Apple und der Penis: Lost in translation

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Ein bischen Schadenfreude kommt immer gut: Das neue iPhone 7 wird natürlich auch in China angeboten. Die Chinesen im südlichen Teil des Industriegürtels, um Hongkong und Guangzhou (Kanton), sprechen den kantonesischen Dialekt. Das Wort für „7“ ist „tsat“, das in der Umgangssprache dieser Region (die mehr Einwohner hat als Deutschland) auch „Penis“ bedeutet. Oder „blöd“, wie in „uncool“. Deswegen lesen dort alle die Apple-Werbekampagne „this is 7“ als „Das ist Penis“ oder „Das ist uncool“. Da hatten die globalen Werbestrategen des führenden Elektrokonzerns wohl grade einen kurzfristigen Koks-Engpass, oder? sfist

Das meistverkaufte Produkt der Welt

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Seit Januar 2007 hat Apple eine Milliarde iPhones abgesetzt. Das Teil ist damit das meistvertickte Produkt der Welt (Produkt wie in „Ware mit Markennamen“). Von allen Harry-Potter-Folgen wurden insgesamt 450 Millionen, von allen Generationen der Playstation 382, vom Rubiks Cube 350 Millionen unter die Leute gebracht, der Käfer ging 21,5 Mio. mal weg. Das iPhone ist damit der grösste Erfolg der industriellen Zivilisation aus massengefertigten Konsumgütern und gleichzeitig ihr Ende, weil es in die nächste Ära gehört: Es ist keine Kraft- sondern eine Informationsmaschine. asymco, pic Matthew Yohe cc by sa

Taylor Swift und die Schizophrenie der Kreativindustrie

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Der Glam-Faktor verlässt gerade die Erdumlaufbahn und macht sich auf den Weg zu den Sternen: US-Schlagersternchen Taylor Swift hat es dem Silikon-Goliath Apple so richtig gezeigt. Wie? Apple, die reichste Firma dieses Planeten, will ja diese neue Beats-Streaming-Plattform zum Erfolg pushen, und bietet Künstlern den Deal an, von Anfang an dabei zu sein, aber für die ersten drei Monate kein Geld zu bekommen, weil das Streaming für die Nutzer in diesen drei ersten Monaten auch kostenlos sei. Soweit sogut. Kann man mitmachen oder es bleiben lassen. Weiterlesen

Apple hat ein Frauenproblem

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Der Lifestylecomnputerhersteller aus Cupertino hat eine Gesundheitsapp fürs iPhone namens Healthkit. Damit kann man alle wichtigen Gesundheitsdaten überwachen, sagt Apple. Nur bei diesem irgendwas, das die Häfte der Erdbevölkerung (zumindest in den aktiven Jahren) alle vier Wochen befällt und für Temperaturschwankungen, Schmerzen, und, ähm, gewisse Blutungen sorgt, ist Healthkit überfordert. Weiterlesen

Wenn die NSA dich für einen Mullah hält, aber nicht weiss wo du bist

Verschiedene Leute haben das ausprobiert und in dieses Internet gepostet: Wenn du zu Siri (das Apple Chat-iPhone-Audio-Chatbot-App, nicht die Adult Entertainment Actress) Wörter wie „Christentum“, „Buddhismus“ oder „Judentum“ sagst, zeigt sie dir auf dem Display die entsprechende Wikipediaseite. Weiterlesen

Apple und der dreckige Strom

Greenpeace hat gerade eine Reihe hübscher Aktionen laufen: Sie fordern Apple (und Amazon, und Microsoft) auf, keinen Strom mehr einzukaufen, der mit Kohlekraftwerken hergestellt wurde. Dazu gibts dieses Video (unten) und ein paar Putztrupps, die unangemeldet in Apple Stores auftauchen und dort für symbolische Sauberkeit sorgen. Weiterlesen

Siri rappt

Der iPhone-Sprachbot Siri muss mal ein paar Reime sprechen, Biggie’s “Hypnotize“. Yo, Robb Böhnke. Fuck Copyright + die nächsten paar Jahren werden sehr kompliziert und sehr, sehr kreativ. failblog