EU findet weiter Datenschutzprobleme bei Windows 10

Die Artikel-29-Datenschutzgruppe der Europäischen Union, zusammengesetzt aus Vertretern der 28 nationalen Datenschutzbehörden, ermittelt weiter gegen Microsoft Windows 10, wegen offenbarer Verstösse gegen europäisches Datenschutzrecht. Selbst nach Überarbeitung durch Microsoft sei nicht klar, so die EU-Beauftragten, welche Informationen der Windows-Nutzer ohne deren Wissen zu Microsoft über­mittelt würden und wie die Daten dort behandelt werden. Bei einer Nutzung des Betriebssystems ohne Einschränkungen gelangen alle Passwörter, Texte, Webseiten­besuche an den Konzern. Eine Stellungnahme seitens Microsoft liegt nicht vor. Die rechtliche Situation könnte sich hier also zuspitzen. reuters via schneier

Herzschrittmacher liefern Daten als Beweismittel

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Zumindest, wenn sie an ein drahtloses Netzwerk angeschlossen sind oder einen internen Speicher haben. In Middletown, Ohio hat die örtliche Polizei einen gericht­lichen Durchsuchungsbeschluss für die medizinischen Daten eines 59-jährigen Hausbesitzers erwirkt, um nachzuweisen, dass er sein Domizil selber abgefackelt hätte (a.k.a. Verdacht auf Versicherungsbetrug). „Herzschrittmacher liefern Daten als Beweismittel“ weiterlesen

Totale Stromverbrauchskontrolle, ab 2017

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Der Bundestag hat gerade das Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende beschlossen, um sicherzustellen, dass auch der Stromverbrauch personalisiert überwacht werden kann. Klar – dann wissen Behörden und Konzerne, wann du was machst, und ob du zuhause bist. Ab 2017 sollen die „Grossverbraucher“ ver­pflicht­end dran sein, bis 2032 sollen alle Zähler digitalisiert (vorratsdaten­speichernd) sein. Überhaupt: „wir dürfen uns nicht mit dem Datenschutz immer selbst auf der Bremse stehen“, so der zuständie CDU-Digitalpolitiker. Die Scheinbegründung ist hier „Energieeffizienz“, Stromanbieter können ohne Widerspruchsrecht der Verbraucher auch gleich damit anfangen. heise, golem, pic Dr. Schorsch cc by sa

Facebook und die Schattenprofile der Nichtfacebooknutzer

Der irische Datenschutzbeauftragte ermittelt gegen Facebook, weil nachweislich Daten aus den Profilen der Nutzer gesammelt werden, um damit Profile für beliebige andere Menschen anzulegen, auch und gerade wenn diese gar nicht bei Facebook angemeldet sind. „Facebook und die Schattenprofile der Nichtfacebooknutzer“ weiterlesen

Die Wahrheit über Datenschutz

Dieser „Datenschutz“ ist eines der Probleme, die mit dem Hereinbrechen des Informationszeitalters aufgetreten sind. Ohne Computer gibts keine Datenschutzfrage, weil man dann maximal Karteikarten und Aktenordner veruntreuen kann, aber nicht etwa alles, was mit einer bestimmten Sache (zB einer Website) in Verbindung kommt. Also müssen Regeln aufgestellt werden, um Missbrauch zu vermeiden. Das Problem dabei: „Die Wahrheit über Datenschutz“ weiterlesen

Facebook: Alte Apps spionieren weiter

Security-Forscher („Hacker“) haben herausbekommen, dass ältere Facebook-Apps (älter wie in „2008“) keinerlei Scheu vor ungebremstem Datensammeln haben. Die neueren Versionen können sich benehmen, also empfehlen die Fachleute, alles zu canceln, was man schon länger in seiner Online-Förmchen-Und-Schäufelchen-Kiste hat und durch neue Ausgaben zu ersetzen. „Facebook: Alte Apps spionieren weiter“ weiterlesen

Wie Facebook vertrauliche Kundendaten bekommt

Facebook ist wirklich prima, um lokale Veranstaltungen im Kalender zu behalten. Und als Zwischendings aus Email und SMS. Jetzt erschreckt mich das soziale Netzwerk mit einer Warnung, mein Konto hätte eine sehr niedrige Sicherheitsstufe. Moment?! Da gabs doch das ganze Gerede um diesen unsicheren Umgang mit privaten Daten auf Facebook, das prüf ich lieber gleich nach. Und tatsächlich: „Wie Facebook vertrauliche Kundendaten bekommt“ weiterlesen

Zombie-Cookies nisten in deinem Computer

Aus aktuellen Anlass, weil gerade eine reisserische Ars-Technica-Headline aufgetaucht ist („Disney, others spy on kids with zombie cookies„) und ich einen Artikel daraus für Techfieber gerollt habe, blieb das lange verdrängte Thema Flash-Cookies auf dem Schreibtisch liegen. Zur weiteren Bearbeitung. Eigentlich eine Sicherheitslücke in Adobe (Macromedia) Flash, die es Webseiten möglich macht, besonders fiese Spionage-Cookies auf dem Besucher-PC abzulegen, die sich nur umständlich und nicht per Browserbefehl löschen lassen. „Zombie-Cookies nisten in deinem Computer“ weiterlesen

