Was soll die Mobilitätswende? Weniger tote Radfahrerinnen, Fussgänger, weniger kranke Kinder.

Das Wort kennen wir noch: „Fahrradstadt 2020“. Eigentlich ist es kein Wort, sondern ein Witz. Oder die typische heisse Luft der CSU vor den letzten Wahlen. Auf den Augsburger Strassen sterben weiter Menschen. Wie in anderen Städten. Immer werden die Todesopfer und Verletzten durch Autofahrer verursacht. Manchmal können die Lenker der KFZ nicht wirklich was dafür. Manchmal ist die Verkehrssituation so unübersichtlich, dass ein schwerer Unfall vorprogrammiert ist. Was sollen wir tun? Weiterlesen

Wie wir gemeinsam Probleme lösen: Kommunal 2020

Wie die meisten von euch wissen, kandidiere ich bei der Kommunalwahl am 15. März für den Augsburger Stadtrat. Ich bitte dich also um 3 Stimmen für mich (Listenplatz 8), deine Stimme für Die Linke und für meinen Kollegen Frederik Hintermayr als OB. Lasst mich kurz ein paar Dinge dazu sagen: Weiterlesen

Warum ich bei der Kommunalwahl mitmache

Ausgerechnet Kommunalwahl? Ist das nicht langweilig und sinnlos? Nein, verdammt, im Gegenteil. In Stadt-, Kreis- und Gemeinderäten werden viele wichtige Dinge entschieden. Über die wir eigentlich alle mitentscheiden wollen. Wenn man dazu nicht so viel Papier wälzen müsste, weswegen wir das an Politiker delegieren. Die andere Möglichkeit ist, sich selber zur Wahl zu stellen. Im März. In meinem Fall auf Listenplatz 8, für Die Linke Augsburg. Falls jemand jetzt fragt: Weiterlesen

Augsburg gegen die AfD

Der Bundesparteitag der Scheinprotestpartei AfD wird im Moment von heftigen Protesten begleitet: nach einem 4 km langen Demozug vom Ort des Parteitags in der Messehalle zum innerstädtischen Rathausplatz haben sich 6000-7000 Menschen vor dem historischen Rathaus versammelt, um gemeinsam für Menschlichkeit und Grundrechte und gegen die Karrierenazis (so nenen ich sie heute) der AfD zu protestieren. Einwohner der Stadt säumten die Strassen entlang des Demozugs, mit Transparenten wie „Hass ist krass, Liebe ist krasser“ oder „Augsburg bleibt bunt“. Weiterlesen

Mit der Bombe leben, wenn auch nur für einen Tag

fliegerbombe

Ihr habt es sicher alle mitbekommen: In meiner geliebten Heimat- und favourite Wohn/Schlafstadt ist eine am Ende „nur“ noch 1,8 Tonnen schwere Fliegerbombe ausgebaggert worden. Mitten in der City. Liegt da seit über 70 Jahren in der Erde und rostet vor sich hin. Klar, muss man entschärfen. Aber wenn das nicht so klappt, sind 1400 Kilo Sprengstoff unterwegs. Also wurde die Innenstadt geräumt, im Radius von 1,5 Kilometern, was 54.000 Einwohner betrifft. Mich auch, also hab ich heute morgen um 9 unter dem Getöse der Lautsprecherwagen („Hier spricht die Feuer­wehr, verlassen sie unverzüglich die Evakuierungszone…“) als letzter Bewohner das Haus abgeschlossen und mich in die Wohnung einer sehr guten Freundin (die somit mein Leben gerettet hat, irgendwie) am Cityrand geflüchtet (50 Meter hinter der roten Linie). Die sich selbst wiederum aus Feiertagsgründen bei Verwandten am Alpenrand (is ja nicht weit) aufhält, actually. Aber was mir beim Verlassen des Hauses aufgefallen ist: Es war nicht wie in „28 days later“, sondern fast alltäglich. Nur vorübergehend. Im worst case wären an meinem Wohnhaus, einen Kilometer von der Bombe entfernt, maximal Scheiben zu Bruch gegangen. Die drei Sprengmeister (pic unten) hätten dann mehr Pech gehabt, und die Häuser im engeren Viertel um den Blockbuster. Und dann? Weiterlesen

