Warum muss der Playboy für unsere Bürgerrechte kämpfen?

Die einschlägig bekannte Männerzeitschrift Playboy brachte im November das französische Fotomodell Ines Rau (selfie oben) auf die Titelseite und erntete dafür eine Hasswelle aus ihrem angestammten Kundenkreis. Warum, sieht doch sympathisch aus, die junge Dame? Weil sie transgender ist, was in ihrem Fall bedeutet, dass die Ärzte sie bei ihrer Geburt als männlich identifiziert haben und sie erst im Alter von 16, auch mit Hilfe von Operationen, ihre geschlechtliche Identität zurückbekam. Klingt doch eigentlich sehr tapfer, oder nicht? Weiterlesen

Robots: Mehr Bürgerrechte als Frauen

In der vergangenen Woche verlieh das mittelalterlich geprägte Öl-Königreich Saudi Arabien im verzweifelten Versuch, modern zu wirken, einem Robot die Bürgerrechte: Sophia, gebaut von Hanson Robotics, Hong Kong. Wie Kat Hall im Register richtig anmerkt, hat dieser Robot ab der ersten Sekunde im Wahabitenreich mehr Rechte als Frauen. Keine Gesichtsverhüllung, keine männliche Begleitung. Unser wichtiger Handelspartner und Verbündeter im Nahen Osten schafft damit unerwartet eine ganz eigene Singularität: Weiterlesen

Ulli Hoeneß gegen Martin Luther King – wer gewinnt?

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Der ehemalige Fussballer und FC-Bayern-München-Manager Ulli Hoeneß wird jetzt doch vorzeitig aus der Haft entlassen. Nachdem er ungefähr drei Monate Gefängnis (aber in der Krankenabteilung) ableistete und danach in den offenen Vollzug mit Wochenendurlaub kam. Er war 2014 wegen Steuerhinterziehung in Höhe von 28,5 Millionen Euro zu dreieinhalb Jahren Haft veruteilt worden, wovon ihm deutlich über die Hälfte erspart geblieben ist. Wir fragen uns natürlich, warum ein mit geschätzten 300 Millionen Euro Sparbuchdicke eindeutig den 1% zuzurechnender Fussballer so billig davonkommt? Falls es jemand hören will: Weil wir es zulassen (Die Abstimmung ist ganz unten). Weiterlesen

Stop TTIP (und CETA und TISA)

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Nächste Stufe: Die EU-Kommission will ein Bürgerbegehren gegen die sogenannten Freihandelsabkommen nicht zulassen. „Die Ablehnung der EBI wird damit begründet, die Verhandlungsmandate zu TTIP und zum CETA seien keine Rechtsakte, sondern interne Vorbereitungsakte zwischen den EU-Organen und insofern durch eine Bürgerinitiative nicht anfechtbar.“ Die Verhandlungen sollen also mit allen Mitteln geheim gehalten werden. Natürlich sollen sie das, der Ausverkauf unserer Rechte und unserer wirtschaftlichen Sicherheit an multinationale Konzerne durch diese Verträge ist ja auch zu ungeheuerlich. Weiterlesen

Internetfirmen, Regierungen und die Rechte ihrer Nutzer und Bürger

intenret user rightsDie Electronic Frontier Foundation hat eine sehr schöne Übersichts­tabelle herausge­bracht: Welche Internetfirmen kümmern sich um die Rechte ihrer Nutzer? Wer verlangt einen Gerichtsbeschluss zur Dateneinsicht? Tja. Alle ausser Amazon, Apple, AT&T, Comcast, MySpace, Verizon und Yahoo. Wer tut überhaupt nichts für die Rechte seiner Nutzer? MySpace und Verizon. Wer erfüllt alle gestellten Anforderungen? Der Internetprovider Sonic.net und der Microblogging-Service Twitter. eff

Public Acta: Für Transparenz, gegen den Geheimvertrag

Die nächsten Verhandlungen für einen Vertrag über ein weltweites Copyright, wieder unter Ausschluss der Öffentlichkeit und nur mit Beteiligung von Regierungs- und Lobbyvertretern (ACTA, Anti Counterfeiting Trade Agreement) sollen in Wellington, Neuseeland stattfinden. Bürgerrechtsaktivisten haben daher die Wellington Deklaration aufgestellt, die Gegenforderungen aufstellt. Weiterlesen

Ladendetektive dürfen fast gar nichts

Der Deutschlandfunk klärt uns netterweise darüber auf, was Kaufhausdetektiven eigentlich dürfen: Nämlich so gut wie nichts.

Wenn sie einen nicht gerade auf frischer Tat (mit Betonung auf „Tat“) erwischen oder einem das geklaute Weiterlesen