Das Internet wird gerade an Konzerne verkauft

Im Europaparlament – dort passiert das aktuell – geben sich Lobbyvertreter und konzernnahe Abgeordnete gerade alle erdenkliche Mühe, das Internet zu einer geschlossenen Plattform zu machen. Die dann von einigen wenigen Unternehmen kontrolliert wird. Was läuft konkret dabei ab? Das neue europäische Copyright, das dann später von den Mitgliedstaaten in lokales Recht umgewandelt werden muss, hat über Nacht einen Entwurf bekommen, der schlimmer ist als alles, was wir bisher kannten. Ausgehandelt wurde der Text von einer deutschen und einer französischen Delegation. Die beiden Länder zusammen können solche Gesetzesentwürfe durchdrücken. Nur die kommende Abstimmung im EU-Parlament kann das alles noch verhindern. Und was genau? Weiterlesen

Das Internet ist gerettet – vorerst

Die Bedrohung für ein freies Internet durch den wirklich entsetzlichen Urheber­rechts­entwurf der Europäischen Union ist vorerst weg. Hier hat Demokratie einmal funk­tioniert: Die 27 EU-Mitgliedsländer konnten sich nicht auf einen gemeinsamen Entwurf einigen, also stimmten 11 Länder (Deutschland, Belgien, die Niederlande, Finnland, Slowenien, Italie, Polen, Schweden, Kroatien, Luxembourg und Portugal) gegen den Kompromissvorschlag des aktuellen Ratsvorsitzenden Rumänien. Weiterlesen

Wo das Copyright endet

Obwohl wir in den letzten Jahren eine anhaltende Ausdehnung der „geistigen Eigen­tumsrechte“ erleben, gibt es immer wieder Anzeichen von Vernunft. Zum Beispiel Richter, die einen Anspruch auf geistigen Besitz an irgendetwas Beliebigem stoppen. So wie im konkreten Fall Michael W. Fitzgerald am Bezirksgericht Zentral-Kalifornien, der gerade eine Klage der Songwriter Sean Hall und Nathan Butler gegen das Pop-Sternchen Taylor Swift zurückgewiesen hat. Weiterlesen

Warum Urheberrecht nicht funktioniert: Weisses Rauschen

Urheberrecht, oder Copyright, ist wie ähnliche Immaterialgüterrechte (Marken, Patente) mittlerweile zu einem wirtschaftlichen Monster geworden. Obwohl es ja irgendwann mal dafür gedacht war, und in der Vorstellung vieler immer noch dafür da ist, Urhebern, also Künstlern und Wissenschaftlern, ein Auskommen zu verschaffen. Was aber im selben Moment zur Illusion wurde, als man dieses Recht an der eigenen Schöpfung zu Handelsware deklarierte, die einfach so gegen Geld ihren Besitzer wechseln kann. Im anglophonen Rechtsraum vollständig, in Kontinentaleuropa nur in Form der Vertriebsrechte, was aber in der Praxis keinen gravierenden Unterschied bedeutet. Ein fantastisches Bespiel für dieses einfach nicht funktionierende Konzept des Urheberrechts liefert dieser Tage der australische Musikwissenschaftler Sebastian Tomczak. Weiterlesen

Downloading Kills Deathstars

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Wie wahr. Ob man die Baupläne für einen faschistischen, imperialen Todesstern herunterlädt oder die Kulturdaten aus den geistigen Geldspeichern der Konzerne, es ist ein Akt der Rebellion. pic via kth

Das Ende der freien Presse (wie wir sie kennen)

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Wir hören unablässig, dass die freie Presse durch das Internet zerstört würde. Wes­wegen man Abscheulichkeiten wie das Leistungsschutzrecht einführen müsse, das auch den blossen Händlern von geistiger Leistung, also Verlagen und Medien­konzernen, ein neues, frisch ausgedachtes Recht am Weiterverbreiten von Über­schriften und Zusammenfassungen geben müsse. Was ja nichts mit dem Recht des Urhebers am eigenen Werk zu tun hat, schon weil Über­schriften im einfach ver­ständ­lichen Gegensatz zu Romanen, Filmen oder Opern keine urheberrechtlich schütz­baren Werke sind, sondern nur Teile von simplen Sätzen. Bizarr, ja, aber doch ein klarer und direkter Ausdruck der Verwirrung, die von der aktuellen technischen Veränderung unserer Lebensgrundlagen ausgelöst wird. Weiterlesen