Überwachungs-Videokameras sind wirkungslos

Die Hamburger Innenbehörde hat eine Wirksamkeitsanalyse der auf der Reeperbahn vor drei Jahren installierten Überwachungskameras vorgelegt. Demnach hat die Zahl der Straftaten im überwachten Bereich stark zugenommen, Körperverletzungen sogar um 75 %. Damit müssen die Kameras als wirkungslos eingestuft werden, Politiker der Grünen und Linken sowie der Hamburger Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar fordern die Entfernung der Geräte (taz via piraten_hamburg) (pic Koosha Paridel gnu fdl)

Openbook: Unterhaltsame Facebook-Sicherheitslücken

Das führende Soziale Netzwerk Facebook lässt dem Benutzer vielfache Möglichkeiten, seine privaten Informationen in die Welt zu blasen. Was Facebook hier falsch macht? Den Usern wird nicht erklärt, wie sie ihre Daten privat halten können; man muss es mühevoll selbst heraus finden. Ein Grund mehr: „Openbook: Unterhaltsame Facebook-Sicherheitslücken“ weiterlesen

Vorratsdatengiesskanne: 500.000 PCs lesen mit

Nach dem Schengen-Abkommen werden persönliche Daten, individuelle Merkmale, Polizeiakten in einer zentralen Datenbank zusammengefasst, auf welche Behörden in den 27 EU-Mitgliedsstaaten zugreifen können. Nach EU-eigenen Dokumenten können mehr als 500.000 PCs diese persönlichen Daten lesen. 2003 waren es noch 125.000. In Belgien wurde bereits ein Fall bekannt, in dem ein Beamter „Vorratsdatengiesskanne: 500.000 PCs lesen mit“ weiterlesen

Schweizer Steuerflucht-CD: Eine Scheindiskussion

Völlig treffend weist uns der ehemalige medienpolitische Sprecher der SPD, anschliessend erster Bundestags-Abgeordneter der Piratenpartei und mittlerweile rühriger Polit-Pensionär Jörg Tauss darauf hin, dass die Aufregung um die Rechtmässigkeit des Steuerfluchtdatendeals zwischen einem Schweizer Informanten und der deutschen Bundesregierung künstlich und überflüssig ist. „Schweizer Steuerflucht-CD: Eine Scheindiskussion“ weiterlesen

Mitsubishi entwickelt High-Speed-RFID-Leser

090403rfidMan ist niemals sicher vor den Segnungen der Hochtechnologie. Der japanische Keiretsu Mitsubishi hat nach einem Bericht der Tageszeitung Nikkei einen RFID-Reader entwickelt, der die Tags auf dann ablesen kann, wenn sie mit bis zu 100 km/h an ihm vorbeizischen. Etwa in einem fahrenden Auto. Oder Zug. Das eröffnet natürlich grossartige neue „Mitsubishi entwickelt High-Speed-RFID-Leser“ weiterlesen

Britannien: Jeden vierte staatliche Datenbank ist illegal

090325stasi20Und weitere (!) 60 Prozent der amtlichen Datenspeicher haben „signifikante rechtliche Probleme“. Nur jede achte Datensammelstelle sei unbedenklich. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung im Auftrag des Joseph Rowntree Reform Trust, durchgeführt von „Britannien: Jeden vierte staatliche Datenbank ist illegal“ weiterlesen

Britannien: Völlige Aufhebung von Datenschutz geplant

0903031984coverDas britische Parlament beschäftigt sich derzeit mit Absatz 152 der „Coroners and Justice Bill“.

Danach soll es jedem Angehörigen der Regierung (auch der Regionalparlamente) möglich sein, alle über einen Bürger erhobenen Daten anzufordern und für alle ihm geeignet „Britannien: Völlige Aufhebung von Datenschutz geplant“ weiterlesen

12.000 britische Bürger versehentlich zum Verbrecher gestempelt

081114davidwilliamsDie Akten wurden vom britischen Criminal Records Bureau an Schulen, Krankenhäuser, Selbsthilfegruppen weitergegeben. In mehr als 12.200 Fällen wurden Bürger als Pädophile, Gewalttäter oder anderweitig Kriminelle geführt – aufgrund von Fehlern in den Akten. Die Betreffenden müssen sich nun durch ein Widerspruchsverfahren quälen und bekommen in der Zwischenzeit keine Jobs, dafür aber jede Menge Schwierigkeiten. David Williams (Foto) ist einer der Betroffenen, der bei einer Umschulung zum Krankenpfleger Ärger bekam und mühsam herausfinden musste, woher dieser kam. Gut, dass das Problem in Grossbritannien aufgedeckt wurde – aber was ist mit der zentralisierten Datenspeicherung in anderen Ländern?

Britisches Militär jetzt völlig ohne Daten

Ende letzter Woche verschusselte die IT-Vertragsfirma EDS eine Festplatte mit Namen, Adressen, Pass-Nummern, Geburtsdatum, näheren Verwandten, Führerscheinangaben von 100.000 Militärangehörigen der Streitkräfte Ihrer Majestät der Königin Elizabeth der zweiten, Gott schütze sie. Ach da fällt mir ein, auch in der Bundesrepublik werden circa 1000 Notebooks aus Bundesregierungseigentum vermisst. Ob dagegen mehr Überwachung hilft? (via)