Live Øya, Oslo: Chelsea Wolfe

Bemerkenswertes Live-Video vom diesjährigen Øya Festival in Oslo. Nicht genug damit, dass Chelsea Wolfe einfach eine herausragende kontemporäre Künstlerin ist, die Performance der Band gibt Hoffung darauf, dass sich im Doom-Gaze (oder wie immer man das nennen will) neues Leben entwickelt. Obwohl es ja eine ganze Reihe langsamer, tiefer gestimmter, moderner Metal-Bands aus dem Black- und Doom-Umfeld gibt, beschränken sich viele Sänger bei allem anerkennenswerten textlichen Existentialismus doch deprimierend oft auf’s Tierstimmen imitieren. Klare Frauenstimmen werden dagegen gerne mal dazu verwendet, geschmacksfernen Gothic-Kitsch zu produzieren. Zwischen diesen Antipoden gäbe es eigentlich genug kreativen Gestaltungsraum, allerdings wird dieser nur zögerlich genutzt. Um so dank­barer bin ich für die Leistung Chelseas. Ihr letztes Konzert in München (nächst­liegende Grosstadt) früher in diesem Jahr habe ich verpasst, das soll mir nicht noch mal passieren.

Neckbeard Deathcamp: White Nationalism is for Basement Dwelling Losers


Black Metal schlägt zurück. Neckbeard Deathcamp aus dem südfranzösischen Bordeaux erklären uns White Nationalism is for Basement Dwelling Losers und verkaufen Tshirts mit dem Aufdruck „EXTERMINATE THE BEDROOM REICH“, was man ja auch unkommentiert so stehen lassen kann. Nein, ich habe nie behauptet, dass Black Metal schön sei. Aber wahr ist er zuweilen. via wehuntedthemammoth

Krallice: Loüm

Die New Yorker Black-Math-Metal-Band Krallice, verstärkt um den Neurosis Bassisten Dave Edwardson an den Synthies. Als ob Blind Idiot God und Meshuggah zeitgleich per UFO-Traktorstrahl von Aliens entführt und in ein ausserweltliches, post-euklidisches, blasphemisches, gitarrenfressendes Mischwesen ge-spliced wurden. Metal-Album der Woche, des Monats und wahrscheinlich auch für das restliche ’17. via mefi

Black-Metal-Katzenbild der Woche

pic: pierced viking auf imgur via sadanduseless

Retreat of the body horror

slither-grant-grant

Seit Dienstag hab ich mich ungefähr so gefühlt wie Grant auf dem Screenshot oben, aus „Slithers“. Ein übrigens sehr sehenswert trashiger B-Movie, mit Nathan Fillion als US-Kleinstadt-Cop. Nur waren in meinem Fall keine glibbrigen Alien-Parasiten die Ursache, sondern eine einfache Grippe mit Fieber, Kopfschmerzen und dem ganzen Programm. Aber das Pic drückt mein bis gestern abend deutlich zer-morphtes Körpergefühl aus. Klar, in einem solchen Zustand kann ich mich maximal zum Wasserhahn vortasten, zur Küche, wo die Orangen auf dem Kühlschrank liegen oder zur Flüssigkeitsrückgabe am anderen Ende des Flurs (der mir noch nie so lang erschien wie in den letzten Tagen). Weiterlesen

Norwegen: Diplomaten erhalten Black Metal Ausbildung

Weil die 106 ausländischen Vertretungen Norwegens so viele Anfragen zum landestypischen Kulturgut True Norwegian Black Metal (TNBM) erhalten, hat die Regierung beschlossen, dass Diplomaten künftig eine Schulung in diesen Angelegenheiten erhalten sollen. Ich glaube aber nicht, dass Kirchenanzünden auf dem Stundenplan steht. wired, pic Robert Bejil cc by

Neue Rezepte vom Vegan Black Metal Koch

Diesmal gleich drei davon. Brian Manowitz lebt übrigens in Orlando, Florida. Ah, das erklärt die geschmackvolle Garderobe incl. Corpsepaint. Die Wired hat ein erhellendes Interview mit ihm.