In Kuba kommt das Internet einmal pro Woche ins Haus

El Paquete Semanal, das Wochenpaket, ist eine schattenwirtschaftliche Institution im freien Kuba, wo die Abwesenheit des US-Imperialismus mit Unannehmlichkeiten wie de facto fehlendem Internet erkauft wird. Prompt laden technikaffine Enkel der Revolution allwöchentlich die neuesten Filme, Musik-MP3s, Apps, Soaps, Webmagazine auf eine mobile Festplatte und laufen die Runde ihrer Abonnenten ab. Einmal pro Woche Surfen ist besser als garnicht, oder? Und zwei Peso convertible – das wären etwa 50 Peso cubano oder zwei US-Dollar und damit etwa 7% des durchschnittlichen Monats-Nettoeinkommens – für ein TeraByte Unterhaltung und Information ist ein guter Deal, zumal die Grundbedürfnisse im sozialistischen Kuba stark subventioniert sind. Natürlich funktioniert das alles nur, wenn man sowohl den staatlichen Anspruch des Informationsmonopols als auch den privatwirtschaftlichen des Copyrights ignoriert. Ich könnte mir gut vorstellen, dass die kubanische Regierung das Ganze irgendwann legalisiert, und ich könnte mir auch vorstellen, dass dann eine geringe Gebühr oder Steuer erhoben wird, die dann den Urhebern zu fliesst. Wenn sie nicht vorher von den Handelskonzernen gefressen wird. vox via kottke

Tageszeitung weitergeben verboten: Copyright in analog

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Copyright besteht, das haben wir in den vergangenen Jahren schon diskutiert, vor allem aus immer wieder neu erfundenen Rechten, die zu immer neuen Monopolen führen. Also dem Gegenteil von freier Wirtschaft (und dem Gegenteil von freier Kunst). Die immer waghalsigeren Versuche, solche Kartelle und Monopole zu etablieren, waren uns bisher fast nur aus dem digitalen Bereich bekannt. Jetzt sehen wir am Beispiel des von der Sonne geliebten nordafrikanischen Landes Marokko, dass es auch anders geht. Dort verkündete der neue Kommunikationsminister, der früher als Chefredakteur bei einer marokkanischen Tageszeitung arbeitete, dass den nationalen Zeitungsverlagen jährlich Verluste von 150 Millionen US-Dollar entstehen würden, was man nun abstellen wolle. Weiterlesen

Wie man das Youtube-Copyright-Regime hackt

Gamesjournalist Jim Sterling vom womöglich weltbesten Gamingblog Rock Paper Shotgun hat sein Vlog The Jimquisition genutzt, um das nervige Youtube-Copyright-Regime zu hacken. Auf der weltgrössten Videoplattform ist es nämlich für Konzerne sehr leicht, mit dem Copyright-Argument Videos und deren Werbeeinnahmen für sich zu beanspruchen. Im Fall eines Gaming-Vlogs ist es nahezu unmöglich, über Spiele zu berichten, ohne dass deren Rechteinhaber auch das Vid kapern und Ads dazuschalten. Fies. Jim umgeht aber die lästigen davorgeschalteten Advertisements damit, dass er mehrere Copyrightkonzerne gegeneinander ausspielt. Er zeigt nicht nur mehrere Games unterschiedliche Hersteller, sondern spielt im Intro auch noch einen Popsong an, so dass die widerstreitenden Copyrightanspüche der beteiligten Konzerne seinen scharfzüngigen Videobeitrag werbefrei halten. Ok – er selber hat auch keine Einnahmen aus seiner Arbeit, aber das sollten wir als Bewohner eines kapitalistischen Staatenbundes inzwischen gewöhnt sein. In the meantime: Cheers für Jim, dem Copyrighthelden des Tages! via kotaku

Cosplay vs. Copyright: Star Wars

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Drei 11k2-Dauerthemen zum Preis von einem: Cosplay, Copyright und Star Wars. ChubbyBunny Michelle, Yume Ninja, Mandie (Models), und Catherine Elhoffer (Costumedesign) liessen sich vom aktuellen Star Wars VII Hype inspirieren und machten eine Fotosession in den verschneiten Bergen. Erstens: Sehr nette Models mit natürlichen Figuren ohne sichtbare Anzeichen von Essstörungen. Zweitens: Weiterlesen

