Minnesota: Zuschüsse für Bienen und Hummeln

Seit diesem Sommer bezahlt der US-Bundesstaat Minnesota Zuschüsse an Garten­besitzer, wenn Flächen so bepflanzt werden, dass sich Bienen und Hummeln dort wohlfühlen. Richtig, das ist nur ein Klacks angesichts des viel grösseren Problems. Die Erderwärmung und das Artensterben bekommen wir nicht in den Griff, wenn wir ein paar Wildblumenwiesenstücke mehr haben. Aber es ist ein wichtiger Schritt dahin, Wildwiesen, Wiederaufforstung und ein Ende der unbeschränkten Aus­beutung unseres Planeten als normal zu betrachten. Unsere Zivilisation hat es geschafft, in Sichtweite ihres eigenen Zusammenbruchs zu kommen. Ausser, wir machen sehr vieles anders. Deswegen ist es doch ganz gut, was in Minnesota passiert, und ich will das hier auch haben. smithsonian, pic skitterphoto cc0

Neue Welle des Artensterbens bedroht unsere Lebensmittelversorgung

Wissenschaftler vom Forschungsinsitut Bioversity International berichten von einem Problem, das gerade weithin unbeachtet auf uns zurollt: Durch das beschleunigte Artensterben wird die Biodiversität unserer Nutzpflanzen- und Tiere so weit verringert, dass immer wieder auftretende Epidemien die Nahrungsversorgung der Erdbevölkerung ernsthaft bedrohen werden. Da heute unser Essen weltweit von 12 Pflanzen- und 5 Tierspezies geliefert wird, müssen wir darauf achten, dass verwandte, „wilde“, nicht domestizierte Arten erhalten bleiben, damit sie im Notfall eingekreuzt werden können. Wir achten da aber grade nicht drauf: In den letzten 40 Jahren hat sich die Zahl der auf der Erde lebenden Tierarten durch Flächen­verbrauch, Überjagung und Umweltverschmutzung halbiert. via guardian, das pic ist von Luca Galuzzi und cc by sa

Artensterben trifft Foodbubble: Thunfisch

roter thun

Letzten Samstag wurde in Tokyo ein Blauflossen-Thunfisch (a.k.a Roter Thun) mit einem Gewicht von 221 Kilogramm für 1,37 Millionen Euro versteigert. Berichtet die US-Systempresse. Das entspricht einem Kilopreis von 6200 Euro. Gefrorener Seelachs ist für 4 Euro per Kilo zu haben, Gold kostet in dieser Menge etwas über 40.000 Euro. Weiterlesen

Thunfisch vor Aussterben gerettet (nicht)

Weil der Thunfisch, zumindest in einigen Farben, gerade wegen Überfischung (a.k.a. Sushi-caust) seinem Aussterben entgegenpaddelt, kommt dieser Robo-Tuna gerade richtig. Winziges Problem: Weiterlesen