Metal in Deutschland

Bands pro Millionen Einwohner, nach Bundesländern, via kth

Als ob die Nazizeit unser einziges Problem wäre, Herr Bozdağ

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Der amtierende türkische Justizminister Bekir Bozdağ (siehe pic) hatte vor, im baden­sischen Gaggenau bei Karlsruhe einen Wahlkampfauftritt für die geplante Verfas­sungs­änderung (in Richtung Präsidialdiktatur) der Türkei abzuhalten. Das hat nicht geklappt, weil die Stadtverwaltung nicht für die Sicherheit in der kleinen örtlichen Halle garantieren konnte. Reaktion des Würdenträgers: Er empfahl den Deutschen, sich an ihre Geschichte zu erinnern und wähnte, dass nun die alten Schrecken wieder aufflackern würden. Das war aber fix, Herr Minister. Kaum klappt was nicht wie geplant, kommt die Nazikeule zum Einsatz. Weiterlesen

Danke Merkel: Dieselmotoren vergiften unsere Städte

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Die EU-Kommission hat ein weiteres Mal darauf hingewiesen, dass die Grenzwerte für Stickstoffdioxid (NO2) wiederholt überschritten werden; EU-weit in 130 Städten und Gebieten, in Deutschland 28. NO2 kommt zu 40% von Kraftfahrzeugen und hier zu 80 % von Dieselmotoren, die damit 36% der gesamten NO2-Verschmutzung stellen. In der EU sterben jährlich 400.000 Menschen an Folgen der Luftver­schmutz­ung; dazu kommen Millionen von Lungen-, Atemwegs- und Herz-Kreislauf-Erkrank­ungen. Diese Menschen sterben an der Verantwortungslosigkeit ihrer Regierungen, die gerne zulassen, dass PKW-Dieselmotoren ab Werk frisiert sind, so dass sie beim TÜV weit weniger Abgas produzieren als im Alltag. Weiterlesen

10 Jahre Piratenpartei! Yay!

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Wie geil! Am Samstag wurde die Piratenpartei in Deutschland 10 Jahre alt. Auf der Party in Berlin (siehe pic) konnte ich leider nicht sein, aber die politische Bewegung der Piraten macht mir nach wie vor eine Menge Spass. Ob das am nächsten Wochenende bei der Abgeordnetenhauswahl in Berlin was wird, wissen wir nicht. Die Piraten werden, anders als etwa die FDP oder bei der letzten Wahl, ja in Umfragen nicht mehr einzeln angezeigt – nur 9 Prozent „andere Parteien“. Aber das werden wir ja sehen. Allein schon die Arbeit in den vier Landesparlamenten und über 400 Kommunalmandaten hat sich gelohnt. Und die historische Leistung, bei der letzten Bundestagswahl 2013 so viel liberales und Protestwählerpotential zu binden, dass weder die korrupte FDP noch die nazikuschelnde AfD über 5% gekommen sind. Die grundsätzliche Richtung der Piraten, besonders in Berlin und im neuen Bundesvorstand, gefällt mir nach wie vor besser als die irgendeiner anderen Partei. Ok, die Linke ist auch sympathisch, aber ich bin nun mal Hyper-Individualist, da ist die Kollektivkultur der Sozialisten bei aller Freundschaft doch nicht vollkommen mein Ding. Auf der anderen Seite kann ich die Partei „Die Partei“ natürlich auch gut ab, auch wenn die auf politische Tätigkeit im Grunde völlig verzichten und damit den Ausstieg aus dem System noch drastischer halten als die Piraten. Nur ist mir Kabarettismus als Kernideologie auf Dauer zu wenig. Also werde ich wohl noch eine Weile Pirat bleiben. Was ihr macht, ist eure Sache. Hauptsache, ihr geht wählen, verbreitet mutig eure Meinung und unterstützt keine Neonazis. Das wäre nett. Dann noch Prost und Arrr und so, allgemein. pic Olaf Pallischeck

Sexualstraftäterkartei missbraucht Minderjährige

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In den USA ist ein verurteilter Sexualstraftäter für sein restliches Leben von Be­reichen der Gesellschaft ausgeschlossen. Er (es handelt sich überwiegend, aber nicht ausschliesslich um männliche Täter) darf nicht in der Nähe von Schulen und Kindergärten wohnen, bekommt keine anständigen Jobs mehr, wird vom Misstrauen der Polizei und Justiz verfolgt. Das mag in Einzelfällen wie eine gute Idee wirken, allerdings ändert sich das Bild drastisch, wenn man das vom US-Justizministerium angegebene Durchschnittsalter betrachtet: 14. Ja, das Durchschnittsalter. Das heisst, einige sind älter als 14, andere auch jünger. Weiterlesen

Warum „anti-deutsch“ das falsche Wort ist

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Eigentlich wohne ich ganz gern hier. Und mit den verschrobenen Leute, die hier um mich herum wohnen, hab ich mich auch ganz gut arrangiert. Naja, so einigermassen. Trotzdem klingt für mich vieles, was aus „anti-deutschen“ Kreisen kommt, doch ganz vernünftig. Ich glaube aber, ich bin nicht anti-deutsch. Ich kann doch nicht gegen ein ganzes Land sein? Dagegen bin ich sicher, dass ich „anti-nationalistisch“ bin. Also gegen das Konzept „Nation“, ganz grundsätzlich. Egal in welchem Land. Ich bin ja auch nicht grundsätzlich gegen Fussball. Ich finds nur langweilig, dabei zuzusehn. Sobald allerdings Nationalflaggen ins Bild kommen, find ich Fussball nicht nur langweilig, sondern auch scheisse. Das liegt aber nicht am Sport, sondern am Nationalismus, also dem Konzept, dass Leute, die innerhalb willkürlich gezogener Grenzen wohnen, besser seien als Leute, die ausserhalb dieser fiktiven Linien leben. Das gilt für Nationalismus in allen Gegenden, ohne Ausnahme. Dieser kollektive Knall ist auch fast überall zu finden. Und der muss weg. Also: Deutschland, chill mal ’n bischen, und Nationen aller Länder, verpisst euch. pic indymedia

Anfang letzten Jahres hab ich noch ein wenig tiefer nachgegraben und das hier veröffentlicht: Warum ich stolz bin, Deutscher zu sein.

Jede dritte Frau in Deutschland von Gewalt betroffen

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Die Empörung über die sexuellen Belästigungen in der Kölner Sylvesternacht scheint viele Bundesbürger darüber hinweg zu täuschen, dass körperliche und sexuelle Gewalt gegen Frauen in Deutschland eher die Regel als die Ausnahme darstellt. Auch ging die Gewalt in den letzten 10 Jahren nicht wie in anderen EU-Ländern zurück – so ist heute jede dritte (35%) Frau in Deutschland mindestens einmal in ihrem Leben Opfer von körperlicher und/oder sexueller Gewalt geworden, jede fünfte (22%) innerhalb der Beziehung/Partnerschaft. Weiterlesen