Copyright ist Diebstahl. Heute: Bill Gates und das Tian’anmen-Massaker

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Bill Gates, Sohn aus wohlhabendem Haus und reich geworden durch die Lizenzierung einer Betriebssystem-Raubkopie an den damals wichtigsten PC-Hersteller, kaufte seit 1989 mit seinen überzähligen Miliarden die „Rechte“ an Bildern, um sie dann digital vermarkten zu können. Daraus wurde eine der grössten Fotoagenturen der Erde, Corbis. Diese Firma verkaufte Gates vor einer Woche (22.1.16) an die Visual China Group in Bejing für eine ungenannte Summe. Zum „Portfolio“ von Corbis gehört (unter vielen anderen) auch das weltbekannte Bild vom Tian’anmen-Massaker, dem gewaltsamen Niederschlagen von Demonstrationen gegen die chinesischer Diktatur, mit mehreren tausend Toten im Jahr 1989, vom Fotografen Jeff Widener. Weiterlesen

Copyright auf Autos, mit allen Nachteilen

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Der Fall ist eingetreten, vor dem digitale Bürgerrechtsaktivisten jahrelang gewarnt haben (und weswegen sie sogar eine eigene Partei gegründet haben). Das Copyright, eigentlich ein gewerbliches Schutzrecht, das sich auf wirtschaftliche Verwertung von geistigen Werken bezieht, wurde in den letzten Jahren auf die private Nutzung ausgedehnt. Das heisst, Copyrightinhaber (vor allem Konzerne, aber auch Künstler und Privatleute) behaupteten so lange, über jede beliebige private Nutzung bestimmen zu können (nicht nur die gewerbliche), bis dieser Gedanke allen vertraut vorkam. Weiterlesen

Copyright ist, wenn der Anblick deines persönlichen Eigentums einem multinationalen Konzern gehört

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Die britische Regierung wird in naher Zukunft die Warteperiode für das Inkrafttreten des „Enterprise and Regulatory Reform Act 2013“ beenden. Damit wird das Copyright für künstlerische und Designer-Objekte von 25 Jahren nach Erstverkauf auf 70 Jahre nach dem Tode des Urhebers erweitert. Im sehr konzernfreundlichen Britannien war es also bisher verboten, sich einen Designersessel, ein Gemälde oder ein von einem Architekten geschaffenes Haus zu kaufen, seinen Neuerwerb stolz zu fotografieren und das Pic anschliessend auf Facebook (und anderswo) zu posten, damit alle anderen neidisch werden. Weiterlesen

Taylor Swift und die Schizophrenie der Kreativindustrie

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Der Glam-Faktor verlässt gerade die Erdumlaufbahn und macht sich auf den Weg zu den Sternen: US-Schlagersternchen Taylor Swift hat es dem Silikon-Goliath Apple so richtig gezeigt. Wie? Apple, die reichste Firma dieses Planeten, will ja diese neue Beats-Streaming-Plattform zum Erfolg pushen, und bietet Künstlern den Deal an, von Anfang an dabei zu sein, aber für die ersten drei Monate kein Geld zu bekommen, weil das Streaming für die Nutzer in diesen drei ersten Monaten auch kostenlos sei. Soweit sogut. Kann man mitmachen oder es bleiben lassen. Weiterlesen

EU-Copyright-Reform macht Fortschritte, danke an Julia Reda

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Kaum wählt man eine (einzelne) Piratin ins EU-Parlament, bewegt sich die Reform des Europäischen Urheberrechts schon in die richtige Richtung. Trotz heftiger Gegenwehr aus dem konservativen Lager nahm der zuständige Fachausschuss den ausgesprochen modernen (aber nicht radikalen) Entwurf zur Weiterentwicklung der EU-weiten Urheberrechtsgesetzgebung an. Die beiden Gegenstimmen kamen von der Franzosennazipartei Front National, und das Parlament wird mit grosser Wahrscheinlichkeit der heutigen Entscheidung folgen. Weiterlesen

