Mehr globale Erwärmung durch Stauseen

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Wasserkraftwerke gelten derzeit als ökologische Hoffnungsträger: Sauberer Strom, CO2-neutral und sanft. Allerdings hat ein internationales Forscherteam gerade eine Arbeit veröffentlicht, die uns das Gegenteil zeigt. Stauseen – und fast alle Wasser­kraft wird durch angestaute Flüsse erzeugt – sind überschwemmte Täler, auf deren Grund pflanzliches Material über Jahre hinweg verrottet. Zusätzlich wird Biomasse durch den Zufluss eingeschwemmt; in landwirtschaftlich genutzten Gebieten kommt Dünger als Wachstumsbeschleuniger für Algen und Mikroben mit dazu. Das alles erzeugt Methan, ein Gas, das 25mal so stark zur globalen Erwärmung beiträgt wie Kohlendioxid (CO2). Weiterlesen

Neuentdeckte Bakterien ernähren sich von Elektrizität

Die britische Wissenschaftsjournalistin Catherine Brahic berichtet im NewScientist über den Stand der mikrobiologischen Forschung, die in anaeroben Umgebungen momentan immer neue elektrophage Bakterienarten findet. Den Forschern gelingt es derzeit, Bakterienkulturen direkt auf Eisenelektroden zu züchten, ohne jede Form von organischer Nahrung. Wie im Video oben zu sehen, bilden manche Spezies als Kabel oder Drähte wirkende Filamente (Fasern) aus, um auf diesem Weg Energie zu tanken. Das Forschungsfeld ist noch sehr jung, wir dürfen hier also mit diversen Überraschungen rechnen.