Sexualstraftäterkartei missbraucht Minderjährige

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In den USA ist ein verurteilter Sexualstraftäter für sein restliches Leben von Be­reichen der Gesellschaft ausgeschlossen. Er (es handelt sich überwiegend, aber nicht ausschliesslich um männliche Täter) darf nicht in der Nähe von Schulen und Kindergärten wohnen, bekommt keine anständigen Jobs mehr, wird vom Misstrauen der Polizei und Justiz verfolgt. Das mag in Einzelfällen wie eine gute Idee wirken, allerdings ändert sich das Bild drastisch, wenn man das vom US-Justizministerium angegebene Durchschnittsalter betrachtet: 14. Ja, das Durchschnittsalter. Das heisst, einige sind älter als 14, andere auch jünger. Weiterlesen

Warum „anti-deutsch“ das falsche Wort ist

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Eigentlich wohne ich ganz gern hier. Und mit den verschrobenen Leute, die hier um mich herum wohnen, hab ich mich auch ganz gut arrangiert. Naja, so einigermassen. Trotzdem klingt für mich vieles, was aus „anti-deutschen“ Kreisen kommt, doch ganz vernünftig. Ich glaube aber, ich bin nicht anti-deutsch. Ich kann doch nicht gegen ein ganzes Land sein? Dagegen bin ich sicher, dass ich „anti-nationalistisch“ bin. Also gegen das Konzept „Nation“, ganz grundsätzlich. Egal in welchem Land. Ich bin ja auch nicht grundsätzlich gegen Fussball. Ich finds nur langweilig, dabei zuzusehn. Sobald allerdings Nationalflaggen ins Bild kommen, find ich Fussball nicht nur langweilig, sondern auch scheisse. Das liegt aber nicht am Sport, sondern am Nationalismus, also dem Konzept, dass Leute, die innerhalb willkürlich gezogener Grenzen wohnen, besser seien als Leute, die ausserhalb dieser fiktiven Linien leben. Das gilt für Nationalismus in allen Gegenden, ohne Ausnahme. Dieser kollektive Knall ist auch fast überall zu finden. Und der muss weg. Also: Deutschland, chill mal ’n bischen, und Nationen aller Länder, verpisst euch. pic indymedia

Anfang letzten Jahres hab ich noch ein wenig tiefer nachgegraben und das hier veröffentlicht: Warum ich stolz bin, Deutscher zu sein.

Jede dritte Frau in Deutschland von Gewalt betroffen

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Die Empörung über die sexuellen Belästigungen in der Kölner Sylvesternacht scheint viele Bundesbürger darüber hinweg zu täuschen, dass körperliche und sexuelle Gewalt gegen Frauen in Deutschland eher die Regel als die Ausnahme darstellt. Auch ging die Gewalt in den letzten 10 Jahren nicht wie in anderen EU-Ländern zurück – so ist heute jede dritte (35%) Frau in Deutschland mindestens einmal in ihrem Leben Opfer von körperlicher und/oder sexueller Gewalt geworden, jede fünfte (22%) innerhalb der Beziehung/Partnerschaft. Weiterlesen

Erdogan, Böhmermann und die Ziegen aus transatlantischer Sicht

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Die Farce um das sogenannte Spottgedicht Böhmermanns, das sich eigentlich mit den Grenzen von Kunstfreiheit in Deutschland beschäftigt und weniger mit den sexuellen Vorlieben des türkischen Staatschefs und heimlichen osmanischen Kalifen beschäftigt, trotzdem aber eine Staatsaffäre generierte, wird ausserhalb von Europa mit zunehmenender Verwunderung betrachtet. Oder eben wie hier als Cartoon dargestellt. tomthedancingbug via boingboing

Auslandspresse so: Griechenland hatte nie eine Chance

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Der Züricher Tagesanzeiger geht hart mit dem „Agreekement“ ins Gericht. Das Dokument nennt er „einen Kolonialvertrag“ und „das dunkelste Papier Europas seit dem Krieg“. Die Eurozone, allen voran Schäuble hätten allen wirtschaftlichen Sachverstand beiseite gewischt und Griechenland in eine Vereinbarung gezwungen, die nicht funktionieren kann. Weiterlesen

Steuerparadies Deutschland

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Bei Durchblättern dieses Internets fand ich einen entrüsteten US-Artikel, der den Rückgang der US-Unternehmenssteuern von einem Drittel des Bundessteuer­aufkommens auf ein Zehntel beklagt. Die Infografik oben zeigt den Verlauf von 1950 bis heute. Die dicke blaue Linie ist die private Einkommenssteuer, die schwarze zeigt die Unternehmenssteuern. Bedrückend, nicht wahr? Weiterlesen

Europäische Zentralbank rät zu Lohnerhöhungen in Deutschland

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Wie zuvor schon die Bundesbank spricht sich die EZB für Lohnerhöhungen im wirtschaftsstärksten EU-Mitgliedsstaat aus. Andere Länder der Eurozone würden durch die niedrigen deutschen Lohnabschlüsse weiter in Schwierigkeiten gedrückt. Weiterlesen