Warum „anti-deutsch“ das falsche Wort ist

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Eigentlich wohne ich ganz gern hier. Und mit den verschrobenen Leute, die hier um mich herum wohnen, hab ich mich auch ganz gut arrangiert. Naja, so einigermassen. Trotzdem klingt für mich vieles, was aus „anti-deutschen“ Kreisen kommt, doch ganz vernünftig. Ich glaube aber, ich bin nicht anti-deutsch. Ich kann doch nicht gegen ein ganzes Land sein? Dagegen bin ich sicher, dass ich „anti-nationalistisch“ bin. Also gegen das Konzept „Nation“, ganz grundsätzlich. Egal in welchem Land. Ich bin ja auch nicht grundsätzlich gegen Fussball. Ich finds nur langweilig, dabei zuzusehn. Sobald allerdings Nationalflaggen ins Bild kommen, find ich Fussball nicht nur langweilig, sondern auch scheisse. Das liegt aber nicht am Sport, sondern am Nationalismus, also dem Konzept, dass Leute, die innerhalb willkürlich gezogener Grenzen wohnen, besser seien als Leute, die ausserhalb dieser fiktiven Linien leben. Das gilt für Nationalismus in allen Gegenden, ohne Ausnahme. Dieser kollektive Knall ist auch fast überall zu finden. Und der muss weg. Also: Deutschland, chill mal ’n bischen, und Nationen aller Länder, verpisst euch. pic indymedia

Anfang letzten Jahres hab ich noch ein wenig tiefer nachgegraben und das hier veröffentlicht: Warum ich stolz bin, Deutscher zu sein.