Neulich, gegen Hass und Rassismus

IMG_0083

In meiner Wohn-Schlafstadt gab es bisher keine Pegida- oder sonstige Islamhasser­umzüge; nur die üblichen Kleingruppen-Nazi-Auftritte. Trotzdem war das humorfreie Treiben in ostdeutschen Städten eklig genug, um auch hier, im ansonsten verschlafenen bayerisch-schwäbischen Prosperitätsgürtel Leute dagegen auf die Strasse zu bringen. Beim ersten Flashmob im Dezember etwa 200, beim zweiten am vorgestrigen Montag dann etwa 700 Teilnehmer (Polizei schätzte 400). Auffällig war die unter dem unverbrauchten Begriff AugeNauF breit aufgestellte, gut gelaunte antifaschistische Front, vom lokalen türkischen Kültürverein (der heisst wirklich so), über Linke, Piraten, Antifa, Attac, plus schwer zählbar viele linke/bunte Splittergruppen. Weiterlesen

Warum die Piraten in Augsburg (oder anderswo) nicht zur Kommunalwahl antreten werden

sloop

In den letzten Wochen (und Monaten) hatte ich kaum Zeit gefunden, allgemeine Besonderheiten dieses Planten auf 11k2 zu beschreiben. Statt dessen leistete ich meinen Beitrag dafür, die Welt zu einem besseren Ort für uns alle zu machen, indem ich mich für die Piratenpartei engagierte (wie ihr alle sicher mitbekommen habt). Jetzt ist der eineinhalbjährige Wahlkampf abgeschlossen, und ich erkläre hier in diesem Crosspost, wie es gekommen ist, dass die Piraten in den meisten bayerischen Städten erst gar nicht zur Kommunalwahl zugelassen wurden. Weiterlesen

Warum ich hier gerade so wenig poste

fe_fb_frontpage

Weil ich im Wahlkampf bin. Genauer gesagt im Vorwahlkampf – für die anstehenden Kommunalwahlen in Augsburg müssen wir 470 Unterschriften von Bürgerinnen und Bürgern sammeln; und zwar auf dem Bürgerbüro, zu normalen Öffnungszeiten. Entsprechend zäh läuft das Sammeln und entsprechend geht meine ganze Zeit dafür drauf. Und ich vertrete hier in meiner Stadt ja auch nicht gerade Traditionalisten und Materialisten, die aus Pflichtgefühl oder Eigennutz ihre Unterstützer-Unterschrift abgeben, sondern knapp 5000 Leute, die eigentlich keinen Bock auf den Scheiss haben. Weiterlesen

Lab 30 2013: Wo elektrischer Strom unsere Wahrnehmung verändert

lab30 13 front

Vom 24. bis 27. Oktober (also jetzt grade) knistert, klickt und zischt das 12. Augsburger Kunstlabor „Lab 30“ im Abraxas, Sommestrasse 30. Wer davon noch nie gehört hat: Stellt es euch als eine Art Ars Electronica in klein vor. Ich war gestern abend dort und hab nicht mal die Hälfte gesehn. Eins vorneweg: Das Elektrokunstfestival wird hier in der selbsternannten Provinz finanziell kleingehalten und nur durch Spenden finanziert. Der viele Strom passt einfach nicht ins Trachtenpanorama der derzeitigen konserativen Regierung. Dass es auch im zehnten Jahr trotzdem stattfindet, ist eine Ohrfeige für den amtierenden Kulturreferenten. Egal. Her mit der Kunst. Weiterlesen

lab30 2011

Wenn es in meiner geliebten Heimatstadt schon mal Musik aus Teslaspulen, Gemüse, Waschmaschinen, Wachszylindern, Fitnessgeräten, zu hören und dazu jede Menge Elektronika mit nur angestrengt erfassbarem Sinngehalt zu sehen sind, geh ich natürlich hin: Heute, morgen und übermorgen ins lab30, Sommestr. 30, Augsburg.

Piraten und CSU diskutieren Netzpolitik

Doch, wirklich. Gestern abend, hier bei uns in Augsburg. Doro Bär, stellv. Generalsekretärin CSU, Dr. Reinhard Brandl, Internet-Enquete CSU, Sebastian Nerz, Bundesvorsitzender Piraten, Stefan Körner, Landesvorsitzender Bayern, Piraten. Weiterlesen

Steinerne Männer rappen härter

[Update: Jetzt ist das finale Video verlinkt] Eigentlich schon letztes Jahr produziert, hat mich erst gestern erst ein Mitpirat auf diese herrliche Persiflage meiner geliebten Heimatstadt aufmerksam gemacht: Drei junge Eingeborene verkleiden sich als „Steinerne Männer“, nach einer Legende aus dem 30jährigen Krieg. Weiterlesen

