Der australische Genozid, und der weltweite

Das Thema des australischen Genozids kommt erst in den letzten Jahren ins öffent­liche Bewusstsein: Auf dem südlichsten Kontinent lebten seit über 50.000 Jahren unterschiedliche Völker, die während einer früheren Eiszeit über die damalige Land­brücke Indonesien eingewandert waren. Nachdem die ersten europäischen „Entdecker“ Ende des 18.Jahrhunderts den Kontinent zur „Terra Nullius“, einem unbewohnten, leeren Land erklärt hat, rotteten die zumeist britischen Kolonisten die Ureinwohner bis auf etwa 60.000 Menschen aus (Zensus 1920). Von der Kultur und den Sprachen der eigentlichen Bewohner Australiens blieb kaum etwas übrig, auf der südlichen Insel Tasmanien gar nichts. Warum erwähne ich das alles, warum ist es mir einen eigenen Beitrag in meinem Blog wert, wo doch Menschen aus allen Kontinenten, Ländern, Kulturkreisen Böses tun, morden, ausrotten? „Der australische Genozid, und der weltweite“ weiterlesen

Gewinne privatisieren, Wallaby-Fütterung sozialisieren

Australien brennt derzeit immer noch. Dabei hat die Sommersaison dort gerade erst angefangen. Südhalbkugel. Dort ist Januar so wie hier Juli. Über eine Milliarde Tiere sind mit verbrannt, das Koalabärchen kann als ausgestorben gelten. Zu wenig Exemplare für den Fortbestand der Spezies ausserhalb von Zoos. Ein paar Tiere haben überlebt. In der Wüste oder im Wasser, und stehen jetzt vor dem Verhungern. Weil nämlich kein Grün mehr vorhanden ist, nur noch Asche. Die Behörden schütten daher Karotten und Süsskartoffeln aus dem Flieger, damit die Wallabies noch eine kleine Chance haben. Die Flüge werden dann übrigens von Steuern bezahlt. Also nicht von den 100 Konzernen, die für 70% der weltweiten CO2-Produktion verantwortlich sind. Klar. Übrigens: Zurücklehnen und wegsehen, weil das ja so weit weg ist, führt in die (Klima)Katastrophe. Wenn wir hierzulande nochmal so einen Dürresommer haben wie vorletztes Jahr, gibt es in Norddeutschland keine Landwirtschaft mehr. Sondern nur noch Steppe, die dann abbrennt. Aber das sehen wir ja bald. Der Sommer grinst bereits höhnisch herüber. via boingboing

Australien: 50.000 neue Tesla-Dächer

Der US-amerikanische Hi-Tech-Konzern Tesla hat einen Vertrag mit der Regio­nal­regierung von Südaustralien unterzeichnet, wonach die Firma innerhalb der näch­sten 4 Jahre 50.000 Häuser jeweils mit 5 KW Solardächern und 13.5 kWh Tesla Powerwall 2 ausstatten wird. Auf Firmenkosten. Der Strom wird anschliessend an die Bewohner verkauft, davon wird die Investition finanziert. „Australien: 50.000 neue Tesla-Dächer“ weiterlesen

Pip und Pop

Die australische Objektkünstlerin Tanya Schultz stellt seit über 10 Jahren unter dem Begriff „Pip And Pop“ rund um den Globus diese Regenbogenlandschaften aus. Die Titel ihrer Austellungen wie „On days like this there are always rainbows“, „Treasure Mountain“, “Keep me where love is“ oder „We miss you magic land!“ beschreiben sehr treffend unsere kollektive, unerfüllte Sehnsucht nach einer heilen, magischen Welt. Ja, auch und gerade in diesen wahninnigen Bonbonfarben. Tolle Arbeit, Frau Schultz. Mehr davon, bitte! „Pip und Pop“ weiterlesen

Wird Satire kriminalisiert?

Hierzulande sind wir gewohnt, Satire als Teil der allgemeinen Brot-und-Spiele-Versorgung zu betrachten, ähnlich wie Fussball oder Doku-Soaps. In anderen Ländern (wie die Türkei oder die USA) ist man da schon weiter. Die australische Regierung etwa hat ein Gesetz vorgestellt (das aber vom Parlament noch nicht verabschiedet worden ist), welches die „Darstellung von Regierungsvertretern“ mit mehreren Jahren Gefängnis bestrafen will. Ausnahme: „Wird Satire kriminalisiert?“ weiterlesen

Gender Standards im TV-Vergleichstest

Karl Stefanovic_guest

Der australische TV-Moderator Karl Stefanovic ertrug eines Tages nicht mehr wirklich, dass seine Kollegin Lisa Wilkinson unablässig wegen ihres Aussehens, ihrer Kleidung und Frisur kritisiert wurde, während die Öffentlichkeit in seinem Fall über seinen Humor, seine Kompetenz, sein Geschick bei Interviews sprach. Diesen Double Standard belegte er zusätzlich durch ein Experiment: „Gender Standards im TV-Vergleichstest“ weiterlesen

Rap News 29: The G20

Anlässlich des G20-Gipfels in Australien rechnet Rap-News Kunstfigur Robert Foster mit der australischen Regierung ab und listst die antidemokratischen Gesetze der letzten Zeit auf. Richtig over the top wird es aber erst, als Robert Foster, als Prime Minister Tony Abbott verkleidet eine Parodie von Iggy Azaleas „Fancy“ zum Besten gibt und anschliessend vom Senator der australischen Grünen, Scott Ludlam, mit einem Bannstrahl abgefackelt wird. Woa. Ich bin gespannt auf #30!

Google erklärt, wıe man das Problem der unbezahlten Kopien löst

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Auch in Australien wird derzeit darüber beraten, in welcher Weise man das dortige Urheberrechtsgesetz “verschärfen” kann, um das angekündigte Ende unserer Zivilisation zu verhindern. Das amtierende Parlament berät andernorts bereits gescheiterte Massnahmen wie “3strikes” (in Frankreich hat Hadopi “absolument rien” gebracht), nun hat Google einen Brief nach down under geschickt, in dem die Lösung für das ganze vertrackte Problem mit diesen unbezahlten Kopien erläutert wird: „Google erklärt, wıe man das Problem der unbezahlten Kopien löst“ weiterlesen

Die bezahlenden Piraten von Australien

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Skandal. In Australien wird die beliebte Fantasy-Serie Game Of Thrones nicht von HBO direkt, sondern von Foxtel vertrieben, einer 50%igen Tochter von News Corp. Unter deren 2,5 Millionen Kabelkunden, so erklärte News Corp CEO Robert Thomson auf einer Investorenkonferenz kürzlich, würden ein Fünftel die Serie illegal aus dem Internet herunterladen. Stehlen, nachdem man bezahlt hat? Warum zur Hölle sollten Menschen so etwas tun? Ich sehe schon, ich muss das mal erklären: „Die bezahlenden Piraten von Australien“ weiterlesen