Maximilian Motel: The Traveller

Der Berliner Fotograf Maximilian Motel hat vorgestern eine neue Serie veröffentlicht: The Traveller. Die urbanen Hintergründe fand er auf Kuba, den Raumanzug (mit Max‘ Papa drin) knipste er im Studio in Berlin. Die Kombination ergibt einen ästhet­ischen Kommentar zu unserer Zivilisation. Wie das Kunst eben tun sollte. „Maximilian Motel: The Traveller“ weiterlesen

Piraten: Digitaler Untergrund, wir kommen

MR. ROBOT -- "hellofriend.mov" Episode 101 -- Pictured: Rami Malek as Elliot -- (Photo by: Sarah Shatz/USA Network)

Das ist natürlich schade, mit den 1,7 % Piratenstimmen in Berlin. Aber das hat alles Gründe. An den Wählerwanderungen vom letzten Sonntag kann man einige davon sehen. Also, was ist passiert, und was sind die Folgen? Der grösste Anteil der Piratenwähler ging mit den bereits übergetretenen Köpfen der Fraktion zur Linken. Ich hoffe, die Informationsrevolution wird dort endlich als nächste Stufe der industriellen wahrgenommen (Marx 2.0). Erst der zweitgrösste Block besteht aus Protestwählern, die immer den Protest wählen, der grade von den Medien vorgeschlagen wird. „Piraten: Digitaler Untergrund, wir kommen“ weiterlesen

Warum man am Sonntag Piraten wählen muss

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Wenn man in Berlin lebt. In einem Wort: Korruption. Die vor fünf Jahren gewählte Berliner Piratenfraktion hat Bedeutendes geleistet, um den Sumpf an Korruption, Amtsmissbrauch und Verschwendung sichtbar zu machen, in dem der neuen BER-Flughafen seit Jahren versinkt. Und im Europaparlament kämpft die Piratin und Vizevorsitzende der europäischen grünen Fraktion Julia Reda (pic: pd) dagegen, dass unser Internet zum Lehen für die Industriebarone und Finanzdynastien gegeben wird. Zu etwas gemacht wird, dass nur einigen wenigen immer noch mehr Geld bringt. Und natürlich genügend warme Plätzchen für abgewrackte Politiker bereitstellt. Ja, man findet einzelne Stimmen bei den Linken und Grünen, die solche Forderungen wiederholen. Aber diese Stimmen können sich in ihren Mutterparteien nicht so recht durchsetzen. Die selbsternannte deutsch-völkische Alternative hat übrigens in ihren Programmen bereits deutlich gemacht, dass eindeutig sie zum erzkapitalistischen Lager gehört. Da wo sich die Korruption besonders wohl fühlt. Bei den Altparteien gibt es schlicht keinen Kampf gegen Korruption. Eure Entscheidung: Seid für die Korruption, oder dagegen. Am Sonntag in Berlin zählt eure Stimme.

10 Jahre Piratenpartei! Yay!

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Wie geil! Am Samstag wurde die Piratenpartei in Deutschland 10 Jahre alt. Auf der Party in Berlin (siehe pic) konnte ich leider nicht sein, aber die politische Bewegung der Piraten macht mir nach wie vor eine Menge Spass. Ob das am nächsten Wochenende bei der Abgeordnetenhauswahl in Berlin was wird, wissen wir nicht. Die Piraten werden, anders als etwa die FDP oder bei der letzten Wahl, ja in Umfragen nicht mehr einzeln angezeigt – nur 9 Prozent „andere Parteien“. Aber das werden wir ja sehen. Allein schon die Arbeit in den vier Landesparlamenten und über 400 Kommunalmandaten hat sich gelohnt. Und die historische Leistung, bei der letzten Bundestagswahl 2013 so viel liberales und Protestwählerpotential zu binden, dass weder die korrupte FDP noch die nazikuschelnde AfD über 5% gekommen sind. Die grundsätzliche Richtung der Piraten, besonders in Berlin und im neuen Bundesvorstand, gefällt mir nach wie vor besser als die irgendeiner anderen Partei. Ok, die Linke ist auch sympathisch, aber ich bin nun mal Hyper-Individualist, da ist die Kollektivkultur der Sozialisten bei aller Freundschaft doch nicht vollkommen mein Ding. Auf der anderen Seite kann ich die Partei „Die Partei“ natürlich auch gut ab, auch wenn die auf politische Tätigkeit im Grunde völlig verzichten und damit den Ausstieg aus dem System noch drastischer halten als die Piraten. Nur ist mir Kabarettismus als Kernideologie auf Dauer zu wenig. Also werde ich wohl noch eine Weile Pirat bleiben. Was ihr macht, ist eure Sache. Hauptsache, ihr geht wählen, verbreitet mutig eure Meinung und unterstützt keine Neonazis. Das wäre nett. Dann noch Prost und Arrr und so, allgemein. pic Olaf Pallischeck

Homeland ist rassistisch: Arabische Sprayer trollen Hollywood

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Grossartige Aktion dreier Berliner Grafitti-Artisten mit arabischem Hintergrund (Heba Amin, Caram Kapp, Stone), die vom Prodakutionsteam der US-TV-Serie Homeland engagier wurden, um arabische Sprüche an Berliner Mauern zu sprühen, um damit ein möglich echtes und gruseliges ISIL-Feeling zu erzeugen. Die Agenten-Serie ist ein schlimmes Machwerk, das die selbstgefällige Weltsicht der militärisch-industriellen Komplexes („a.k.a. „USA“) auf die die Fernsehschirme der Welt projiziert. Die drei bekamen als Briefing Bilder von Grafittis aus syrischen Flüchtlingscamps, die sie aber aus Coyrightgründen nicht kopieren durften (a.k.a. „LOL“). Und das kam dabei raus: „Homeland ist rassistisch: Arabische Sprayer trollen Hollywood“ weiterlesen

Ubahn-Tetris

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Aïda Gómez hat die Street Art Kultur um eine Tetris-Variante bereichert, indem sie fehlende Wandfliesen in einer Berliner Ubahnstation folgerichtig zum Tetris-Ereignis aufwertete. Warum ist das wichtig? Warum steht das hier? Weil das kreative Besetzen unserer Umgebung, unseres Alltags viel zu wenig Raum findet. Wir alle sollten das öfter tun. „Ubahn-Tetris“ weiterlesen

Richtung Hauptstadt

Inner Stunde gehts los, die Hondaschaluppe vollgepackt, mein Blogpal Bi auf den Kopilotensitz und mit einfacher Fluchtgeschwindigkeit auf die ausgebaute A8, irgendwie nordöstlich,  immer Richtung Hauptstadt. Morgen und übermorgen IFA (techfieber, 11tech), Freunde besuchen, aushängen, Ende der Woche zurück. Im Gepäck den Hell Computer, also werd ich ab und zu erzählen können, was ich sehe. Alles weitere dann.

Familienausflug: Polizeiprügel und Wirbelsäulenverletzungen

Walter und Ramona Roos leben in Bad Kreuznach, sie wollten mit ihren beiden Kindern eigentlich nur einen Wochenendausflug nach Berlin unternehmen. Sie hatten allerdings das Pech, am Potsdamer Platz in die „Freiheit statt Angst“-Demonstration zu laufen, und von der Polizei aufgehalten zu werden. Da sie an der Demonstration kein Interesse hatte, wollten sie weitergehen, was dazu führte dass die 42-Jährige Familienmutter von einem Polizeibeamten gewaltsam zu Boden gedrückt und dort festgehalten wurde. „Familienausflug: Polizeiprügel und Wirbelsäulenverletzungen“ weiterlesen