Das Ende des Buchs (wie wir es kennen)

Ich gebe zu, ich mag Bücher. Ich mag das System aus Buchstaben, Wörtern, Sätzen, Inhalten, ich mag die Spannung beim Umblättern, die Bilder, die bunten Cover. Ich glaube, ich mag Bücher deswegen, weil sie in meiner Kindheit das wichtigste Tor zur Welt waren; mehr als Fernsehen und Radio, wo man immer davorsitzen und warten musste, bis etwas Interessantes passierte. Bei Büchern dagegen bestimmst du selbst das Lesetempo, blätterst vor und zurück, machst Pause, um nachzudenken oder dir etwas vorzustellen. Das Konzept von Interaktivität ist hier also schon sichtbar. Weiterlesen

Die Musik einer vergangenen Ära

Offizielle Zahlen der weltweiten Tonträger-Vertriebslobby: 2010 wurden weltweit Musikaufzeichnungen (physisch und Download) im Wert von 3,95 Milliarden Euro verkauft, und damit 10.9 % weniger als noch 2009. Knapp vier Milliarden für alle CDs, Vinylplatten, Musikvideos, Singles, Downloads zusammen? Selbst wenn man mit einkalkuliert, dass hier nur von Musik die Rede ist, die von den vier Majors ausgeht, und damit lokale asiatische, afrikanische, arabische Musik ausser Acht lässt, ist das garnichts. Volkswagen allein braucht knapp 14 Tage, um so einen Umsatz zu machen. Dazu ändert sich das Geschäftsmodell der RIAA drastisch: Weiterlesen

Endlich zweiter April

Der erste ist jedes Jahr sowas wie die fünfte Jahreszeit für Publizisten. Textfasching. Und ich frage mich, ob mein Eindruck richtig ist – wonach das bunte Buchstabentreiben am ersten April jedes Jahr ausgelassener wird. Natürlich geht es dabei eigentlich nicht um Witze über Google und Guttenberg, sondern um das Maskieren der Medienmacher, letztendlich um Witze über Medien. Weiterlesen

Der Musikmarkt im Digitalen Wandel

Eine Analyse der Umsätze in der Musikbranche zeigt folgende Entwicklungen: Erstens explodiert der Verkauf von Konzertkarten (pic 1), in den USA etwa innerhalb von 10 Jahren um das Dreifache ( ~ 300%). Zweitens verschiebt sich die Hauptkäufergruppe von physischen Tonträgern zunehmend:

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Digitaler Wandel: Musiker gewinnen, Plattenfirmen verlieren

Die Norwegischen Wirtschaftsstudenten Richard Bjerkøe und Anders Sørbo haben in ihrer gemeinsamen Master-Arbeit gezeigt, dass Musiker in den letzten 10 Jahren und angesichts der fortschreitenden Digitalisierung nicht etwa, wie von den Distributionskonzernen behauptet, immer weniger, sondern im Gegenteil mindestens 66 % (a.k.a. Zwei Drittel) mehr verdient haben. Das haben sie zwar anhand der norwegischen Musikbranche ermittelt, aber dort sollte nicht so gravierend anders zugehen wie in den restlichen Industrieländern dieser Welt. Weiterlesen