Ex-Bischof Mixa: Kindesmissbrauchs-Vorwürfe

Oberstaatsanwalt Helmut Walter: „Bei der Staatsanwaltschaft Ingolstadt werden Vorermittlungen in Richtung Dr. Mixa geführt.“ Es geht um den Vorwurf, Mixa hätte in seiner Zeit als Bischof von Eichstätt (1996 bis 2005) einen Jugendlichen sexuell missbraucht. Weiterlesen

Bezirksparteitag

Das war anstrengend. Erstens soll man ja eigentlich gar nicht sonntags um 8 aufstehn, damit man um halb 10 drei Strassen weiter zum Bezirksparteitag gehen kann. Weiterlesen

Ich kann auch offline Spass haben

Vor allem, wenn vor meiner Haustür so viel los ist wie in den nächsten Tagen. Hier in der Inner City meiner geliebten Wohn/Schlafstadt rollt heute, morgen und übermorgen das Modularfestival durch die Gassen. Mehr Kultur, als man mit der Basisausstattung an humanoider Sensorik mitkriegen und parallelverarbeiten kann. Weiterlesen

Transparenzkette, für mehr politische Öffentlichkeit

Sogar das Wetter war super. Gerade eben ging hier die erste gemeinsame Aktion der Piraten, Linken, Grünen und Jusos zu Ende. In Augsburg, dem digitalen Schilda des 21sten Jahrhunderts, wo es noch Domainverbote und Twitterverbote gibt (Das Dönerverbot ist gerichtlich abgeschossen).

Ziel der Aktion war es, Weiterlesen

Bischof Mixa schlägt wieder zu, katholische Kirche in Trümmern

Und der Kollateralschaden besteht in klaffenden Lücken in der sorgfältig aufgebauten Decke über dem jahrzehntelangen Pädoskandal. Erster Akt: Der nur geringfügig realitätsbehaftete Oberhirte behauptet, Kinderficken durch Jesuiten käme von der sexuellen Befreiung der 68iger. Weiterlesen

Das Augsburger Twitterverbot

Wers noch nicht gehört hat (man hat ja auch mal was anderes zu tun..): Nachdem sich einige Augsburger Stadträte über Tweets des Grünen Stadtrats Christian Moravcik aufgeregt hatten, beschloss die Stadtregierung mit den Stimmen der CSU und ihrer Weiterlesen

Vom Krähennest in den Gouverneurspalast, an einem Tag

Zu Anfang dieser Woche brach die Hölle über die Provinz-metropole-pomeranze Augsburg herein, in Form gespannter, nationaler Medienaufmerksamkeit: Die Domain-Affäre um augsburgr.de und dessen temporären Besitzer Michael Fleischmann. Die örtlichen Piraten (ich erwähnte schon, dass die nett sind) bitten mich um Unterstützung in Form einer Pressemeldung. Mach ich doch gern, auch wenn ich als politischer Extrem-Entropist keiner Partei, nichtmal diesem sympathischen Haufen enthusiastischer Weltverbesserer, Weiterlesen

Provinzidylle im Abmahnterror

Meine lustige Heimatstadt müsste meinetwegen keine Provinz sein (rund ne halbe Mio. Einwohner in City plus Sprawl ist zu gross dafür), benimmt sich aber gerne so. Zum Beispiel ist es in der zentralen Discomeile verboten, zwischen ein und fünf Uhr nachts „Döner zum Mitnehmen“ zu verkaufen. Nur zum gleich essen. Neuester Schildbürgerstreich: Ein Blogger registriert „augsburgr.de“, fragt höflich nach, ob das ok ist und bekommt ne Abmahnung. Weiterlesen

Besuch im Lab 30

091108lab30aussen

Das jährliche Elektronikkunstfestival Lab30 (siehe 11k2-Ankündigung) hatte diesmal (unbeabsichtigt, wie ich auf Nachfrage erfuhr) einen Schwerpunkt auf „Kunst mit Lautsprechern“. Also dem Umformen von was-auch-immer in Geräusche. Was sehr kurzweilig sein kann. Besondere Erwähnung: Sensobotanics vom Kölner Thomas Hawranke, hier spielt eine Topfpflanze mit Hilfe elektrischer Sensoren das beliebte Killerspiel Farcry und mäht unschuldige Palmen nieder. Weiterlesen