 100.000 eBooks zu Preisen zwischen einem und drei US-Dollar. Da sie dabei 70 % der Einnahmen bekommt, lohnt sich das so richtig für sie. Weiterlesen

Ein Klick genügt für ein Patent

Nur für den Fall, dass einer von euch gerade angestrengt über runde Gegenstände zu Fortbewegung- und Transportzwecken nachdenkt: Das US Patent Office hat entschieden, dass Amazons Patent für Online-Einkäufe mit einem Klick gültig ist. Die (neue) Einschränkung: Es muss ein Online-Einkaufswagen am Online-Einkaufsvorgang beteiligt sein, damit das Patent berührt ist. (via  techdirt) (pic tjstein / Teri cc)

British Library verschenkt 65.000 E-Bücher

Als Download. Ohne DRM. Verlagskonzerne: Panikmodus, jetzt. Das tolle Geschäftsmodell, Bücher mit abgelaufenem Urheberrecht nachzudrucken und für teuer Geld als Hardcover zu verticken, nähert sich seinem Verfallsdatum. Weil die British Library schon mal 65.000 Veröffentlichungen als dem 19. Jahrhundert originalgetreu einscannt und via Amazon Kindle verbreitet.

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Das Ende des Buchs

Naja, nein. Anders. Zunächst die Fakten: Online-Buchhändler Amazon hat den eReader Kindle für alle Autoren dieser Welt geöffnet, und gleich eine neue Abrechnungsform dazu. Wenn du dein eBuch für 2 US-Dollar weniger als die Papierversion, und überhaupt zwischen 2,99 und 9,99 USD anbietest, bekommst du (abzüglich weniger Cent für das digitale Ausliefern) 70 % vom Verkaufspreis (plus einige kleiner Zusatzkonditionen). Weiterlesen

Amazon patentiert Tippfehler

091030porntyposGenauer: Amazon hat einen Patentantrag für eine Methode gestellt, wonach in einen vorhandenen Buchtext künstliche Schreibfehler eingefügt oder Wörter durch Synonyme ersetzt werden, so dass man eventuelle „Raubkopien“ Weiterlesen

US-Autoren: Amazon lügt und heuchelt

Der US-Berufsverband Authors Guild hat sich in einer öffentlichen Erklärung gegen das Engagement von Amazon im Fall Google Books gewendet. Besonders gegen die Behauptung Amazons, Google strebe ein Monopol bei eBooks an. Das Gegenteil sei der Fall, klärt uns der Weiterlesen

Kindlegate: Klage gegen Amazon

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Weil Amazon seine Ausgabe von 1984 heimlich vom Kindle eReader löschte, verklagt der High School Schüler Justin Gawronski den Buchhändler. Er hatte nämlich eine Arbeit vorbereitet Weiterlesen

Kindlegate: Amazon-Chef bittet um Verzeihung. Und?

090724jeff-bezos-with-kindleGut, Amazon hat also die eBooks 1984 und Animal Farm von den Kindle-eReadern seiner Kunden gelöscht. Weil, wie ich inzwischen hörte, der Verlag Barnes & Noble gar nicht die US-Rechte dafür hatte (siehe auch 11k2 hier und hier).  Alles sehr fragwürdig. Jetzt bat Amazon-CEO Jeff Bezos seine Kunden öffentlich um Verzeihung:

This is an apology for the way we previously handled illegally sold copies of 1984 and other novels on Kindle. Our “solution” to the problem was stupid, thoughtless, and painfully Weiterlesen

Kindlegate geht weiter: Welche Bücher verschwinden als nächste?

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Nachdem Amazon auf Verlagswunsch die Orwell-Klassiker 1984 und Animal Farm von den Kindle-Lesegeräten seiner Kunden gelöscht hat, will die Öffentlichkeit natürlich wissen, ob das Versehen, Zufall oder Absicht war. Hier vertreten durch Peter Kafka vom Wall Street Journal, der eine ganze Serie von Anfrage an Amazon schickte, Weiterlesen

Amazon löscht gekaufte eBooks, nachträglich

090719orwell1984Weil der Verlag Barnes & Noble es sich anders überlegt hat, löschte Online-Buchhändler Amazon George Orwells Bücher „1984“ (!) und „Animal Farm“ (!!) vom E-Book-Reader Kindle.

Per DRM geht sowas. Zwar haben die Kunden ihr Geld zurück bekommen, aber trotzdem ist das eine neue Stufe im Krieg gegen Kundenrechte: Mit Hilfe des DRM kann der Weiterlesen

Big Music kauft sich beim Indie-Vertrieb TuneCore ein

Universal Music, Tochterfirma des französischen Mediengiganten Vivendi und grösster Musik-Distributor des blauen Planeten, hat einen Deal mit dem Musikvertriebs-Service TuneCore (siehe 11k2), und ist sehr stolz Weiterlesen

Ende der Musikindustrie macht Fortschritte

090522tunecore_promoDer weltgrösste Onlineshop, Amazon, hat einen Deal mit dem CD-Herstellungsservice Tunecore bekannt gegeben. Bands, die unbedingt eine professionell aussehende CD verkaufen möchten, bezahlen Weiterlesen

Amazon will kein Geld von Piraten

090501codafmWie? Die Leute wollen für Musik bezahlen und der grösste Onlineshop der Welt will das Geld nicht? Coda.fm ist eine ziemlich innovative Musikseite, auf der man neue Musik kennenlernen, sie anschliessend als Torrent downloaden und zu guter Letzt bei Gefallen via Amazon Musikshop als Download kaufen kann. Weiterlesen

Amazon Kindle 2 Teilrückzug

090302kindle2_king1Wir hatten uns ja schon vor einer Weile über die Aufregung um die Vorlesefunktion des Amazon eBooks amüsiert. Die US Author’s Guild hatte allen Ernstes behauptet, die Roboterstimme des Geräts dürfe keine Texte mehr lesen, dies stelle eine Copyrightverletzung dar. Erzählt das mal den Blinden, liebe Gildenmitglieder. Nun hat Weiterlesen

Sprachsoftwarepiraterie

090211feat-read-in-sunlight-300pxDie US-amerikanische Berufsvereinigung Author’s Guild hat schon viele wichtige Siege für die kreativen Schreiber der nordamerikanischen Föderation errungen. Ohne die Arbeit dieses Verbandes wäre es für die Verwertungs-industrien ein Leichtes, einzelne Autoren über den Tisch zu ziehen. Nun erklärte Paul Aiken, Executive Director der Author’s Guild, gegenüber dem Wall Street Journal, die im Amazon Kindle 2 eingebaute und vom Hersteller Weiterlesen

Kostenlose Bücher für den Amazon Kindle

090211kindleAnlässlich der US-Reviews zum neuen Amazon Kindle 2 hatte ich darauf hingewiesen, dass uns hier der Beginn des papierlosen Zeitalters anlächelt (Falls ein Beginn so was wie lächeln kann). Ungläubig verwiesen ansonsten technisch hoch gebildete 11k2 Leser Weiterlesen

Kindle 2: Der langsame Abschied vom Papier

090210kindle_say-hello-450px_v251249381_Der Amazon Kindle 2 ist ab dem 24. Februar in den USA zu haben, Engadget und andere hatten das Ding schon in der Hand und sind doch ziemlich begeistert. Das elektronische Lesegerät kostet in den Staaten 359 Dollar, das entspräche 277 Euro. Zuviel für so ein elektrisches Dings? Nein, ein besser ausgestattetes Mobiltelefon ohne Weiterlesen