Amazon Alexa: Jeder kann zuhören

Eine Gruppe von Computerexperten der Firma Checkmarx („Hacker“ wäre hier falsch, weil nichts gehackt wurde), nutzte die Anpassungsmöglichkeiten des Internetmikrofonlautsprechers um ein Verhalten einzustellen, das wie der Beginn einen Horror-SciFi-Movies klingt: Die White Hats schrieben eine App (bei Amazon heisst das „Skill“) für Alexa, die das Gerät nach einer Benutzung weiterlaufen liess, ohne dass dies für die Besitzer erkennbar wäre. Die App lieferte dann Mitschriften von allem ab, was in Alexas Hörweite gesprochen wurde. Nachdem Checkmarx das Problem an Amazon gemeldet hatte, versprach der Hersteller, die Sicherheitslücke zu schliessen. Dann warten wir mal auf die nächste Meldung dieser Art. Smart Home Devices mit integriertem Mikrofon und von verschiedenen Herstellern gibt es heute ja zur Genüge. via wired, das pic zeigt das kleinste Alexa-fähige Amazon-Gerät beim Belauschen von Kindern und Haustieren.

Sex und Kryptografie: Rumuki

rumuki

Die iOS-App Rumuki (ist für Android angekündigt) hat das Ziel, problemlosen, sicheren Austausch von sehr privaten Fotos und Videos zwischen zwei Menschen sicher zu stellen. Das Versenden von intimen Darstellungen ist ein Verhalten, das in unserer digitalen Gesellschaft natürlich und gleichzeitig schutzwürdig ist. Um die Privatsphäre zu erhalten, verschlüsselt Rumuki alle damit verknüpften Bilder und gibt den Schlüssel an beide Beteiligte. Nur wenn beide zustimmen, kann der private Einblick geöffnet werden. Entzieht eine der beiden Seiten die Genehmigung ganz, bleibt die Intimität auch für die andere verborgen. Es ist nicht völlig sicher, ob die verwendete Krypto jedem Angriff standhalten kann, aber dennoch ist Rumuki ein Schritt in die richtige Richtung. Nicht nur für intime Videos mit erotischer Konnotation, sondern für alle Informationen, die niemanden ausser zwei bestimmten Menschen etwas angehen. itunes via violet blue

Vigilante: Strassenjustiz als App

Stell dir vor, der Polizeinotruf 110 (in den USA 911) geht nicht nur zur Einsatz­zentrale, sondern auch ins Internet und von dort aus per App an alle Smartphones (die es installiert haben). So dass alle mehr oder weniger besorgten Bürger sofort an den Ort eines mutmasslichen Verbrechens, oder wenigstens Notrufs, eilen können, um dort für Anwesenheit, Transparenz, Beistand sorgen zu können. Weiterlesen

Warum fahren wir noch Autos aus dem 19ten Jahrhundert?

Der Amber One sieht auf den ersten Blick aus wie ein modernes, dreitüriges Kom­pakt­auto. Nur mit Leichtbaukarosserie, Elektroantrieb und 400km Reichweite. Allerdings kann man es noch nicht kaufen. Genauer gesagt: Man wird es nie kaufen können. Es ist nämlich (diese Idee haben wir schon gehört) kein Besitz, sondern ein Service: Man muss nur ausreichend viele dieser Mobile in einer Stadt abstellen, die App auf alle Smartphones verteilen und jeder Abonnent (ca. 33 Euro/Woche) kann nachsehen, wo der nächste Amber steht, hinlaufen und das Gerät ausleihen. Danach lässt man es stehen und der nächste Ambernutzer ist dran. Vorteil für den Einzelnen: Legendär niedrige Kosten. Vorteil für die Gesellschaft: Weniger Autos auf der Strasse, weil alle Ambers von vielen Leuten nacheinander genutzt werden können. Nachteile? Weiterlesen

Puppet War:FPS

Bisher nur fürs iPhone zu haben (1,99 USD), sieht aber grossartig aus. Story: Die unsäglichen Kindersendungspuppen haben endlich ihre dunkle Seite entdeckt und wollen die Weltherrschaft an sich reissen. Ausser dir ist grade keiner da, also musst du die Erde retten. Hoffentlich auch bald auf dem PC. Hauptvorteil, etwa für besorgte Eltern: Es wird garantiert nicht auf Menschen(-Abbildungen) geschossen. Brahaha. (via cnet)

Frauen klarmachen mit dem iPhone

Ja, auch dafür gibt es ein App. Gesponsort von der Koffeinbrause-Getränkemarke Pepsi, soll „amp up before you score“ dem männlich-frustrierten iPhone-Besitzer neue Wege in Herzen und Betten ansonsten schwer rumzukriegender Damen verschaffen. Alles, was der solchermassen digital verstärkte Cyber-Casanova Weiterlesen

Erstes sinnvolles iPhone-App

090309taxiflasher_animated_300x200Zusatzprogramme für das Apple iPhone gibt es genug; viele davon von zweifelhaftem Nutzwert. Das hier allerdings hat mich überzeugt (allerdings nicht so sehr, dass ich mir deswegen ein Apfeltelefon zulegen würde): TaxiFlasher macht aus dem Sprechspielzeug eine blinkende Taxi-Ruf-Tafel. Netterweise kann man damit auch noch anderes blinken, so was wie HELLO, WTF!, OMFG, 1337 oder FUCK oder… irgendwelchen anderen Unsinn. (via textually)