Schadenfreude ist jetzt ein amerikanisches Wort

Im Ernst. Dort wird das inzwischen öfter verwendet als hier. Einer von mehreren guten Gründen dafür: Bernie Sanders. In einer Umfrage der Fox News (ja, der US-TV-Bild) quer durch alle demografischen Gruppen steht der Sozialist ganz vorne in der Beliebtheitsskala. Zusammen mit Obamacare und Planned Parenthood. Weiterlesen

Ein Tweet von Bernie Sanders kostet 387 Millionen

berniesanders

„Die Gier der Pharmafirmen ist unglaublich. Ariad trieb den Preis einer Leukämie­medikation auf 199.000 $ pro Jahr.“ Nach diesem Bernie-Sanders-Tweet fiel der Aktienkurs des Unternehmens um 12 Prozent, ein Gesamt-Kursverlust von 387 Millionen US-Dollar. Erstens, Danke Bernie, und zweitens, richtig, so geht Politik. Wenn ein Arznei-Monopol so ausgebeutet wird, dass die Behandlungskosten innerhalb eines Jahres vier mal steigen, kündigt ein verantwortungsbewusster Politiker schon mal erhöhte Aufmerksamkeit an. Ach, wenn wir doch auch solche Politiker wie diesen Sanders hätten! Kein Problem: Haben wir. Personen des öffentlichen Lebens, die sich auch mal gegen neoliberale Profitorgien stellen. Kann man in den Sozialen Medien immer wieder nachlesen. Nur unsere „bürgerliche Presse“ findet das weitgehend doof. Klar, die gehört ja mehrheitlich auch irgendwelchen profitmaximierten Unternehmen. Egal. Ich will mehr solche Politiker und mehr Einfluss für solche Politik. Auch kein Problem. Wir müssen die nur wählen. Zumindest, wenn mal alle begriffen haben, dass es in unserem Land weder Burkaträgerinnen noch eine juristisch relevante Abstammungslinie gibt (z.B. „deutsch“, was auch immer das sein soll). Kann nicht mehr lange dauern.
bloomberg, pic donkeyhotey cc by

Feel the bird, Bernie!

bern_and_bird

Wenige Bilder beschreiben die Hoffnung, die Bernie Sanders für die USA (und den Rest der Welt) darstellt besser als dieses: Als „the bern“ gestern seine Rede in Portland hielt, setzte sich ein kleiner Vogel aufs Rednerpult. Ich hoffe immer noch, dass Sanders den Job kriegt, und nicht corporate Hillary oder der stumpfe Drumpf. politico auf twitter

Killer Mike vs. Bernie Sanders

Der US-Rapper Killer Mike aus Atlanta, Georgia (wahrscheinlich eine der lang­weiligsten Millionenstädte der Welt, ich war da mal, es war ernüchternd) führt ein sechsteiliges Interview mit Bernie Sanders, dem demokratischen Präsident­schafts­kandidaten und langjährigen parteilosen Abgeordneten und Senator des kanadischsten US-Bundesstaates, Vermont. Zitat Sanders: „I got into politics because i don’t give a damn!“ Ausserdem sagt Sanders sehr, sehr viele richtige Dinge, die auch auf die Politik in Deutschland zutreffen.