Der erste Mai und was wir da feiern

Weil ich das heute schon auf Twitter mit klugen Leuten diskutiert hab: Ich mag das Wort Arbeiterbewegung nicht mehr. Weil es eine falsche Vorstellung verbreitet, davon, dass es um Leute in Gummistiefeln, blauen Klamotten und gelben Helmen ginge. In Wirklichkeit ist dieses bewusste geschürte Missverständnis eine geschickte Fehlübersetzung von „working class“. Die arbeitende Klasse. Also wir alle („99 %“), die für ihren Lebensunterhalt arbeiten müssen. Im Gegensatz zur besitzenden Klasse („1 %“), die das von anderen erledigen lassen. Und die eigentlich so ziemlich alle Probleme verursachen, die wir 99% heute haben: Krieg, Hunger, Armut, Umweltzerstörung, den Verlust von Sinn. Und weil wir auch nach vielen Jahrhunderten und Jahrtausenden in Klassen aufgeteilter Geschichte noch nicht wütend genug sind, um die 1 % einfach umzubringen, müssen wir uns eben zusammenschliessen und einen Kompromiss einfordern, der unseren Ansprüchen genügt. Dafür steht der erste Mai. pic michael gaida cc0