Warum Gamergate so gut funktioniert hat

Wer erinnert sich noch an die grosse Online-Schlammschlacht von 2013 (die nach zwei Jahren ausebbte), als eine Gruppe von zunächst unbekannten Jungs gegen eine Spieleentwicklerin den Vorwurf erhob, sie habe nur deswegen was mit einem Spielejournalisten angefangen, um eine gute Bewertung für ihr Game Depression Quest zu bekommen. War faktisch wohl nicht so, trotzdem entstand daraus eine Welle von misogynen Aktionen, Hacks, Mord- und Vergewaltigungsdrohungen gegen Spieleentwicklerinnen und Journalistinnen (und einige wenige Männer). Businessinsider hat jetzt die FBI-Originalakten ausgewertet und veröffentlicht. Weiterlesen

Was Anita Sarkeesian nicht sagen konnte.

Fuck You! Und andere Dinge, die sie eigentlich gerne gesagt oder getan hätte. In den letzten drei Jahren, in welchen Tausende von misogynen Idioten sie mit Vergewaltigungs- und Morddrohungen überschütteten. Nur weil sie gewagt hatte, im heiligen Tempel der Adoleszenz (a.k.a. Videogames) vom real existierenden Sexismus zu sprechen. Weil sie das getan hat, und wegen der Art, wie sie damit umgeht, ist sie für mich eine Heldin des gesellschaftlichen Aktivismus, in der Tradition von Rosa Luxemburg oder Angela Davis. Wirklich: Weiterlesen

Anita Sarkeesian, und warum das keine Killerspiel-Debatte ist

femfreq

Ein Blick in dieses neumodische Twitter, und die Headline des gegenwartskulturellen Vordenkers Andi Popp springt mir entgegen: Das neue Gesicht der Killerspiele-Debatte. Da muss ich doch sofort… das würde euch genauso gehen, nicht wahr? Ein weiterer Blick in den ausführlichen Blogbeitrag allerdings verrät mir: Es geht wieder um die Sarkeesian. Ja, aber? Was hat die mit der Killerspieldebatte zu tun? Und warum zieht ausgerechnet der Popp den Zusammenhang auf? Ich finde nämlich, dass hier gar keiner besteht, aber mir ist auch klar, dass viele Gamer das anders sehen – und hier ist es völlig richtig und anerkennenswert von Andi, sich wort- und faktenkundig vor die Gamerschaft zu stellen. Aber lasst uns das mal auseinanderdivieren… Weiterlesen

Morddrohungen beweisen: Frauenfeindlichkeit gibt es gar nicht

sarkeesian

Nach der Veröffentlichung ihres neuesten Doku-Videos zu Frauenfeindlichkeit, Gewaltphantasien gegenüber Frauen und einer nach wie vor noch nicht erreichten Gleichstellung der Geschlechter in den Köpfen der Gegenwartsbewohner (siehe nächsten Beitrag weiter unten) war vielerorts (auch hier in 11k2-Kommentaren) zu hören, Anita Sarkeesian hätte sich das alles nur ausgedacht, sie würde schamlos übertreiben und es sei in Wirklichkeit gar nicht so. Wahrscheinlich um das zu untermauern, schicken ihre Fans solange Mord- und Vergewaltungsdrohungen an Anita, bis sie mit ihrer Familie in eine sichere, da unbekannte Wohnung fliehen und die Polizei einschalten musste. Weiterlesen

Frauen als Dekoration, Teil 2

Anita Sarkeesian ist – wieder einmal – grossartig. In der aktuellen Folge ihrer Doku-Reihe zu Genderproblemen in Games erklärt sie exakt, wo das Problem ist. Danke für die Analyse, Anita, und für soviel Mut zu Wahrheit. Ja, ich bin auch Gamer, und ich bin schwerst gelangweilt von Gamedesignern, die aus Einfallslosigkeit zum „Stilmittel“ der Gewalt gegen Frauen greifen, und noch schwerster (Stilmittel „rekursiver Superlativ“) von männlichen Gaming-Würstchen, die aus schlecht vertuschten Ohnmachtsängsten heraus dargestellte sexualisierte Gewalt gegen Frauen (egal, ob in Bücher, Filmen oder Games) verteidigen. kotaku

Hilflose Pixelmädchen, wissenschaftlich erforscht

Anita Sarkeesian hat den ersten Teil ihrer Reihe „Tropes vs Women in Video Games “ online, in der Sie Rollenklischees vorstellt, die in Games eigentlich garnichts zu suchen haben, weil sie ja aus einer fernen, barbarischen Epoche stammen. Irgendeinem vergangenen Jahrtausend. Weiterlesen

Anita Sarkeesian bekämpft Sexismus mit Wissenschaft und Videogames

Sind Gamer sexistisch? Mehr als andere, oder weniger? Eine US-Forscherin hat das mal untersucht, damit wir das nicht tun müssen. Weiterlesen