Robocalypse Now: Was ist gefährlicher als die Roboter?

Der Untergang der menschlichen Zivilisation kommt wahrscheinlich nicht durch eine als Arnold Schwarzenegger verkleidete Massenvernichtungswaffe. Die Robocalypse hat allerdings schon erste Gehversuche gezeigt. Nur eben anders, als wir dachten. Vor einer Woche, am 19. Juli, fand in Russland ein Schachturnier statt, bei dem der Roboterarm eines Schachprogramms einem neunjährigen Kind einen Finger brach. Nicht etwa wegen eines defekten Skynet, sondern einfach, weil der neunjährige Schach-Nachwuchsstar eine Figur auf ein Feld schob, das vom Schachprogramm zuvor geleert worden war. Die Software hielt den Finger wahrscheinlich für eine Schachfigur, griff danach und hielt ihn fest. Was sagen die Veranstalter? Dass man dem Jungen alles Gute wünsche, er aber selbst schuld sei, weil er sich nicht an die Regeln gehalten habe. Und genau das ist das Problem: Die Regeln. Sobald Maschinen einen profitablen Zweck erfüllen (im konkreten Fall russische Schach-Propaganda), werden Menschen durch Regeln eingeschränkt. Mit oder ohne sichtbar angebrachte Verbotstafeln, die das Betreten, Hineingreifen, Überqueren untersagen, weil die gefährlichen Maschinen für die jeweilige Entscheidungsebene wichtiger sind. Wir haben bereits tödliche Unfälle mit Industrierobotern und autonomen Autos erlebt. Diese werden zunehmen, und ebenso die Regeln, die unser Leben einschränken. Ja, statt dessen könnte man softwaregesteuerte Maschinen auch so bauen (programmieren), dass sie auf keinen Fall jemanden verletzen oder töten können. Aber das wäre dann wahrscheinlich zu teuer. Immer vorausgesetzt, wir lassen zu, dass Profit wichtiger ist als Menschen. Gute Aussichten also für die Robocalypse, weil wir ja bisher immer zugelassen haben, dass ein Versprechen von Wohlstand und Bequemlichkeit mehr wiegt als Gesundheit und Leben von Menschen. kotaku, guardian

Demokratie ist wie das Schwert von Conan

Arnold Schwarzenegger war Bodybuilder, Muskelmanndarsteller, Gouverneur in Kali­fornien, und ist von Anfang an einer der schärfsten Kritiker des jetzt glücklicherweise abgewählten obersten Parasiten der USA. Und hält hier eine schöne, positive, dick aufgetragene Ansprache zum rechtsradikalen Terror-Angriff auf den US-Regierungs­sitz in Washington, D.C. Hört auf den Gouvernator. via boingboing

Eure Helden sind Verlierer

Was der Terminator sagt: Neonazis sind Loser, ihre Vorbilder sind Verlierer, und es gibt keine zwei Seiten, welchen man zuhören müsse. Sondern nur die der Vernunft und des Anstands. Und die Pflicht, gegen die Nazis, Hassprediger und Rassisten zu kämpfen, nehmen eine ganze Reihe von Populisten nicht wahr. Nicht nur Trump und seine karrieregeilen Gefolgsleute, sondern auch europäische Nationalisten und Reaktionäre. Wir sollten uns ein Beispiel an The Arnold nehmen und die Feinde der Demokratie und aller Verfassungswerte verachten und auslachen. via boingboing

Schwarzenegger-Institut für Überparteilichkeit

Da hab ich auch zwei mal hinsehen müssen. Arnold hat seine politische Karriere hinter sich und sponsort nun das Schwarzenegger Institute for State and Global Policy an der University of South California mit dem erklärten Ziel, “eine neue Ära der Überparteilichkeit zu fördern”. Er will selbst Vorlesungen halten und den Studenten beibringen, mit anderen zusammen zu arbeiten, auch wenn man ganz unterschiedliche Meinungen hat. Ja, schon. Aber. Hm. good

Schwarzeneggers Fuck-You-Veto

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Bizarre Koinzidenz oder Rückfall in barbarischen Conan-Sitten? Kaliforniens Governator Arnold Schwarzenegger lehnte die Unterschrift unter ein neues vom Staatsparlament beschlossenes Gesetz mit der Begründung ab, es gäbe viel dringlicheres zu beschliessen. „Schwarzeneggers Fuck-You-Veto“ weiterlesen