Recht auf Vergessenwerden, für Porno-Erpresser und Copyright-Bots

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Das „Recht auf Vergessenwerden“ ist einer der hilflosen Versuche, mit der unübersichtlichen Realität der aktuellen Informationszeit klarzukommen. Ein Recht auf „nicht in der Tageszeitung erwähnt werden“ gab es ja in der guten alten Industriezeit auch nicht. Prompt wird das Konstrukt der Hilflosigkeit missbraucht – und wir sollten den Missbrauchern irgendwie dankbar sein, dass sie uns die Sinnlosigkeit solcher Regulierungsversuche zeigen. Im einen Fall versucht Craig Brittain (pic oben), ein verurteilter Revenge-Porn-Erpresser mit Hilfe von Copyrightansprüchen nach dem US-amerikanischen Digital Millennium Copyright Act (DMCA) Google dazu zu bewegen, seine Machenschaften zu vergessen. Weiterlesen

Wofür wir ein schärferes Copyright brauchen

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Pedro Farré war Leiter der Abteilungen Business Relations und Antipiraterie bei der spanischen Musik-Verwertungsgesellschaft Sociedad General de Autores y Editores (SGAE). Bis er aktuell vom zuständigen Gericht in Madrid zu 30 Monaten Gefängnis verurteilt wurde. Grund: Er hatte üppige Bordellrechnungen in Höhe von 40.000 Euro über die Firmenkreditkarte als Ausgaben für Copyrightverfolgung abgerechnet. Weiterlesen

Rückkehr zum Urheberrecht der Affen

Vor drei Jahren hatte der Fotograf David Slater diese lustige Begegnung mit indonesischen Makaken, die mit seiner Kamera eine Reihe von Selfies knipsten (siehe 11k2). Um das ganz klar zu sagen: Weiterlesen

WM-Streaming: Sony will Konkurrenz aus Google-Suche löschen lassen

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Copyrightmissbrauch zu Monopolzwecken. Die Sony-Tocherfirma Liv Sports wurde von der FIFA („Thiefa“) zur offiziellen Streamingsite erhoben (war sicher nicht billig), was sofort dazu führte, dass der Konzern versuchte, konkurrierende, aber legale Angebote unter Angabe von angeblichen Copyrightverletzungen aus den Google-Suchergebnissen löschen zu lassen. Weiterlesen

WordPress geht gegen Copyright-Zensur vor

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Die Entwickler- und Betreiberfirma der WordPress-Plattform (die auch 11k2 verwendet), Automattic, ist im heimatlichen Kalifornien vor Gericht gegangen, um Ausfallkosten für sich und einen WordPressnutzer einzuklagen. Dieser hatte einen der Initiatoren der britischen “Straight Pride UK”, einer latent homophoben Bewegung interviewt – den Artikel alledings liess der Befragte später wegen angeblichen Copyrightverstosses durch eine DMCA-Abmahnung entfernen. Ein klarer Fall von Copyrightmissbrauch zu Zensurzwecken. Der Streitwert mit Gebühren beträgt symbolische knapp 25.000 USD, und, ja, es ist Aufgabe von Internetfirmen, auch juristisch gegen solchen Rechtsmissbrauch vorzugehen. torrentfreak, pic c Jon Cazier (mit photoshop-tutorial)

Compulsive Copyright Disorder

ubisoft

knusprig.titten.hitler

Der Stand des Urheberrechts 2014

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Gefunden auf dem völlig grossartigen „Pictures in Boxes“ Comic Tumblr. Ich hätte es selbst nicht besser ausdrücken können. Das Urheberrecht (oder Copyright, oder Code de la propriété intellectuelle) hat den Zusammenprall mit dem Internet (eigentlich mit der Informationsrevolution) nicht überlebt, and all the kings horses and all the kings men cant fucking put it together again. Weiterlesen

Wenn die Cloud (a.k.a. Adobe) deine Existenz bedroht

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Mitte vergangener Woche versagte der Produkt-Identifikationsserver des Grafik-Software-Marktführers Adobe. Für etwa 24 Stunden war es weltweit nicht möglich, aktuelle Versionen von Photoshop, Indesign oder anderen Adobe-Programmen zu benutzen – ausser man kannte den Workaround, seinen Rechner vorher vom Netz zu trennen. Das bedeutet für Firmen einen bezifferbaren Verdienstausfall, für selbständige Grafiker dagegen eine Bedrohung ihrer Existenz. Weiterlesen

