Die Katastrophe stoppen: Ökozid in internationales Strafrecht aufnehmen

Wir zerstören gerade die Lebensgrundlage für Menschen und die meisten Tierarten. Der Klimawandel entwickelt sich schneller und energischer, als das vor Jahren selbst pessimistische Voraussagen beschrieben. Was müssen wir tun, um das abzuwenden? Es genügt nicht, Jute- statt Plastikbeutel zum Einkaufen mitzunehmen, mehr Fahrrad und weniger Auto zu fahren oder einmal die Woche einen Tag ohne Fleisch einzu-legen. Wir müssen das Verbrennen von Erdöl, Kohle, Erdgas verbieten, genauso wie die industrielle Fleischproduktion (einschliesslich der industriellen Milchproduktion). Um das zu erreichen, wäre wahrscheinlich eine gewaltsame Revolution nötig, mit allen bekannten Nachteilen. Nachdem über 14.000 Wissenschaftler (mwd) in einer gemein-samen Erklärung den Klimanotstand ausgerufen haben, formulierten Experten das Konzept des Ökozids, der strafrechtlichen Verfolgung von Verbrechen gegen unsere Lebensgrundlage durch den ICC (International Criminal Court) in Den Haag. Sobald genügend Länder – und das ist nicht aussichtslos – da mitmachen, hätten Urteile dieses Gerichtshofs eine tatsächliche Wirkung. Bis dahin ist es unsere Aufgabe, Bewegungen wie FFF und Ende Gelände zu unterstützen und die politischen Vertreter der Umweltverbrecher aus den Parlamenten zu wählen. aljazeera

Den Haag, Mondrian und die Industrialisierung des Geistigen

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Die Stadtverwaltung von Den Haag hat sich, in Erinnerung an einhundert Jahre „De Stijl“ Design, ein Mondrian Makeover zugelegt. Das sieht wirklich hübsch aus an der weissen Rathausfassade, schwarze Balken und Primärfarbenflächen aus Kunststoff­klebefolien. Und die Halbmillionenstadt konnte sich die Appropriation eines der zentralen 20th-Century-Maler sogar leisten. Weil der gute Piet eben 1944 final den Pinsel weggelegt hat, und deswegen das Urheberrecht an seinem Werk im Jahr 2014 ausgelaufen ist. Weiterlesen