Atomausstieg, Fukushima und die Korruption

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Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe hat heute entschieden, dass die Betreiber der deutschen Atomkraftwerke ein Recht auf angemessene Entschädigung für den abrupten „Atomausstieg“ nach Fukushima (das übrigens weiter den Pazifik radioaktiv verseucht) fordern dürfen. Die Begründung ist komplex, aber schlüssig: Im Jahr 2000 beschloss die damalige rot-grüne Bundesregierung in Absprache mit den Energiekonzernen, dass alle Kernkraftwerke bis 2022 abgeschaltet werden sollen. Dazu wurden feste Stromliefermengen vereinbart, also eine staatlich garantierte Abnahme des noch zu erzeugenden Atomstroms (anderorts nennt man solche staaatlichen Wirtschaftsentscheidungen einfach Kommunismus). Schon 10 Jahre später beschloss Schwarz-Gelb, dass die alten Uranschleudern 12 Jahre länger laufen dürfen. Aber schon ein halbes Jahr später platzt die japanische Kernkraft­anlage bei Fukushima nach einer Überschwemmung und die Regierung Merkel nutzt die öffentliche Panik, um wieder Sympathiepunkte zu sammeln, indem man zunächst ein Moratorium beschliesst: Weiterlesen

Nuklearmacht Saudi-Arabien

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Damit das nicht untergeht: Das Wüstenkönigreich, dem wir den Aufstieg der Wahabiten (a.k.a. Salafisten), der Al Qaeda und des ISIL verdanken, hat gerade von Frankreich neben anderen Rüstungsgütern wie Helikoptern und Schnellbooten auch die „Machbarkeitssstudien“ für zwei EPR-Atomkraftwerke plus Schulung für den Umgang mit radioaktivem Abfall gekauft. Paketpreis 10,7 Milliarden Euro. defensenews via vice, pic pd

Wie wir die Demokratie zurückgewinnen

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Nein, es ist noch nicht zu spät. Obwohl mir in den meisten Gesprächen mit den Leuten in meiner Nähe immer wieder Frustration über die gesellschaftlichen und politischen Entscheidungsprozesse begegnet. Wir haben aber Gegenbeispiele, Erfolge für die Demokratie, und wir wissen eigentlich auch, wie diese Prozesse funktionieren, wie wir sie nutzen können, um unsere Werte, Überzeugungen und Interessen durchzusetzen. Weiterlesen

26. April 1986

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Das Katastrophenkraftwerk ist 28 Jahre später immer noch eine tickende Zeitbombe. So wie Fukushima. Schaltet endlich alle Kernspaltungsreaktoren ab. Wir haben nur diesen einen Planeten.

Baden-Württemberg: Grüne wollen notfalls auch mit Mappus zusammen regieren

Ich finde nicht, dass das eine gute Idee ist. Der Spitzenkandidat der Grünen in Baden-Württemberg, Winfried Kretschmann, erklärte in einem Interview mit der taz, dass er notfalls auch mit der CDU und Mappus als wieder installiertem Ministerpräsidenten regieren wolle. Weiterlesen

BP und Atomkraftwerke

(via volka)

Uran: Weltreserven fast verbraucht

Ölkrise? Ein Witz! Auf unserem Planeten werden jährlich etwa 40.000 Tonnen Uranerz abgebaut und zu Nuklearbrennstoff weiterverarbeitet (und dann zu Nuklearabfällen, und dann zu krebskranken Kindern). Dummerweise verbrauchen alle Kernkraftwerke dieser Erde aber so viel spaltbares Uran, Weiterlesen