Studie: Geistiges Eigentum hat kaum wirtschaftliche Bedeutung

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Die Debatte um das sogenannten „Geistige Eigentum“ (eigentlich kann man Geistiges nicht besitzen, es wird aber behauptet) wurde durch die US National Science Foundation (NSF) bereichert. Die Forscher befragten im Jahr 2010 US-Firmen aller Branchen nach ihrem Verhältnis zu Copyright, Patenten und Markenrechten, und kamen zu überraschenden Ergebnissen: Weiterlesen

Gefahr für US-Soldaten in Deutschland: Copyright

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In Deutschland stationierte US-Soldaten sehen sich einer wachsenden Gefahr ausgesetzt. Diese geht allerdings nicht von bärtigen und mutmasslich ungekämmten Mullahs aus, sondern von den Handlangern der eigenen Copyrightindustrie, den Abmahnkanzleien.  Die Rechts­abteilung der US-Streikräfte in Wiesbaden (Army Judge Advocate General’s Corps) hat deshalb eine Empfehlung herausgegeben. Weiterlesen

HP verkauft nächstes Jahr auch 3D-Drucker

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Es wurde auch Zeit, dass 3D-Drucker raus aus der Nische und rein in den Massenmarkt wandern. Und das könnte passieren, wenn der weltgrösste PC-Drucker-Hersteller sich heir engagiert. HP-Chefin Meg Whitman hat jedenfalls gerade auf dem Canalys Channels Forum in Bangkok angekündigt, man werde ab Mitte 2014 auch 3D-Drucker im Programm haben. Sehr schön, dann werden – was natürlich niemand voraussehen konnte – auch reale, physische, dreidimensionale Objekte mit Copyrightproblemen konfrontiert. theregister, pic freepress cc by nc

Indien: Recht auf Kopie für Unis und Studenten

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Die Zeitung India Telegraph aus Kalkutta berichtet unter Berufung auf höchste Regierungskreise, dass die nach China zweit-bevölkerungs­reichste Nation der Erde eine Gesetzesänderung mit internationaler Bedeutung anstrebt. Das bisher gebräuchliche, aber gegen Urheberrechtsgesetze verstossende Kopieren von Lehrmaterial und Fachbüchern durch Studenten soll damit legalisiert werden. Weiterlesen

Die Musikindustrie und ihre nachgewiesen steigenden Gewinne

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Die London School of Economics and Political Science hat eine Analyse veröffentlicht, wonch die nach eigenen Angaben kurz vor dem Ruin stehende Musikindustrie in Wirklichkeit langsam wachsende Umsätze und Gewinne schreibt – und das trotz abnehmender Kaufkraft in den unteren und mittleren Einkommensschichten und angesichts einer wachsenden Konkurenz dieses Unterhaltungsformats durch Gaming und Mobilfunknutzung, die beide im Unterhaltungsbudget der Bevölkerungsmehrheit fest verankert sind. Weiterlesen

Kevin Spacey erklärt, wie man Piraterie loswird

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Jaaa, ich weiss. Das Wort „Piraterie“ ist ein Oxymoron. Ein grundsätzlich falsches Konzept, weil es von der exklusiven Möglichkeit von Besitz an Erdachtem ausgeht. Aber gut, die Vermarktung von ausgedachten Sachen ist ein Riesenproblem, weil seit der Informationsrevolution Koipen nicht mehr immer etwas zum Anfassen sind. Auf dem International Television Festival in Edinburgh Ende August erklärte Filmschauspieler Kevin Spacey allerdings, wie man das ganze Problem los wird. Er erklärte den atemlosen Kongressteilnehmern: Weiterlesen

Wie man das Musikbusiness rettet: Amanda Palmer

Ja, natürlich. Das Musikbusiness aus dem letzten Jahrtausend wird verschwinden, weil das Prinzip der künstlichen Verknappung und der staatlich geschützten Massenproduktion von Kulturdatenträgern durch die Informationsrevolution obsolet geworden ist. Die bange Frage „Wovon sollen Musiker dann leben?“ wird von der sehr erfolgreichen  Musikerin Amanda Palmer schlüssig beantwortet. Von ihrem Beruf. Von ihrer eigentlichen Stärke. Von dem das sie besser können als sonst jemand. hypebot